cover_weltSie kamen, sahen und eroberten – 600 Jahre lang haben Europäer die Welt erkundet, unterworfen und ausgebeutet. Doch zugleich haben sie zahllose Impulse für die Entstehung unserer heutigen Welt gegeben und empfangen. Denn die europäische Expansion war keine Einbahnstraße, sondern ein jahrhundertelanger Prozess der Interaktionen. In Wolfgang Reinhards monumentalem Werk hat die Vorgeschichte der Globalisierung zu einer einzigartigen Gesamtdarstellung gefunden.

Der renommierte Historiker beschreibt von den frühen Anfängen der europäischen Expansion in Antike und Mittelalter bis zu den langwierigen Dekolonisationen des 20. Jahrhunderts einen weltgeschichtlichen Vorgang von gewaltigen zeitlichen und räumlichen Dimensionen. Ob er über die Handelssysteme in Asien berichtet oder über die künstliche Welt der Plantagen mit ihren Sklaven, über ökologische Folgen oder konfliktträchtige politische Hinterlassenschaften der europäischen Expansion, stets ist seine beeindruckend kenntnisreiche Geschichte spannend zu lesen und geprägt von dem Interesse nicht nur an den Europäern, sondern auch an – den Anderen.

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Apr. 2016 | Allgemein, Buchempfehlungen, Feuilleton | Kommentieren

Nonnenmacher_Four Freedoms_5 (1)Bereits 1968 entwickelt sich aus dem Aufsatz „La mort de l’auteur“ des Poststrukturalisten Roland Barthes die gleichnamige Theorie vom „Tod des Autors“. Diese geht von der Annahme aus, dass künstlerische Werke unabhängig von ihrer durch den Autor intendierten Absicht Sinn stiften. Dem Autor kommt also keine zentrale Rolle bei der Entstehung und Deutung dieser mehr zu. In den 1990iger Jahren spricht man hingegen wieder von der „Rückkehr des Autors“, das künstlerisch schaffende Subjekt rückt zunehmend in den Fokus der Aufmerksamkeit.

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michalkaErich Michalka (1940-2004) war Germanist, Dramaturg, Regisseur und Schauspieler sowie Stückeschreiber. Er hinterlässt über sechzig Theaterstücke, nahezu zwanzig Hörspiel- und Filmskripte, weit über siebzig Sketche, dazu noch eine große Zahl didaktisch-programmatischer und anderer literarischer Arbeiten. Die in fünf Bänden präsentierte Werkauswahl dokumentiert eine fast fünfzigjährige Schaffensperiode und leistet einen Beitrag zur Entwicklung vom politisch-emanzipatorischen zum gesellschaftskritischen, bis hin zum historisch-analytischen Theater, wobei die märchenhaft-erzählende Parabel eine besondere Stellung einnimmt.

Nach dem Abitur am Heidelberger Helmholtz-Gymnasium und Grundwehrdienst studierte Michalka Germanistik und Philosophie an der Universität Heidelberg mit der Promotion 1968 als Abschluss. In seiner Dissertation beschäftigte er sich mit der ersten deutschen Dichterin Hrotsvit von Gandersheim und interpretierte deren Werk als Vorläufer des epischen Theaters.

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Apr. 2016 | Heidelberg, Allgemein, Buchempfehlungen, Feuilleton | Kommentieren

HD-StueMarkt

Vom 29. April bis 08. Mai präsentiert das Festival zum 33. Mal die Vielfalt des Gegenwartstheaters. Eine Auswahl von thematisch hochaktuellen bis ästhetisch außergewöhnlichen Uraufführungen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum, Lesungen von vielversprechenden noch nicht uraufgeführten Stücken neuer Autorinnen und Autoren und natürlich auch wieder die Reihe »Nachgespielt«, die spannende Inszenierungen zeitgenössischer Stücke nach ihrer Uraufführung zeigt, erwarten Sie.

Gastland ist in diesem Jahr Belgien und wir sind sehr erschüttert von den schrecklichen Anschlägen, die gestern mit der Präsentation des Festivalprogramms zusammenfielen. Umso wichtiger ist es uns jedoch auch, in unserem Festival zeigen zu können, dass dieses Land die vielleicht lebendigste Theaterlandschaft Europas beheimatet. Zu Gast sind international renommierte sowie junge belgische Theatermacher, die sich in ihren Arbeiten aus verschiedenen Perspektiven auf die Frage beziehen, in welcher Gesellschaft wir gegenwärtig leben und leben wollen.

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Apr. 2016 | Heidelberg, Allgemein, Feuilleton, InfoTicker aktuell | Kommentieren

Mensabattle / Die Fotos von Maurice Etoile

Mensabattle / Die Fotos von Maurice EtoileEin Straßenfest wird volljährig! Zum 18. Mal veranstaltet die Jugendkunstschule Heidelberg-Bergstrasse e.V. gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern, Kleinkindbetreuung und Waldkindergarten Purzelzwerg e.V., dem eigenen Kindergarten der Jugendkunstschule Konfetti sowie dem Altenpflegeheim Haus Stephanus im Platanenweg in Dossenheim-West das Generationen-übergreifende Straßenfest mit Häusern der offenen Türen „GO WEST!“. Dieses Mal steht alles im Zeichen der kulturellen Vielfalt von Essen, das hier in Anlehnung an die 1250-Jahr-Feier von Dossenheim mit Speisen vom Mittelalter bis heute präsentiert wird. Vom Stockbrot am Feuer, über Spanferkel vom Spieß, über syrisches Essen, bis hin zu Popcorn, Kaffee und Kuchen gibt es eine Vielzahl von Angeboten.

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sonia_rodriguez_Probe im CC 2016_1Seit zehn Tagen ist die aus Spanien stammende Tänzerin und Choreografin Sonia Rodriguez Residenzkünstlerin des Choreographischen Centrums Heidelberg.  Angereist mit fünf Tänzerinnen und Tänzern, widmet sich die 42-Jährige einem klassischen Thema im Tanz: dem choreographisch-tänzerischen Entwurf von Charakter und Identität mittels des Körpers und seiner Bewegung. Das öffentliche Showing am Freitag, 22. April im Choreographischen Centrum in der Hebelstrasse 9 gewährt Einblicke den künstlerischen Arbeitsprozess und die bisherigen Ergebnisse. Der Eintritt ist frei. Beginn ist um 20 Uhr.

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Apr. 2016 | Heidelberg, Feuilleton, InfoTicker aktuell, Junge Rundschau | Kommentieren

image001Wer die gestrige Premiere von „Szenen der Frühe“ in der HebelHalle verpasst hat, hat am Donnerstag um 19.30 Uhr die letzte Gelegenheit die multimediale Tanzproduktion zu erleben, die sich mit dem bewegten Seelenleben des Komponisten Robert Schumann beschäftigt, der in Heidelberg seinen 20. Geburtstag feierte. Karten sind ab 18.30 Uhr an der Abendkasse erhältlich.

 In der Reihe „Off-spring“ ist um 19.30 Uhr das Taksim Trio in der Stadthalle zu Gast.

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Apr. 2016 | Heidelberg, Feuilleton, InfoTicker aktuell | Kommentieren

j._b (1)Das Schmähgedicht von Jan Böhmermann sei furchtbar schlecht gewesen und unter seinem Niveau, sagte der Medienwissenschaftler Bernd Gäbler im DLF. Böhmermann – der sein „Gedicht“ ja selbst als Schmähkritik bezeichnet hat – sei gut beraten, wenn er die Grimme-Preis-Verleihung heute Abend (13. April 2016) nutzt, um die Verhältnisse wieder umzudrehen. Ein Sender wie das ZDF sei außerdem keine Plattform, wo einfach mal jeder irgendwas machen könne.

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Apr. 2016 | Allgemein, Feuilleton, Junge Rundschau, Politik, Sapere aude, Zeitgeschehen | Kommentieren

Apr. 2016 | Allgemein, Feuilleton, Junge Rundschau | Kommentieren

DruckHeidelbergs Oberbürgermeister  Dr. Eckart Würzner weiß – und reagiert darauf: Stadt und Kultur gehören zusammen wie zwei Seiten einer Medaille. Die Kultur ist immer so gut wie das städtische Leben. Wo kein städtisches Leben pulsiert, kann auch keine interessante Kultur entstehen. Umgekehrt – da sind wir mit ihm, mit uns und mit Immanuel Kant einer Meinung – also, umgekehrt gilt das freilich auch: „Städtisches Leben ohne Kultur ist blind, Kultur ohne städtisches Leben ist leer“. Eben, O-Ton („sapere aude“) Kant; und der Rundschau Motto. „Kultur vermittelt Sinn, der allerdings inhaltsleer bliebe, würde er nicht auf den Boden auch des wirklichen Lebens heruntergeholt“.

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Apr. 2016 | Heidelberg, Allgemein, Essay, Feuilleton, Junge Rundschau, Sapere aude | Kommentieren

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