Im Choreographischen Centrum Heidelberg gibt es am kommenden Freitag, 30. Oktober 2015, um 20 Uhr erneut Gelegenheit, die Arbeit eines Künstlers kennenzulernen: Der aus Griechenland stammende Tänzer, Choreograph und Tanzpädagoge Evangelos Poulinas wird gemeinsam mit der Tänzerin und Choreografin Christina Mertzani Einblick in seine künstlerische Arbeit geben. Beide leiten seit 2010 das Festival „One Small Step“ auf der Insel Korfu und waren unter anderem in einer gemeinsamen Produktion beim FRESH-Festival am Staatstheater Braunschweig zu erleben. Der Eintritt ist kostenlos.
Navid Kermanis Friedenspreisrede kulminierte in einem gemeinsamen Gebet. Der Autor hatte ausführlich die Klostergemeinde von Mar Elian in Syrien gepriesen, die inzwischen vom Islamischen Staat zerstört wurde: 1.700 Jahre alte Mauern wurden gesprengt. Jacques Mourad, der Leiter dieses Klosters, ist vom Islamischen Staat entführt worden und wurde auch mit Hilfe von Muslimen wieder befreit. Mourad gehört dem Orden von Mar Musa an, den Kermani tief bewundert. Auch Paolo Dall’Oglio, Gründer dieses Ordens, ist vom Islamischen Staat entführt worden. Von ihm fehlt immer noch jede Spur.
Fünf deutsche Neueinträge im „Memory of the World“-Register – Die UNESCO hat am 9. Oktober 2015 die frühen Schriften der Reformationsbewegung und Johann Sebastian Bachs Autograph der h-Moll-Messe in das Weltregister des Dokumentenerbes aufgenommen. Auch drei Dokumente, die gemeinsam mit deutschen Institutionen nominiert wurden, sind jetzt eingeschrieben: der Goldene Brief des birmanischen Königs Alaungphaya an den britischen König George II., digitale Sammlungen zur Sprachenvielfalt weltweit sowie persische und arabische Handschriften des Buches „Al-Masaalik Wa Al-Mamaalik“.

Michael Eberth
EINHEIT
Berliner Theatertagebücher 1991–96
344 Seiten
13,0 x 21,0 cm
2015
gebunden, Fadenheftung
ISBN 978-3-89581-374-0
24,90 € / eBook 14,99 €
Michael Eberth folgt 1990 dem Ruf Thomas Langhoffs als Chefdramaturg an das Berliner Deutsche Theater, das ehemalige Staatstheater der DDR. Langhoff, mit dem Eberth eine langjährige Arbeitsbeziehung verbindet, will einen Westdramaturgen an seinem Theater haben. Eberth ist gespannt auf das Neue – und stößt auf ihm menschlich, organisatorisch und vor allem künstlerisch fremde Strukturen, die ihn an den Rand der Verzweiflung treiben.
Bevor er das Theater verlässt, setzt er den Regiestudenten Thomas Ostermeier als Leiter der neuen Spielstätte »Baracke« ein und verfolgt mit Genugtuung, wie der junge Künstler sie in anderthalb Spielzeiten zum »Theater des Jahres« macht.
Eberths Tagebücher sind Dokument eines Verständigungsversuchs am Rande des Scheiterns, sind theatergeschichtliches Zeitzeugnis, geben teils haarsträubende Einblicke hinter die Kulissen des von Eitelkeiten und Wahn durchdrungenen Kunst- und Politikbetriebs der neuen Hauptstadt – und sind leidenschaftliches Plädoyer für eine alte und vermeintlich unzeitgemäße Kunst.
Der Sozialismus glaubte, für das Drama der Existenz Lösungen anbieten zu können. Das führte zu einer Schauspielerei, die sich im Besitz solcher Lösungen wähnte.

Johann Kresnik, mit 75 noch putzmunter, hier mit Assistentin Miriam Horwitz bei der Probenarbeit zu „Sammlung Prinzhorn“
Foto: Stefan Kresin
Wir erinnern uns vieler langer Nächte mit dem wütigen Choreographen (zusammen mit Helnwein, zum Beispiel(!) und freuen uns, ihn mal wieder mit einer Produktion in Heidelberg zu haben:
Im Februar nämlich ist es wieder so weit: „Theaterberserker“ -(O-Ton Pressemitteilung des Theaters) Johann Kresnik nimmt sich am Theater und Orchester Heidelberg eines neuen Stoffes an. Diesmal geht der Romanheld Arthur Pym auf eine Reise über das Meer. Als blinder Passagier, als Schiffbrüchiger, als Expeditionsreisender sieht er sich mit aufbäumenden Katastrophen (Katastrophen? – da ist er deutlich in seinem Element) konfrontiert.
Forscher der Universität, der Akademie und der Hochschule für Jüdische Studien stellen Editionsprojekte vor.
Das internationale Musikfestival „Heidelberger Frühling“ feiert vom 2. bis zum 30. April 2016 seinen 20. Geburtstag. Dass diese Wegmarke mit einem Aufbruch verbunden ist, lässt sich nicht nur am neuen Design des gerade erschienenen Programmbuchs ablesen. Auch programmatisch wartet das Festival im kommenden Jahr mit Neuerungen auf, u.a. mit zwei hochkomprimierten Themenwochenenden, dem „Neuland.Lied“ (mehr …)
Märchenspiel in drei Bildern von Engelbert Humperdinck, Libretto von Adelheid und Hermann Wette nach dem Märchen von Jacob und Wilhelm Grimm (1810) – In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln – für Kinder und Erwachsene. Wer kennt sie nicht noch aus der Kinderzeit, die berühmten Lieder wie etwa „Abends, wenn ich schlafeb geh“ , „Suse, liebe Suse, was raschelt im Stroh?“, „Brüderchen, komm tanz mit mir“ oder „Ein Männlein steht (sic) im Walde ganz still und stumm“.
![Originalverlag: Jonathan Cape Aus dem Englischen von Friedhelm Rathjen Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 416 Seiten, 13,5 x 21,5 cm ISBN: 978-3-421-04688-8 € 22,99 [D] | € 23,70 [A] | CHF 30,90* (* empf. VK-Preis) Verlag: DVA Belletristik](http://rundschau-hd.de/wp-content/uploads/2015/10/414_04688_156898_xl-1-150x150.jpg)
Originalverlag: Jonathan Cape
Aus dem Englischen von Friedhelm Rathjen
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 416 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-421-04688-8
€ 22,99 [D] | € 23,70 [A] | CHF 30,90* (* empf. VK-Preis)
Verlag: DVA Belletristik
Ein prophetischer Gesellschaftsroman, ein psychologisches Meisterwerk, das uns und dem aktuellen Zeitgeist unerbittlich den Spiegel vorhält.

