Der Republik Räderwerk ist (im Gegensatz zu jenem im Bild) in Unwucht geraten – schon einige Zeit läuft es nicht mehr rund.
Jetzt macht sich zunehmend Unzufriedenheit breit und jede Menge Angst – vor einer Zukunft mit Inflation und sozialem Abstieg, vor Depression, gesellschaftlicher Bedrohung und Kriegen – nicht nur anderswo.

Entscheidend für die Energieversorgung: Der Gasspeicher Rehden ist Deutschlands größter Speicher, in dem ein Fünftel der deutschen Speicherkapazitäten gelagert werden können
Es ist ein Paukenschlag. Wirtschaftsminister Robert Habeck hat Moskau den berüchtigten, derzeit leeren Gasspeicher per Verordnung endgültig entrissen – und festgelegt, wie er gefüllt werden soll. Am frühen Mittwochabend, kurz nach dem Kanzler, tauchte Robert Habeck (Grüne) noch in den Hallen der Station Berlin nahe dem Gleisdreieck auf. Vor mehr als 1500 Managern sprach der Wirtschafts- und Klimaminister bei dem Kongress des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) über Vorsorge in einer einmaligen Situation, über Erneuerbare Energien, über Wasserstoff – und über Gas als möglichst kurze Brücke. 2030, sagte Habeck, solle der „Peak“, die Spitze des Gasverbrauchs in Deutschland erreicht sein.
Seit dem 13. Jahrhundert hängt an der Wittenberger Stadtkirche ein antisemitisches Relief. Es darf hängen bleiben, wie nun der Bundesgerichtshof entschieden hat. An ihrem inhaltlichen Urteil über die „Wittenberger Judensau“ allerdings ließen die Richter keinen Zweifel. Von Anfang an habe das Relief immer nur der Diffamierung und Verunglimpfung von Juden gedient, so der Bundesgerichtshof. Es sei kaum eine bildliche Darstellung denkbar, die unserer Rechtsordnung in höherem Maße widerspreche.
Szenen aus der Vergangenheit der Erde: Lava strömt während des Ausbruchs im Jahr 2010 aus dem isländischen Vulkans Eyjafjallajökull (Bild) und ergießt sich in eine Schlucht, die im Laufe der Jahrhunderte durch die Verschiebung der tektonischen Platten entstanden und von Gletscherwasser ausgehöhlt worden ist.
Richard Löwenherz, offiziell Richard I., kam im Jahr 1157 als dritter Sohn des englischen Königs Heinrich II. und dessen Ehefrau Eleonore zur Welt, und wurde 1189 nach mehreren dynastischen Kämpfen zwischen den Brüdern und dem Vater zum König von England gekrönt. Der englischen Krone gehörten zu dem Zeitpunkt dank geschickter Heiratspolitik sämtliche französischen Küstengebiete an Kanal und Atlantik bis hinunter zur spanischen Küste. Das führte verständlicherweise zu großen Spannungen mit dem französischen König Philipp II., der diese Gebiete als ureigenes französisches Gebiet betrachtete, aber nur über ein kleines Krongebiet um Paris herum herrschte.
Soweit wir wissen, ist die Sonne der einzige Stern in der Milchstrasse, der Bewusstsein hervorgebracht hat. Doch das Leben, wie wir es kennen, hat ein Ablaufdatum – und das haben wir schon relativ bald: Entstanden nämlich ist die Sonne in einer Zeit, in der Sterngeburten bereits schon eine Seltenheit waren. Das Universum war um 9 Milliarden Jahre alt, als sie ihre ersten Lichtstrahlen auf die Reise schickte – und unzählige Sterngenerationen waren zudem vor ihr gekommen. Ein regelrechter stellarer Babyboom hatte bereits 5 Milliarden Jahre vor ihr eingesetzt und war schon lange wieder abgeklungen.
Andere Zeiten: Vor 50 Jahren führte die
Fast vergessen ist angesichts des Grauens von Putins Überfall der Ukraine, wie schmählich die westlichen Länder in diesem Jahr schon mal versagten: nämlich in Afghanistan.
Wir werden auch in Zukunft von einer höheren Gewalt geprüft und bestraft werden. Einer wird nicht müde, uns solche Heimsuchung zu verkünden, als läse er uns gemäß seinem Hochamt die Leviten, die im Alten Testament Verhaltensregeln, Moralvorstellungen und Opferriten für Priester und Gläubige definierten. Strafpredigten und Zurechtweisungen folgten häufig im Anschluss an das Leviten-Lesen in früheren Zeiten. Heute ist das in den politischen Milieus ähnlich hoch angesehen, nur ist der Grad sozialer Ächtung bei Zuwiderhandlung anders gewichtet. Zumindest ist die dünkelhafte Zurechtweisung als dialektische Geste bei Amts-Strebern heute quer durch die Parteien höchst beliebt.