Seit es ihn gibt, hat der Monotheismus ein Medienproblem. Wie kann ein Gott, der kein Ding in der Welt, vielmehr der Schöpfer aller Ding und der mystische Hintergrund des Seins ist, präsent gemacht werden? Die Frage nach dem Medium des Monotheismus wird durch die aktuelle Konfrontation von Christentum und Islam gerade mal wieder neu angeschärft. Die Antwort heißt Weihnachten. (mehr …)
Es ist ja nicht nur uns Unheiligen nichts heilig: Auch die vergleichenden Religionswissenschaften machen sich Gedanken, die – geht es etwa um die Geburt Jesu aus der Jungfrau Maria – sich mit jenem Vorkommnis beschäftigen, das eine dem Christentum (seien wir doch mal ehrlich) entfremdete Welt zu Weihnachten feiert und mit dem unsere abendländische Zeitrechnung beginnt.
Keine wertfreie Kalenderweisheit sei es, sondern immerhin die „Menschwerdung Gottes“, bei der die Geschichte von vorn zu zählen beginnt. In der antiken Mythologie war die Jungfrauengeburt zwar eine alltägliche Sache – aber auch in d(ies)er Realität: Vor Gott Vater gab es Gott Mutter, die Erdgöttin.
Am Ende des internationalen Jahres des Lichts widmet sich die aktuelle Ausgabe des Forschungsmagazins „Ruperto Carola“ der Universität Heidelberg dem Schwerpunktthema SCHATTEN & LICHT. 22 Heidelberger Wissenschaftler zeigen in ihren Beiträgen, wie tiefgreifend Licht alle Bereiche unserer Existenz und der Wissenschaften beeinflusst – als Ursprung jeglichen Lebens und Quelle der Erkenntnis ebenso wie als Motor für Technik und Innovation. Die Autoren beschreiben unter anderem, wie mithilfe von Licht neue Einblicke in die Geheimnisse des menschlichen
Rüdiger Safranski, Philosoph und Bestsellerautor, über die Zeit – und wie sie unser Leben, Denken, Handeln herausfordert, Ein Buch über das Leben: Was macht die Zeit mit uns? Und was machen wir aus ihr? Rüdiger Safranski ermutigt uns, den Reichtum der Zeiterfahrung zurückzugewinnen. Jenseits der Uhren, die uns ein objektives Zeitmaß vorgaukeln, erleben wir die Zeit ganz anders: in der Langeweile, bei der Hingabe, bei den Sorgen, beim Blick auf das Ende, streng gegliedert in der Musik und lose gefüllt beim Spiel. Und wieder anders im gesellschaftlichen Termingetriebe,
Dass Flüchtlingshilfe auch musikalisch sein kann, beweisen Studierende und Lehrende der Berliner SRH Hochschule der populären Künste (hdpk). Gemeinsam mit Flüchtlingen aus Syrien und Pakistan produzierten sie eine CD mit dem Titel „Songs For Refugees“, die als Download erhältlich ist. Sämtliche Einnahmen aus dem Projekt kommen der Berliner Kontakt- und Beratungsstelle für Flüchtlinge und Migranten e.V. zugute.
Wie eine neue Form der Musiktherapie bei depressiven Jugendlichen erfolgreich eingesetzt werden kann, untersucht eine Pilotstudie in Heidelberg. „Wired by Music“ heißt das gemeinsame Forschungsprojekt von SRH Hochschule Heidelberg und Universitätsklinikum Heidelberg. „Da Musik im Jugendalter eine zentrale Rolle spielt, ist es nur konsequent, Musik in der Therapie depressiver Jugendlicher zu nutzen. Musik ist für junge Leute mit vielen positiven Assoziationen verbunden – darin liegt ein großes Potential!“, sagt Josephine Geipel, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Studiengang Musiktherapie der SRH Hochschule Heidelberg und Koordinatorin der Studie.
Kunst ist berechenbar! Zu dieser Erkenntnis kam der Kabarettist und Grafik-Designer
Von Atlantis über Eldorado bis nach Ultima Thule: Umberto Eco führt durch Länder und Städte, die nirgendwo liegen und gerade deshalb höchst anziehend sind.
Könnten wir einen Blick in Umberto Ecos Kopf werfen, wir sähen nicht Gewebe und Nervenstränge, sondern eine Bibliothek. Endlose Reihen von Bücherregalen stünden da, bis zum Rand gefüllt mit jenen altmodisch papiernen Datenträgern, die manch einer schon voreilig ins Reich der Geschichte verbannt hat. Und welche Vielfalt würde sich uns präsentieren! Da stünden Abhandlungen zur
Ein Gespenst geht um in Europa: die Angst vor dem Aussterben. In Deutschland wird die Debatte besonders heftig geführt. Warum eigentlich? Was wir an den Deutschen haben, merken wir vielleicht erst dann, wenn sie noch weniger geworden sind. Warum nicht hundert Jahre früher? So die unausweichliche, ironische Reaktion der Engländer auf Prognosen, dass
Die Compagnie Bodecker & Neander überzeugt mit künstlerischer Perfektion in anrührend menschlichen Bildern. Die beiden Profis der Pantomime und Illusionskunst haben bei Altmeister Marcel Marceau in Frankreich studiert. Sie wurden seine Partner und sind mit ihm auf Welttour gegangen, bevor sie sich als eigene Compagnie in Deutschland mit ihrer unverwechselbaren Bühnensprache niederließen.


