Wer zum Valentinstag noch nicht den Partner fürs Leben gefunden hat, sollte nicht verzweifeln. Er oder Sie ist zumindest nicht allein. Zahlreiche Singles verbringen den 14. Februar allein. Warum eigentlich? Warum ist es so schwer, den oder die Richtige zu finden? War das schon immer so? Antworten auf diese Fragen bietet Annegret Braun in ihrem neuen Buch »Mr. Right und Lady Perfect« “In dieser Kulturgeschichte der Partnersuche zeigt Braun, dass der perfekte Partner auch vor Jahrhunderten nicht ganz leicht zu finden war. Ihre Empfehlung: Gelassen bleiben. Statt den einen perfekten Partner zu suchen, sollte man nach jemandem Ausschau halten, „der zwar nicht perfekt ist, aber passend, Mr. Right und Lady Perfect mit einigen Kratzern und Lebensspuren.“ Das Buch erscheint am 2. Februar im Lambert Schneider Verlag.
Mit dem Projekt Bibliothek verbrannter Bücher gedenkt das Zentrum Potsdam der Autoren, deren Schriften 1933 von den Nationalsozialisten verbrannt und verboten wurden und die heute zum großen Teil in Vergessenheit geraten sind.
Nachdem schon die zunächst angedachte Zahl von etwa 300 in die Edition aufzunehmenden Titel bedeutet hätte, nur einen Ausschnitt der tatsächlich von den Bücherverbrennungen betroffenen Literatur präsentieren zu können, entschied sich das MMZ „ausschließlich aus Gründen der Finanzierbarkeit“ dazu, auf den Weg gebrachte Projekt in einer Auswahl von 120 Bänden zu realisieren.
Vor 120 Jahren erklärten die Deutschen Südwest-Afrika zu ihrem ersten „Schutzgebiet“. Vor 100 Jahren wehrten sich die Menschen vor Ort. Der „Aufstand“ der Herero und der jahrelange Guerillakrieg der Nama richteten sich gegen die brutale Kolonialunterdrückung, den ersten deutschen Völkermord und die Errichtung der ersten deutschen KZs (inkl. medizinische Menschenversuche).
Eine bei uns heute verdrängte Generalprobe für die Widerlichkeiten des Dritten Reiches – für uns fingen die bösen Deutschen ja erst mit Hitler an.
Walsers neuer Roman als Summe und Bilanz: „Mit der Unwahrheit ein Glückskunstwerk zu schaffen, das ist die menschliche Fähigkeit überhaupt.“ Wer sagt das? Den Widerstreit von Interessen jedenfalls hat er hinter sich gelassen, Gegner und Feinde auch, sein Wesenswunsch ist, sich herauszuhalten, zu schweigen, zu verstummen.
In seinem neuen Buch „Ernstfall Frieden“ geht der bekannte Militärhistoriker und Friedensforscher der Frage nach, welche Lehren die Deutschen aus den Erfahrungen der beiden Weltkriege gezogen haben. Statt den Krieg weiter als eine „Kulturerrungenschaft“ zu feiern und als Option bzw. „Ernstfall“ zu betrachten, vertreten sie heute überwiegend pazifistische Standpunkte und lehnen – wie Meinungsumfragen offenbaren – eine militärisch instrumentierte Machtpolitik ab.
„Wahrscheinlich ist dies Buch das schönste Buch des vergangenen Jahres“. Herausgeber ist Ulrich Johannes Schneider, der Direktor der Leipziger Universitätsbibliothek. Dort ist auch noch bis zum 29. Januar 2017 die Ausstellung geöffnet, zu der dieses Buch gehört. Bei beiden geht es um die Erfindung der gedruckten Buchseite. Die jetzt – ein halbes Jahrtausend später – dabei ist, wieder abgeschafft zu werden. Die Buchseite ist zu einem abgeschlossenen Sammelgebiet geworden, gleich nach der DDR und der Sowjetunion. Für eine jede noch zu schreibende neue Geschichte der Anfänge liefert „Textkünste“ ein unverzichtbares Exempel.
Die „Heidelberger Schlossgespräche“ haben sich in den letzten fünf Jahren als Dialogforum zum Thema Baukunst etabliert. Nun gibt es sie auch zum Nachlesen: Die neue Buchreihe „Heidelberger Schlossgespräche – Reden über Architektur“ dokumentiert die Vorträge und Diskussionsrunden der bisherigen Veranstaltungen.
Die junge Pip Tyler weiß nicht, wer ihr Vater ist. Das ist keineswegs ihr einziges Problem: Sie hat Studienschulden, ihr Bürojob in Oakland ist eine Sackgasse, sie liebt einen verheirateten Mann, und ihre Mutter erdrückt sie mit Liebe und Geheimniskrämerei. Pip weiß weder, wo und wann sie geboren wurde, noch kennt sie den wirklichen Namen und Geburtstag ihrer Mutter. Als ihr eines Tages eine Deutsche beim „Sunlight Project“ des Whistleblowers Andreas Wolf ein Praktikum anbietet, hofft sie, dass der ihr mit seinem Internet-Journalismus bei der Vatersuche helfen kann.
Sie stellt ihre Mutter vor die Wahl: Entweder sie lüftet das Geheimnis ihrer Herkunft, oder Pip macht sich auf nach Bolivien, wo Andreas Wolf im Schutz einer paradiesischen Bergwelt sein Enthüllungswerk vollbringt. Und wenig später bricht sie auf.
Die Entscheidung für Bob Dylan als Literaturnobelpreisträger soll unkonventionell und zeitgemäß wirken. In Wahrheit jedoch sei sie Ausdruck von Desinteresse, von Unsicherheit und vielleicht sogar von Arroganz. Das genau, nämlich arrogant zu sein, werfen nun sowohl die den Preis verteilenden Mitglieder der Schwedischen Akademie Bob Dylan vor – weil der den Preis nicht entgegengenommen hat – wie auch das Gremium eben drum dem „Preisverweigerer“.
Jahrzehntelang ist kein umfassendes Werk mehr zum Heidelberger Schloss und seiner Baugeschichte erschienen, jetzt kann das Buch des Architekturhistorikers Julian Hanschke erworben werden – als seinen Preis allemal wertes Weihnachtsgeschenk vielleicht …
Vor fünf Jahren hat sich der Autor auf einen langen, in vielfacher Hinsicht steinigen Weg der Selbstausbeutung begeben; er musste – zumindest – geahnt haben, was da auf ihn zukommt, worauf er sich mit dieser Arbeit eingelassen haben würde. Am Ende dann aber kam ein nicht nur fulminantes, sondern ein auf- und anregend großartiges Buch heraus, das nicht zu Letzt der vielfältigen Betrachtungsweise wegen alles in den Schatten stellt, was je zum Heidelberger Schloss erschienen ist. Die Idee dazu ist aus einem Projekt am Institut für Kunst- und Baugeschichte der Fakultät für Architektur am Karlsruher Institut für Technologie entstanden. Die Realisierung wurde sowohl von der Stadt Heidelberg wie auch von den Staatlichen Schlössern und Gärten Baden-Württemberg unterstützt. Eindrucksvoll und noch nie zu sehen: viele dreidimensionale Rekonstruktionen der Bauphasen vom mächtigen weltbekannten Heidelberger Schloss.
