Der Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald (UNESCO-Geopark) hat am bundesweiten „Tag des Geotops“ wieder ein besonderes Fenster in die Erdgeschichte als „Geotop des Jahres“ ausgezeichnet. In diesem Jahr steht ein außergewöhnlicher Ort im Süden des Geo-Naturparks im Fokus: der Schlossgraben des Heidelberger Schlosses. Foto: Philipp Rothe: Landrat Christian Engelhardt vom Kreis Bergstraße (r), Vorsitzender des UNESCO-Geoparks, übergibt die Urkunde an Finanzstaatssekretärin Gisela Splett und Bürgermeister Wolfgang Erichson, die zusammen mit Dr. Carolin Butler-Manning, Mitglied der Deutschen UNESCO-Kommission, sowie Vertretern des Geoparks, der Schlossgartenverwaltung und städtischer Ämter das „Geotop des Jahres 2016“ am Sonntag, 18. September 2016, vor Ort präsentierten.
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An zwei Marathon-Wochenenden im November | Dezember) wird das Publikum in den „Faulen Pelz“ geführt. Der „Faule Pelz“ ist das historische Amtsgefängnis Heidelbergs: 8,5 Quadratmeter je Einzelzelle, 80 cm dicke Mauern aus rotem Sandstein, Schlossblick und Originaltüren aus dem 19. Jahrhundert. Das Heidelberger Gefängnis wurde in den Jahren 1847 und 1848 nach Plänen von Stadtbaumeister Ludwig Lendorff erbaut und zählt zu den ältesten Gefängnisbauten Deutschlands. „Fauler Pelz“ heißt es im Volksmund seiner Adresse wegen,
Der Heidelberger Bergfriedhof ist der größte Friedhof in Heidelberg und zählt weithin zu den schönsten Ruhestätten. Zahlreiche Grabmäler bedeutender Persönlichkeiten liegen auf verschlungenen Wegen inmitten alter Bäume – ein einzigartiges Landschaftsbild. Der neue Bildband von Peter Born „Der Heidelberger Bergfriedhof. Harmonie von Natur und Kultur“ fängt diese besondere Atmosphäre des 170 Jahre alten Friedhofs in ausdrucksstarken Fotos ein. Es zeigt den einmaligen Parkcharakter des Friedhofs im Wandel der Jahreszeiten und motiviert dazu, das 23 Kilometer lange Wegenetz des Friedhofs selbst zu erkunden.
Eine in die Jahre gekommene Fünferbande, drei Männer, zwei Frauen, stellt bei einer Bonner Institution den Antrag auf Förderung des Projekts „Zwischen Biologie und Humanwissenschaften: Zum Problem der Entfaltung luxurierender weiblicher Sexualität auf dem Weg von den Hominiden-Weibchen zu den Homo-sapiens-Frauen aus evolutionstheoretischer Sicht mit ständiger Rücksicht auf die Naturphilosophie des Deutschen Idealismus“. Peer Sloterdijk skizziert das Unternehmen in Form eines klassischen Briefes, worauf die Mitstreiter per E-Mail antworten und auf diese Weise einen regen Austausch untereinander von mehr oder weniger intimen Überzeugungen und Geständnissen in Gang setzen. (Man begegnet sich persönlich nur kurz in Bonn und Karlsruhe nach dem erwartbaren Ablehnungsbescheid, und dabei kommt es zu unerwarteten Gemengelagen). Die (kulturellen und erotischen) Abenteuer der angeblich nur auf das Projekt konzentrierten Runde präsentieren sich als subjektiv gefärbte Erzählungen, die geprägt sind durch die (intimen) Lehrjahre der Zeit nach 1968: (mehr …)
Bereits zum fünften Mal heißt es beim Neckar-Musikfestival „Die andere Moderne – Musik für Hörer“.
Dieses Konzertformat, vom Festivalleiter in Zusammenarbeit mit dem Dortmunder Pianisten Rainer Maria Klaas entwickelt, versucht eine stabile Brücke zwischen zeitgenössischen Komponisten und Hörern zu schlagen.
Am 8. September 2016 um 19.30 Uhr tritt Rainer Klaas in der Heidelberger Galerie Melnikow wieder mit einem bunt gemischten Programm „neuer“ Stücke, allesamt Heidelberger Erstaufführungen, vors Publikum. Vom Altmeister Hans Günther Allers über den emeritierten Kompositionsprofessor Klaus Hinrich Stahmer, den Stuttgarter Georg Lawall, den Berliner Hans Friedrich Ihme, den Münchner Andy Lutter oder den Dortmunder Johannes B. Marks bis hin zur stilistischen Grenzgängerin Ulrike Haage sind zahlreiche Stilrichtungen und pianistische „Gangarten“ im Spiel.
Im Rahmen des Konzerts „Kurpfälzisches Arkadien“ der Heidelberger Sinfoniker hält Bürgermeister Dr. Joachim Gerner eine Laudatio auf den Jubilar: „Mit seinen zeitgenössischen Kompositionen ist Lohrmann in Heidelberg Teil einer musikalischen Avantgarde. Er hat seinen eigenen Stil entwickelt, indem er beispielsweise traditionelle harmonische Strukturen mit Elementen der Zwölftontechnik von Arnold Schönberg kombinierte“, wird Dr. Gerner – unter Anderem – sagen. Das Konzert findet am Freitag, 9. September 2016, um 20 Uhr in der Peterskirche unter der Leitung von Reinhard Goebel statt.
Lohrmann wurde 1936 in Karlsruhe geboren. 1948 bis 1952 sang er bei den Regensburger Domspatzen. Er studierte an der Musikhochschule Karlsruhe bei Gerhard Nestler und privat bei Otto Mazerath, bei dem er das Dirigieren erlernte. 1964 begann er ein weiteres Studium am Evangelischen Kirchenmusikalischen Institut Heidelberg und anschließend ein Aufbaustudium bei dem Komponisten Wolfgang Fortner.
2005 verhinderte das Eingreifen der Sammlung Prinzhorn die Entsorgung des Kunstwerks, 2016 wird es ausgestellt im New Museum, dem zeitgenössischen Kunstmuseum in Manhattan: Das „Weltrettungsprojekt“ von Vanda Vieira-Schmidt (*1949) ist bis zum 25. September ein Exponat der Ausstellung „The Keeper“, einer Schau, die persönliche Sammlungen und ungewöhnliche Konvolute der unterschiedlichsten Art präsentiert. Darunter ist auch das „Weltrettungsprojekt“, eine beeindruckende Menge von mehr als 500.000 DIN A4-Blättern, die einen Tisch mit Stuhl vollständig verschlingt.
Die Spielzeit 2016|17 am Theater und Orchester Heidelberg hat begonnen. Nach der offiziellen Begrüßung aller Mitarbeiter durch Kulturbürgermeister Dr. Joachim Gerner und Intendant Holger Schultze starteten am 05.09. die Kollegen aller Sparten und Bereiche und machten sich an die Aufgaben für die neue Theatersaison. Neben den Proben für die ersten Premieren und Wiederaufnahmen laufen bereits jetzt die Vorbereitungen für ein Projekt der ganz besonderen Art. Noch nie wurde das ehemalige Gefängnis in Heidelberg „Der faule Pelz“ zum Theaterspielort umgewandelt. Mit „In deinem Pelz“ entwerfen Bernhard Mikeska und Alexandra Althoff einen Abend für das historische Amtsgefängnis in der Heidelberger Altstadt über Zwangs-gemeinschaften und das Eingesperrtsein.
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Am Montag, 05. September, trafen sich die Mitarbeiter des Theaters und Orchesters Heidelberg im Alten Saal. Der Bürgermeister für Familie, Soziales und Kultur der Stadt Heidelberg, Dr. Joachim Gerner, sowie Intendant Holger Schultze eröffneten die neue Spielzeit 2016|17. Sie begrüßten gemeinsam mit der Verwaltungsleiterin Andrea Bopp die Mitarbeiter aller Abteilungen und Sparten. Dazu zählen ca. 50 neue Mitglieder in den verschiedenen Bereichen zu Beginn dieser Spielzeit zusammen mit den Auszubildenden, den FSJ´lern (Freiwillies Soziales Jahr leistende) und Gäste (Foto: Annemone Taake).
Vor 100 Jahren, im Mai 1916, verstarb der 1873 in der Oberpfalz geborene, deutsche Komponist, Pianist, Organist und Dirigent Max Reger. „Katholisch bis in die Fingerspitzen“, entwickelte er eine besondere Affinität für protestantische Choräle, die ihn mit seinem großen Vorbild Johann Sebastian Bach verband. Reger entdeckte die alten barocken Gattungen wieder und entwickelte sie auf sehr eigenständige Weise weiter. Er gilt als Vollender der Bach’schen „chromatischen Polyphonie“. Der deftige Reger trug als Dirigent paradoxerweise dazu bei, das vielleicht feinsinnigste französische Orchesterwerk der Jahrhundertwende, Debussy’s Prélude à l’après-midi d’un faune, in Deutschland bekannt zu machen. Obwohl Reger sich selbst als reaktionär bezeichnete, hat er dennoch entscheidend die avantgardistische Zweite Wiener Schule beeinflusst.
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