
Foto: Philipp Rothe: Dr. Joachim Gerner
Vielen Dank für die Einladung, einen Beitrag leisten zu dürfen (am 30. August 2015) zur Sommerpredigtreihe „Bild und Glaube“. Es ist nicht alltäglich und nicht selbstverständlich, dass ein Vertreter des „Regnum“ in den heiligen Hallen des „Sacerdotiums“ das Wort ergreifen darf.
Der Anlass, aber auch der Ort, regen an zu einer Reflexion über ein altes, großes und immer wieder aktuelles Thema: Das konfliktreiche Verhältnis von Kunst und Kirche.
Denn gerade in Heiliggeist ist ja im Jahre 1986 diesem spannungsreichen Verhältnis ein eigenes, Heidelberger Kapitel hinzugefügt worden. 〉〉Die Entwürfe des rennomierten Glaskünstlers Johannes Schreiter, die tumben Gremiumsstreites wegen nicht realisiert wurden; und der Rausriss des zu Probe eingenauten Physikfensterst konnte von streibarem Schreiter-Befürworter an Hl. Geist gerade noch verhindert werden. gott〈〈 Auch die katholische Kirche lieferte zuletzt ihrerseits 2007 einen Aufreger mit Kardinal Meisners Einlassungen zu Gerhard Richters Glasfenster im Kölner Dom. Wenn ich nun von Kunst spreche, so beziehe ich mich auf die bildende Kunst, hauptsächlich auf die Malerei. Darstellende Kunst und Musik sollen heute außer Betracht bleiben.
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