Als Korrespondent für den ›SPIEGEL‹ zieht Hasnain Kazim nach Islamabad und erlebt ein mehr als widersprüchliches Land. Wie bewältigt man den Alltag unter ständiger Terrorbedrohung? Wie ertragen die Arbeiterfamilien die sklavenähnlichen Lebensbedingungen? Was hält ein Land zusammen, in dem es so viele religiöse Extremisten gibt? Schon bald werden in Pakistan mehr als zweihundert Millionen Menschen leben; zwei Drittel sind jünger als dreißig und haben keine Perspektive.
Wer schon Varoufakis nicht mochte, wird Schuberth hassen …
„Athen muss zerstört werden“, auf diese Formel brachte der Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman – in Anlehnung an Catos Aufruf zur Vernichtung Karthagos – die Agenda der Troika gegenüber Griechenland und dessen neuer Regierung. Keinen Zweifel daran hegt auch Richard Schuberth, und weiß das wortgewandt zu begründen. In einem wetterleuchtenden Essay reflektiert er eine Gesamtschau der medialen Hetze, mentalen Gleichschaltung und der Hybris einer Macht, die sich als Totengräber von Demokratie, europäischer Solidarität und sogar jener Marktwirtschaft hervortut, die sie zu verteidigen glaubt.
Sind Sie erholt? Ist vorerst genug gebadet, Weißwein getrunken, Sommernacht geträumt?
Sind Sie bereit für eine neue Runde?
Wir jedenfalls sind quasi auf alles gefasst und erlauben uns, Sie auf einige Neuerscheinungen und Veranstaltungen hinzuweisen:
Aber erst mal dies alles
(mehr …)
Pierrot, Mimile und Antoine, drei Siebzigjährige und Freunde seit ihrer Kindheit, haben sehr wohl begriffen, dass Altwerden die einzige bekannte Methode ist, nicht zu sterben. Auch auf die Gefahr hin, dass sich ihre Zeit auf Erden noch ein wenig hinziehen wird, sind sie fest entschlossen, dies mit Stil zu tun: Immer ein Auge auf die Vergangenheit, die nicht mehr existiert, während das andere eine Zukunft unter die Lupe nimmt, die immer unsicherer wird. Eine Sozialkomödie mit einer ordentlichen Portion Klassenkampf! Und ein Aufeinandertreffen verschiedener Generationen, das als Road-Movie in der Toskana beginnt, in der Antoine zu zeigen versucht, dass man niemals zu alt ist, um ein Verbrechen aus Leidenschaft zu begehen.
In der „Villa Gründgens“, dem Weimarer Alterssitz für Bühnenkünstler, wird die Probenarbeit des „Schiller-Zirkels“ jäh unterbrochen: Aus der greisen Theatergruppe stirbt unter mysteriösen Umständen einer nach dem anderen. Roman Kaminski, Kutscher und Stadtführer in der Goethe-Stadt, sieht sich gezwungen, der rätselhaften Todesserie auf den Grund zu gehen. Doch der ehrgeizige Kommissar Westphal scheint Kaminski in der Hand zu haben, der zu allem Überfluss auch noch zwischen zwei Frauen steht.
„Wer nicht genauso an den Führer glaubte wie ich, war nicht mehr mein Freund“, erinnert sich eine der Autorinnen des Buches. Die Propaganda der Nationalsozialisten hatte mehr noch als bei Erwachsenen ganze Arbeit bei Kindern geleistet. Sie waren stolz auf ihre Uniformen, stolz auf ihre Aufgaben bei Jungvolk oder BDM. Der „Kampf um das deutsche Vaterland“ war Ehrensache für sie. Doch dann fielen immer mehr Bomben auf Deutschland, verloren immer mehr Familien ihr Zuhause. Am Ende durfte auf die Flucht gerade mal die Puppe mitgenommen werden.
Die Synagoge – bei einem solchen Titel sind Auskünfte über das Judentum zu erwarten, über jüdische Religiosität und Bräuche – und in der Tat, hierin erweist sich Chaim Nolls Roman als enzyklopädisch. Sein Wissen ist enorm. Nur gut, dass die Auskünfte meist mit der Handlung verwoben bleiben. Selbst die detaillierten Schilderungen anti-israelischer Anschläge in den Jahren der Intifada sprengen nur selten den Handlungsrahmen.
„Der Habicht war all das, was ich sein wollte: ein Einzelgänger, selbstbeherrscht, frei von Trauer und taub gegenüber den Verletzungen des Lebens.“ Helen Macdonald
* 1 in Großbritannien
* NEW YORK TIMES Bestseller
* Das preisgekrönte Buch jetzt auf Deutsch
»Um einen Greifvogel abzurichten, muss man ihn wie einen Greifvogel beobachten, erst dann kann man vorhersagen, was er als Nächstes tun wird. Schließlich sieht man die Körpersprache des Vogels gar nicht mehr –
Diese Anthologie vereint literarische und autobiografische Kindheitserinnerungen von insgesamt 28 Autoren aus Polen und Berlin-Brandenburg. In Gedichten, Kurzgeschichten, Romanauszügen und Biografien erleben die Leser vielschichtige Innen- und Außenwelten – aufgefächert in Hoffnungen, Visionen, Verwandlungen und Lasten, jeweils im Spiegel der Lebenszeit der Autoren, vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis heute. Autoren, die mit unterschiedlichsten künstlerischen Verarbeitungsweisen der als Kind erlebten Zwänge und Befreiungsversuche zeitliche und räumliche Grenzen überschreiten.

