
„Der deutsche Charakter zeichnet sich aus durch gemütsbetonte Veranlagung, durch Fleiß und Zähigkeit, Sinn für Zucht und Ordnung und bs. durch eine auf alle Kulturzweige sich ertsreckende Begabung.“
Der Neue Brockhaus, 1938)
Im Rahmen der Ausstellung „Ossip Mandelstam – Wort und Schicksal“ zeigt das Karlstorkino am Montag, 4. Juli 2016, um 19 Uhr im Kulturhaus Karlstorbahnhof den Film „Und wie Feuer umzingeln mich: Zeiten“ des Filmemachers Frank Diamant (Bild links, Foto: Yoram Diamand). Der Mandelstam-Film wird hier zum ersten Mal in der Director’s Cut Version und auf Deutsch gezeigt. Er ist ein einzigartiges Filmdokument zum Leben des russischen Jahrhundertdichters Ossip Mandelstam.
Die Ärzteschaft Heidelberg (www.aerztekammer-bw.de/heidelberg) lädt ein zu ihrem Sommerkonzert 2016 (70. Konzert unter gleicher Leitung)) Programm:

Thilo Krause
Um die Dinge ganz zu lassen
Gedichte
96 Seiten, 17.80 Euro
ISBN 978-3-940691-62-0
gebundene Ausgabe
poetenladen Verlag
Für seinen Gedichtband „Um die Dinge ganz zu lassen“ hat Thilo Krause den mit 10.000 Euro dotierten Clemens-Brentano-Förderpreis für Literatur der Stadt Heidelberg erhalten.
Der Lyriker nahm die Auszeichnung am 28. Juni 2016 im Rahmen einer Konzert-Lesung aus den Händen von Kulturbürgermeister Dr. Joachim Gerner im Palais Prinz Carl in Heidelberg entgegen. Krause nannte die Auszeichnung eine große Ermutigung, auf dem Weg weiterzugehen, den er eingeschlagen habe.
Sprach- und Klangbilder von großer Tiefenschärfe
Dass Krauses ruhig gehende Verse einen Kontrapunkt in das mediale Rauschen setzten, hatte die Jury bei ihrer Entscheidung im Februar 2016 hervorgehoben: „Mit wenigen Worten und unprätentiöser Sprache fängt dieser genaue Beobachter Stimmungen und Lebenssituationen ein und verwandelt sie in Sprach- und Klangbilder von großer Tiefenschärfe. Das Gedicht wird hier zum Ort, ‘um die Dinge ganz zu lassen‘.“
Selten hat die Parkinsel von Ludwigshafen am Rhein einen derartigen Menschenauflauf erlebt. Der Begriff „Bad in der Menge“ umschreibt den Ausnahmezustand am Abend der Verleihung des „Preis für Schauspielkunst“ an Maria Furtwängler nur unzureichend. Das Festival-Publikum feierte Maria Furtwängler und bescherte ihr einen unvergesslichen Abend.
Georg Friedrich Händels „Messiah“ ist eines der berühmtesten Werke geistlicher Musik und gilt als Inbegriff des Oratoriums. Die 1741 entstandene Komposition, die die heilsgeschichtliche Wirkung der Gestalt Jesus in den Blick nimmt, steht im Mittelpunkt der fünften Heidelberger Summer School zu Musik und Religion. Die Veranstaltung mit dem Titel „Jesus: Mensch – Prophet – Messias“ findet vom 3. bis 10. Juli 2016 statt. In Vorträgen und Konzerten sollen die vielfältigen Verbindungen zwischen Religion und Musik aufgezeigt werden. In diesem Jahr beschäftigen sich die Teilnehmer zudem
„Alle Systeme, die auf die natürliche Gutherzigkeit des Menschen gegründet sind, werden für alle Zeiten davon erschüttert sein.“ Das schrieb der französische Autor Francois Mauriac in den späten 1950er-Jahren. Gemeint war die Geschichte einer unermesslichen Desillusionierung durch unermessliche Gewalt; die Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager. Man findet Mauriacs Satz in einem Buch, das sich dieser Geschichte widmet – in einer Weise, die es so noch nicht gab. Der aus München stammende, in England lehrende Historiker Nikolaus Wachsmann erzählt in seinem immensen Werk „KL“, was in den deutschen Lagern geschah.
Claus Peymann (Foto: tusk) hat den Berliner Bürgermeister Michael Müller (SPD) dazu aufgefordert, Chris Dercon als neuen Intendanten der Volksbühne zu verhindern. Müller solle einen „Fehler einsehen und korrigieren“, schrieb der Intendant des Berliner Ensembles am Dienstag in einem Offenen Brief. Müller solle sich mit Dercon einigen und ihn auszahlen. „Das kostet erheblich weniger als seine unsinnigen Pläne.“
Seit 1987 zieht das Rheingau Musik Festival sein Publikum in die Region zwischen Frankfurt, Wiesbaden und Lorch. Michael Herrmann, der Intendant des Rheingau Musik Festivals, hatte bereits Anfang der Siebzigerjahre, als er selbst in Chorkonzerten im Kloster Eberbach mitsang, die Vision von einem Festival in seiner Heimat. Nach einem Probelauf im Sommer 1987 mit zwei Konzerten in Kloster Eberbach,