Mit Verärgerung reagiert die Stadt Heidelberg auf den RNZ-Beitrag vom 17. Januar über angebliche Pläne zu einem Stadthallenanbau. Der Beitrag greift in einen zurzeit sehr behutsam und bewusst bisher nicht öffentlich geführten Dialog zwischen Stadtverwaltung und Gemeinderat ein. (mehr …)
In einem Interview erzählte Laith Al-Deen einmal, er wolle mit seiner Musik „Assoziationen und Gefühle beim Zuhörer wecken“. Die Leute, so sagte er, „sollen sich fallen lassen und ihre Alltagssorgen – wenn auch nur für kurze Zeit – vergessen“. (mehr …)
Ein Ministerpräsident, der Anstandsregeln in der Bild-Zeitung veröffentlicht, gibt zu erkennen, dass er anstandslos, nämlich brutalstmöglich um den Machterhalt kämpfen will. (mehr …)
Musik und Comics haben schon seit geraumer Zeit ein Verhältnis. Die Geschichte der Bildgeschichte beginnt mit einem Musikcomic – Wilhelm Buschs „Der Virtuos“ von 1865. Busch bildet hier erstmals wirklich dynamische Bewegungsabläufe ab, nämlich das genialisch-exaltierte Gefrickel des Klavierspielers, und erfindet so den Genre-Archetyp.
Bleibt zu wollen, dass dies Gremium von der Verwaltung nicht in ähnlicher Weise als Feigenblatt benutzt wird, wie das für das Gremien Bezirksbeirat noch immer gilt. Und, wenn sogar gemeinderätliche Ausschüsse vom entsendenden Gemeinderat oft genug als Ausschuss ge- und behandelt werden, dann werden es die jungen Leute wahrlich nicht leicht haben. Bleibt zu guter Letzt zu hoffen, daß der (nicht mehr so ganz) neue OB durchhält, und die diversen, mal sich in dieser, mal jener Gemeinderatsfraktion und in Teilen der Verwaltung etablierten Augiasställe auszuräumen die Kraft behält. Das mag i h m der frisch gewählte Jugendgemeinderat wünschen. Zum Wohl der Stadt … (mehr …)
Ein Fremdwort macht Karriere, unaufhaltsam vermehrt es seine Zuständigkeiten, greift von einzelnen Branchen und Sektoren der Wirtschaft auf neue Technologien und Kapitalmärkte über, steckt Buchhandel, Fitnesscenter und Ausstellungswesen an, um endlich, nach anderthalb Jahrzehnten emsiger Expansion, bis in die entlegenen Gefilde des Geistes, bis zu Literatur und Philosophie vorzudringen. (mehr …)
Wir leben in einer Zeit der Ungleichzeitigkeit: Während wir technologisch im 21. Jahrhundert stehen, sind unsere Weltbilder mehrheitlich noch von Jahrtausende alten Mythen geprägt. Diese Kombination von höchstem technischen Know-how und naivstem Kinderglauben könnte auf Dauer fatale Konsequenzen haben. (mehr …)
Vor dem Hintergrund eines globalen Verdrängungswettbewerbs entdecken auffallend viele nachdenkliche Menschen die ethischen Vorzüge des Christentums: Peter Sloterdijk prophezeit ein grausames 21. Jahrhundert. Mit Nietzsche nennt er es neo-antik, weil nun endgültig „die Wiederholung der Antike auf der Höhe der Modernität“ anstehe. (mehr …)
Mit ihrer Erziehungsoffensive – soweit eigentlich schön und gut – hat unsere Familienministerin beträchtliches Aufsehen erregt. Auf der Bundespressekonferenz erschien Frau von der Leyen, um die Gründung eines „Bündnisses für Erziehung“ anzukündigen, aber statt -wie zu erwarten – in Begleitung der Bundesbildungsministerin, mit einem Kardinal und einer Bischöfin. Diese merkwürdige Besetzung wurde so erklärt: Die Kirchen seien bei der Wertevermittlung besonders gefragt, denn unsere Kultur gründe auf christlichen Werten, und im Übrigen stellten sie die meisten Kindergartenplätze; so böten sie die Chance der größten Breitenwirkung bei der moralischen Erziehung im besonders wichtigen frühkindlichen Alter. Der Ausschluss der anderen Religionsgemeinschaften sowie der nichtkirchlichen Trägerschaften in diesem Bereich rechtfertigte man pragmatisch; sie alle könnten später hinzustoßen. Zunächst jedoch handle es sich um ein Bündnis „auf der Basis christlicher Werte“. (mehr …)
Ab und Zu Wanderung
Zur Ideographie von Heimatflucht
„Nichts Menschliches ist mir fremd“: das Credo des Stoikers ist längst zum Fluch des Kulturalisten geworden. Wie soll ich, wenn mir nichts mehr fremd ist, noch auf Menschliches neugierig sein? Mich davon faszinieren lassen oder es wenigstens respektieren? Meine Identität und Würde behaupten und gegebenenfalls für die des Anderen kämpfen? (mehr …)