Wir haben vor wenigen Minuten das Jahr 2011 verlassen und wollen nun – „vorwärts immer, rückwärts nimmer“ – den phantastischen Gegenwelten utopischen Denkens nachgehen und sie auf ihre Brauchbarkeit für das Hier und Jetzt befragen.

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Jan. 2012 | Allgemein, Feuilleton, Sapere aude | Kommentieren

Nonsens vom Feinsten in der Rundschau Kritik

Wie alle bedeutenden Stücke Drama, ist auch „Dinner For One“  an Facetten ungemein reich. Allein die Vielzahl unterschiedlicher Interpretationen zeigt, wie in jedem Betrachter eine Saite zum Schwingen, eine andere zum Schweigen gebracht wird.

Auf diesem 90. Geburtstag der Miss Sophie gibt es nichts Letzthinniges und nichts Ein-für-Allemaliges, und wenn die überwiegende Mehrzahl der Kunstsachverständigen, Essayisten und Liebhaber, die Interesse an einer Kategorisierung des Gesamtstückes oder an einer Analyse einzelner Komponenten haben, für ihre Varianten jeweils Alleinvertretungsansprüche geltend machen, dann ist das erschütternd-bedauerlich. (mehr …)

Dez. 2011 | Allgemein, Essay, Feuilleton, In vino veritas, InfoTicker aktuell, Junge Rundschau, Kirche & Bodenpersonal, Politik, Sapere aude, Wirtschaft, Wissenschaft, Zeitgeschehen | Kommentieren

„Nichts Menschliches ist mir fremd“: wir kennen das Credo des Stoikers das längst zum Fluch des Kulturalisten geworden ist. Wie soll ich, wenn mir nichts mehr fremd ist, noch auf Menschliches neugierig sein? Mich davon faszinieren lassen oder es wenigstens respektieren? Meine Identität und Würde behaupten und gegebenenfalls für die des Anderen kämpfen? Fremdheit eignet eine Würde, die der bloßen wohlfeilen Andersheit, die nicht einmal verabscheut werden darf, abgeht. Der Weltbürger, der sich überall zuhause wähnt, weil ihn an seinen Gattungsgenossen nichts mehr befremdet, hat jeden Grund verloren, Unterschiede überhaupt wahrzunehmen.

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Nov. 2011 | Allgemein, Feuilleton, In vino veritas | 1 Kommentar

Dass Gehorsam eine Tugend und Ungehorsam ein Laster sei, darauf haben über Jahrhunderte hinweg Kaiser, Könige, Päpste und Prister sowieso,  Feudalherren, Industrielle, Landvögte,  Polizisten, Lehrer und dergleichen sowie Eltern bestanden. Wir halten dem entgegen … (mehr …)

Nov. 2011 | Allgemein, Feuilleton, Junge Rundschau | Kommentieren

eiszeiz_vorbeoNur einmal bringt des Jahres Lauf / uns Herbst und Lerchenlieder.
Nur einmal blüht die Rose auf, und dann verwelkt sie wieder;
nur einmal gönnt uns das Geschick / so jung zu sein auf Erden: Hast du versäumt den Augenblick, jung wirst du nie mehr werden. Drum lass von der gemachten Pein / um nie gefühlte Wunden! Der Augenblick ist immer dein, doch rasch entfliehn die Stunden. Und wer als Greis im grauen Haar / vom Schmerz noch nicht genesen, der ist als Jüngling auch fürwahr, nie jung und frisch gewesen.
Nur einmal blüht die Jugendzeit / und ist so bald entschwunden; und wer nur lebt vergangnem Leid, wird nimmermehr gesunden. Verjüngt sich denn nicht auch Natur / stets neu dereinst im Frühlingsweben? Sei jung und blühend einmal nur, doch das – durchs ganze Leben! (Richard von Wilpert 1862-1918)

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Nov. 2011 | Allgemein, Essay, Feuilleton, Kirche & Bodenpersonal | 1 Kommentar

In der frühgeschichtlichen Verwendung stand „Mythos“ für den Ort, an dem rituelles, sakrales Sprechen stattfindet, das sich vom logisch begründbaren Sprechen wesentlich unterscheidet. „Mythos Heidelberg“ denn also: „Der genius loci Heidelbergs ist feucht“, dies Zitat aus dem Widmungsgedicht Victor von Scheffels „Gaudeamus“ über den Geist des Ortes Heidelberg bezieht sich fraglos nicht etwa auf häufigeren Regen als anderswo. (mehr …)

Sep. 2011 | Heidelberg, Allgemein, Essay, Feuilleton | Kommentieren

OB Würzner („Gespannt auf Impulse und neue Ideen – auch im Tanztheater – die umgesetzt werden“) und Kulturbürgermeister Gerner waren beim  Gespräch als Vertreter der Stadt zugegen, der designierte Intendant Holger Schultze ( Foto: Rothe) blickte nach vorn und hat Heidelberg mittlerweile offenbar so kennengelernt, dass er „hier auch mit einiger Spannung und sicher auch mit einiger Vorfreude, aber auch“ – konnte er sich jedenfalls vorstellen – so empfangen werden würde: „Der ist ja völlig verrückt geworden, gleich mit acht Stücken anzufangen“ – um gleich darauf in medias res zu gehen: (mehr …)

Juli 2011 | Heidelberg, Allgemein, Feuilleton | Kommentieren

Es ist doch der Tod im Westen das Entsetzlichste, derweil es aber im Osten Leben bedeutet. Im Westen muß man sterben (das ist der Lohn der Sünde), und im Osten muß man immer wiedergeboren werden (das ist die Strafe für begangenes Unrecht). „Erlösung“ im Westen ist Überwindung des Todes, im Osten ist es die Überwindung des Wiedergeboren-werdens. (mehr …)

Juni 2011 | Allgemein, Essay, Feuilleton | Kommentieren

„Doig!- Das Musical ohne Gesang, ohne Tanz und mit sehr wenig Musik von Greg Freeman im Zimmertheater Heidelberg. Regie: Ute Richter.

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Mai 2011 | Heidelberg, Allgemein, Feuilleton | Kommentieren

Prof. Wolf Singer sprach in Heidelberg im Rahmen einer Podiumsdiskussion zum  Thema: „Willensfreiheit vs. Determinismus“ mit dem Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Reinhard Merkel über „Die Schuldfrage im deutschen Rechtssystem“.  Singer hat mit seiner Theorie, Entscheidungen würden bereits unbewusst getroffen, bevor wir sie wissentlich wahrgenommen haben und kontrollieren können, für einiges Aufsehen gesorgt. Wir halten, Singer zum Trotz, dagegen:  Der Wille des Menschen ist frei … (mehr …)

Mai 2011 | Allgemein, Essay, Feuilleton, Sapere aude | 1 Kommentar

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