Wenn sich seine Thesen als richtig herausstellten, sähen wir uns mit einer literarischen Sensation konfrontiert: Hermann Detering führt den Indizienbeweis, dass die „Bekenntnisse“ des Augustinus, vermeintlich der erste autobiographische Text der Weltliteratur, eine mittelalterliche Fälschung sein könnten.
Wer meint, dass Bibliotheken helle und sympathische Orte sind, wo in gemütlichen Lesesälen in gedämpftem Licht edel eingebundene Bände in schönen Regalen stehen, der wird sich wundern. In Bibliotheken lauern Tod und Verfall! Eric W. Steinhauer zeigt in »Büchergrüfte. Warum Büchersammeln morbide ist und Lesen gefährlich« die Nachtseite der Büchersammlungen. Sein spannendes und amüsantes Sachbuch erscheint am 13. August im Lambert Schneider Verlag. Nähere Informationen finden Sie hier:
Der Wert der Toleranz wird in der westlichen Zivilisation ganz groß geschrieben. In Amerika und Europa wird das Recht auf religiöse Freiheit, persönliche Meinungen und freie Entfaltung sogar explizit in den Verfassungen festgehalten. Warum aber standen dann bei den Terroranschlägen von Breivik und den Mordtaten der NSU trotzdem reflexartig Muslime im Verdacht? Und: wie weit ist es dann tatsächlich her mit der Toleranz? Dieser hochbrisanten Frage widmet sich Martha Nussbaum in ihrem neuen Buch »Die neue religiöse Intoleranz«, das im August bei der WBG erscheint. Nähere Informationen finden Sie hier.
Hans-Martin Tillack hat ein Sittenbild der Entscheidungsträger geschrieben und ruft „Die korrupte Republik“ aus. Denn: In der Korruptionsbekämpfung ist Deutschland ganz weit hinten. Heidelberg – nota bene – auch
Fragen an den Autor und eine Leseprobe:
Über die Frage, seit wann es Staaten gibt und wo ihre Ursprünge liegen gibt es viele konträre Meinungen. Ist die Entstehung des Staates allein ein Konstrukt der Neuzeit, wie Vertreter des öffentlichen Rechts behaupten, oder gab es bereits weit in der Vergangenheit zurückliegend erste Staatsformen, wie sie Ethnologen, Archäologen, Historiker und Soziologen zu erkennen glauben? Der Diskurs wird von jeder der Disziplinen isoliert geführt – eine schlechte Voraussetzung für die Findung einer umfassenden Theorie. Stefan Breuer führt in »Der charismatische Staat. Ursprünge und Frühformen staatlicher Herrschaft« nach 25 Jahren intensiver Forschungsarbeit die Erkenntnisse der verschiedenen Fachrichtungen zu einem klaren Bild zusammen. Sein Buch erscheint im August bei der WBG.
Zeithistoriker Großbölting legt erste historische Gesamtschau zu Religion in Deutschland seit 1945 vor – Heutige Religionspolitik verharre in den 1950ernPolitik und Kirchen in Deutschland verharren nach einer Studie von Zeithistoriker Prof. Dr. Thomas Großbölting religionspolitisch in den 1950er Jahren. Die Kirchen würden nach damaligem Modell noch immer staatlich bevorzugt, obwohl eine Vielzahl an Religionen hinzugekommen sei. „Ein christliches Deutschland gibt es nicht mehr, die Zahl der religionspolitischen Konflikte wächst“, so der Forscher des Exzellenzclusters „Religion und Politik“ der Uni Münster.
Friedrich Pfäfflin versammelt Berichte von Weggefährten und Widersachern.
Vor nicht allzu langer Zeit befand Marcel Reich Ranicki auf eine Leserfrage nach der heutigen und vor allem künftigen Wirkung von Karl Kraus, dass es damit nicht so weit her sei; diese Feststellung wurde ohne einen Ober- oder Unterton des Bedauerns getroffen. Ein kurzer Blick auf den Buchmarkt zeigt, dass die Diagnose haltlos ist. (mehr …)
Die CDU/CSU-Fraktion im Bundestag hat eine Gesetzesvorlage eingebracht, mit dem sie eine Verschärfung des sogenannten „Gotteslästerungsparagraphen“ §166 StGB erreichen will (Drucksache 14/4558). Wie u.a. der Fall des in den neunziger Jahren verbotenen Musiktheaterstücks von Frank Zappa „Das Maria-Syndrom“ gezeigt hat, gefährdet der Paragraph bereits in seiner jetzigen Fassung die verfassungsrechtlich garantierte Meinungs- und Kunstfreiheit. Mit einer weiteren Verschärfung des Paragraphen könnte missliebige, aber berechtigte Kritik in Zukunft noch willkürlicher als bisher verhindert werden. (mehr …)
Heute vor fünf Jahren starb der große Philosoph. Wir erinnern uns vieler Stunden mit ihm in Heidelberg in der Grabengasse und gedenken seiner, indem wir sein Hauptwerk (versuchen) in Erinnerung bringen. (mehr …)
