Philosophieren, sagt Cicero, sei nichts anderes, als sich auf den Tod vorbereiten. Studieren und Nachdenken ziehen unsere Seele von uns selber ab und weisen ihr eine unkörperliche Aufgabe zu, die eine Vorbereitung auf den Tod ist und Ähnlichkeit mit ihm hat; aber es heißt auch, dass alle Weisheiten und (fast) alles Reden darauf hinauslaufen, uns zu lehren, den Tod nicht zu fürchten. (mehr …)
Es ist ein Teil guter deutscher Tradition, ein Wort wie (und wäre das „nur“ Presse-) Freiheit nicht für sich allein stehen zu lassen.
Ruft da wer „Freiheit“, egal was für eine solche gemeint ist, schon gesellt ein anderer „Ordnung!“ hinzu; und, wer da klug ist, redet gleich von „Freiheit und Verantwortung“ oder preist die Freiheit, warnt jedoch im gleichen Atemzug vor ihrem Missbrauch, wäre es auch nur, einen auf einen Anrufbeantworter draufgerotzten Text zu veröffentlichen.
30 Jahre nach Verabschiedung der UN-Kinderrechtskonvention am 20. November 1989 hat sich die Situation der Kinder weltweit an vielen Stellen verbessert. Die Kindersterblichkeit ist deutlich zurückgegangen, die Zahl der Kinder, die nicht zur Schule gehen, hat sich seitdem von 120 Millionen auf jetzt 64 Millionen knapp halbiert. (mehr …)
Vorzeiten meinte im Gespräch mit Einwohnern von Heidenau Vizekanzler Sigmar Gabriel, wo Ossis gerade mal wieder nicht lange mit Ausländern fackeln sondern sie abfackelten und so auf ihre Weise „aufräumten“: „Ihre Sorgen“ – so der Vizekanzler – müsse „man zwar ernst nehmen, aber das“ sei „kein Grund, mit diesen Spinnern, mit diesem Pack zu demonstrieren“.
„Der rasende Mob – Die Ossis zwischen Selbstmitleid und Barberei“. Nichts, aber auch gar nichts hat sich seither geändert. Im Ossiland, in Clausnitz, Bautzen (Bild) und Heidenau hat sich die rassistische Stimmung in aller Deutlichkeit gezeigt. – Ach ja, die Kanzlerin war gerade mal eben in Chemnitz und auch dies muss einem bei der Gelegenheit einfallen dürfen: Bautzen ist eine Partnerstadt von Heidelberg. Aber:
Geht es um die Frage, warum es immer noch so wenig Frauen in der IT gibt, kommt früher oder später das Argument, dass Frauen nicht eben zur Logik veranlagt seien. Kann die niedrige Zahl von Frauen in dieser Branche tatsächlich mit der Biologie erklärt werden? Eigentlich (sic) stimmt das – natürlich – nicht. Zwar bedingen körperliche Voraussetzungen, wie bestimmte Hormone, die Ausprägung bestimmter Talente. Wie man aber zum Beispiel aus Mathe-Schultests erkennen kann, ist der Unterschied bei weitem nicht so groß, dass er als Erklärung für den geringen Frauenanteil in der IT dienen könnte. (mehr …)
Welche Lobbyakteure haben einen ungehinderten Zugang zum Deutschen Bundestag? Eine abgeordnetenwatch – Klage brachte gerade die Namen von hunderten Konzernen, Kanzleien und Verbänden ans Licht.
Nun hat ein Wissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum die Daten ausgewertet – sein Befund: Im Parlament herrscht „ein großes Übergewicht wirtschaftlicher Interessen“. Begünstigt wurde dies lange Zeit auch durch eine wenig bekannte Hintertür.
Die Giordano-Bruno-Stiftung (gbs) ist eine Denkfabrik für Humanismus und Aufklärung, der sich viele renommierte Wissenschaftler, Philosophen und Künstler angeschlossen haben. Inzwischen wird die Stiftung von mehr als 10.00 Fördermitgliedern sowie 50 Regional- und Hochschulgruppen unterstützt. Ziel der gbs ist es, eine tragfähige humanistische, rationale und evidenzbasierte Alternative zu den traditionellen Religionen zu entwickeln und ihr gesellschaftlich zum Durchbruch zu verhelfen.
Hinter dieser Zielsetzung steht die Einsicht, dass wir die komplexen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts nicht mit den religiösen Vorstellungen der Vergangenheit meistern können. (mehr …)
An Ermunterung und anteilnehmendem Interesse durch den damaligen Vorzeige-Herrscher der Aufklärung Friedrich den Großen an Voltaires Stück (Link am Ende des Beitrags), das von einem Kameltreiber handelt, der vorgeblich Kontakt zu einem Erzengel hatte und sich fortan Prophet nannte, fehlte es wahrlich nicht: Für den Westen geht es seit geraumer Zeit ans Eingemachte. (mehr …)
Derweil in Doha die Sportler um Höchstleistungen ringen, bemüht sich „der Regierende“ im Weißen Haus an immer neuen Minderleistungen – geistiger Art. „Herr“ – möchten wir ihm zusammen mit Klaus Staeck (©) zurufen – „laß Hirn regnen.“ In den vergangenen Tagen nämlich belegte US-Präsident Donald Trump die Welt vor allem mit immer neuen hochgeistig-bodenlosen Ergüssen per Twitter. Wir möchten ihn nur ungern zitieren, deshalb nur ein Tweet, exemplarisch, vom Freitag:
„Mitt Romney wusste nie, wie man gewinnt. Er ist ein aufgeblasener ‚Arsch‘, der mich von Anfang an bekämpft hat (…)“. (mehr …)