Heute? Der Deutsche Journalistenverband veröffentlichte einen Appell mit historischen Wurzeln, um gegen die Beschneidung der Meinungs- und Pressefreiheit durch die Bundesregierung zu protestieren – der Appell ist heute aktueller denn je: (mehr …)

Mai 2012 | Allgemein, Feuilleton, Zeitgeschehen | 1 Kommentar

Der als „Jahrhundertsänger“ bezeichnete Bariton Dietrich Fischer-Dieskau ist tot. Er starb gestern – am Freitag, 18. Mai 2012 – kurz vor seinem 87. Geburtstag.
Fischer-Dieskau kam am 28. Mai 1925 in Berlin zur Welt. Nachdem seine früh entdeckte musikalische Begabung durch den Zweiten Weltkrieg zunächst an ihrer Entfaltung gehindert wurde, begann er 1947 dann umso rasanter seine Sängerkarriere. Diese sollte insgesamt 45 Jahre andauern und ihn nach Einschätzung des Dirigenten Leonard Bernstein zum bedeutendsten Sänger des 20. Jahrhunderts machen.

Mit seinen Interpretationen des deutschen Liedes von Mozart über Schubert, Schumann und Brahms bis Richard Strauss Maßstäbe gesetzt. Unvergessen blieben seine Aufnahmen von Schuberts „Winterreise“.

(mehr …)

Mai 2012 | Allgemein, Feuilleton | Kommentieren

Vladimir Horowitz

Nur der Mensch schuf das höchst eigenartige Universum des Klanges: Was eigentlich ist Musik? Und wozu dient das scheinbar sinnlose Aneinanderreihen von Noten? Der US-Autor Robert Jourdain sucht die Antworten in den Labors der Hirnforscher.
Vier Milliarden Jahre lang war es still auf Erden. Lautlos prasselte der Regen auf den kargen Fels, stumm blies der Sturm durch die Schluchten, die Meere wogten, doch sie rauschten nicht.
Denn die Millionen von Quallen, Würmern, Seelilien, Schnecken und Algen, die das kambrische Meer bevölkerten, waren taub. Noch gab es kein Ohr, das die allgegenwärtigen Schwingungen der Luft und des Wassers in Geräusche hätte verwandeln können. Das Gehör ist ein Spätentwickler der Evolution. Längst erforschten Augen, Geruchs- und Tastorgane die Welt, als der Kosmos des Klanges noch unentdeckt war. (mehr …)

Mai 2012 | Allgemein, Essay, Feuilleton | Kommentieren

Gestern vor siebzig Jahren hat sich Stefan Zweig das Leben genommen – und das heißt auch: die Rechte auf sein Werk werden frei. Die Israelische Nationalbibliothek macht den ersten Schritt und stellt seinen Abschiedsbrief online, den Zweig vor seinem Freitod geschrieben hat.
Der Autor, der mit Werken wie „Ungeduld des Herzens“ und „Schachnovelle“ weltberühmt wurde, hatte sich im Februar 1942 im brasilianischen Exil aus Verzweiflung über den Nationalsozialismus und den Verlust der literarischen Heimat gemeinsam mit seiner Frau das Leben genommen.
(mehr …)

Feb. 2012 | Allgemein, Feuilleton | 1 Kommentar

Es dauerte einiges an Überzeugungsarbeit, bis Heidelberg um ein Museum reicher zu werden in der Lage war, um welches die Stadt längst von vielen Kunstzentren in aller Welt beneidet wird. (mehr …)

Feb. 2012 | Allgemein, Feuilleton | Kommentieren

Uraufführung von Christoph Klimkes  Auftragsarbeit „Sammlung Prinzhorn“ im Theater der Statdt Heidelberg. Choreographie und Regie: Hans Kresnik (mehr …)

Feb. 2012 | Allgemein, Feuilleton | Kommentieren

Hans Kresniks erste eigene Choreographien, die auf Gedichten schizophrener Autoren aus der niederösterreichischen Landesnervenheilanstalt Guggung beruht – „O sela pei“ und im folgenden Jahr „Paradies?“, lassen den Bremer Intendanten Kurt Hübner auf Kresnik aufmerksam werde: er engagierte ihn als Ballettmeister ans damals spannendste Theater der Republik. Es ist die Zeit des „Bremer Stils“, geprägt von den jungen Regisseuren Zadek, Stein, Grüber, Fassbinder, dem Bühnenbildner Minks – für Hans Kresnik eine enorme Herausforderung. (mehr …)

Feb. 2012 | Allgemein, Feuilleton | Kommentieren

Begeistert aufgenommene Premiere im Zimmertheater Heidelberg: „Der dressierte Mann“ Komödie von John von Düffel nach dem gleichnamigen Bestseller von Esther Vilar. Regie: Ute Richter – Lesen Sie hier deshalb unsere Premierenkritik vom Dezember 2011, weil das Zimmertheater der großen Nachfrage wegen (nochmals) verlängert hat bis zum 10. März): (mehr …)

Feb. 2012 | Heidelberg, Allgemein, Feuilleton, InfoTicker aktuell | 1 Kommentar

Es ist nicht leicht zu verstehen, was uns und was die Anderen zu einem bestimmten Denken und Handeln getrieben hat? Politik erleben wir oft genug als handlungsbezogene Erforschung von Fremdheit, zumindest muß erstaunen dürfen, dass Ethnologen bei politischen Ereignissen nur selten und allenfalls in Ausnahmefällen zu Rate gezogen werden.

Gesellschaftliche, kulturelle und religiöse Differenzen hingegen kommen oft als festgeschrieben und unüberbrückbar einher. Dann betonen wir vor allem die dramatischen Unterschiede zwischen unserer Kultur, unseren Werten und Idealen, und fremden Kulturen, wenn sie etwa auf dem Boden(satz) von Religion demütigende und tödliche Strafmaßnahmen zu legitimieren versuchen. (mehr …)

Jan. 2012 | Allgemein, Feuilleton | Kommentieren

Es ist ein Teil der deutschen Tradition, ein Wort wie (und wäre das „nur“ Presse-) Freiheit nicht für sich allein stehen zu lassen. Ruft da wer, egal was für eine  „Freiheit!“, schon gesellt ein anderer „Ordnung!“ dazu; wer da klug ist, redet gleich von „Freiheit und Verantwortung“ oder preist die Freiheit, warnt jedoch im gleichen Atemzug vor ihrem Missbrauch wäre es auch nur, einen auf einen Anrufbeantworter draufgerotzten Text zu veröffentlichen). (mehr …)

Jan. 2012 | Allgemein, Feuilleton, InfoTicker aktuell, Sapere aude, Zeitgeschehen | 1 Kommentar

« Vorherige SeiteNächste Seite »