Von einer vierköpfigen Findungskommission, bestehend aus Stefanie Böttcher (Leiterin der Kunsthalle Mainz), Yvette Mutumba (bis Juli Kuratorin am Weltkulturen Museum, Frankfurt/Main), Philipp Ziegler (Wissenschaftlicher Mitarbeiter am ZKM, Karlsruhe) und Julia Philippi (Erste Vorsitzende des Heidelberger Kunstvereins) wurden aus den 33 Bewerbungen sechs Kandidaten ausgewählt und zum persönlichen Gespräch eingeladen. Die endgültige Wahl trafen der Vorstand in Beratung mit zwei Vertretern des Beirats des Heidelberger Kunstvereins und dem Vertreter der Findungskommission, Philipp Ziegler. Ursula Schöndeling (Foto: Samuel Henne) überzeugte die Jury dabei mit ihrer fundierten und breiten, in langjähriger Kunstvereins-Arbeit erworbenen Erfahrung und dem ebenso engagierten wie differenzierten Entwurf eines Ausstellungsprogramms für den Heidelberger Kunstverein.
Das Gedicht ist die älteste und kleinste literarische Form, die wandlungsfähigste wahrscheinlich auch. Denn Dichtung kann unendlich viele Gewänder anlegen: schrille und unscheinbare, verspielte und ernste, bescheidene und auftrumpfende. Gedichte schärfen die Wahrnehmung, loten Banales und Hintergründiges aus, stiften Verwirrung, erfreuen und trösten.
So unterschiedlich wie die Lyrik sind auch ihre Leser (Bild: Frans Hals, lesender Knabe, entstanden 2. Drittel 17. Jh. Winterthur´sche Sammlung) mit den ihnen eigenen Vorlieben beziehungsweise Abneigungen. Verse verleiten zum Schwärmen und auch zum Streiten. Davon zeugen Lyrikzeitschriften, Festivals und Lesungen bis hin zum Wettkampf auf Bühnen.







