Vom 25. Oktober 2017 bis 25. Februar 2018 zeigt das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma die zweisprachige Sonderausstellung „45 Jahre Bürgerrechtsarbeit deutscher Sinti und Roma“ in seinem Heidelberger Zentrum. Es werden die Meilensteine der Bürgerrechtsarbeit von der Gründung des damals „Zentral-Komitee der Sinti West-Deutschlands“ genannten Sinti-Verbands im Jahr 1971 bis zur heutigen Arbeit des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma gezeigt. Fotografien aus fünf Jahrzehnten lenken den Blick auf bekannte und bisher weniger bekannte Ereignisse der Bürgerrechtsarbeit. Begleitend zur Ausstellung lädt das Dokumentationszentrum zum Zeitzeugengespräch, zu Filmvorführungen und Buchvorstellungen in die Heidelberger Altstadt ein.
Unterschiedliche Aspekte der Begriffe „Kulturstadt und Kulturnation“ thematisieren die „Heidelberger Vorträge zur Kulturtheorie“, die im Wintersemester an der Ruperto Carola
stattfinden. Veranstaltet wird die Reihe mit Gesprächen und Konzerten von Prof. Dr. Dieter Borchmeyer, Germanist an der Universität Heidelberg, der dazu zahlreiche Gäste aus Wissenschaft und Kunst erwartet.
Die Investigativ-Reporterin Souad Mekhennet wagt sich hinter die Fronten des Dschihad und führt rare Interviews mit den Chef-Strategen des IS. Die Reporterin ist überzeugt, dass den Terror nur besiegen kann, wer die Terroristen versteht. Im Interviw eine Journalistin, die hinter den Fronten des Dschihad recherchiert. – Souad Mekhennet hat zum Beispiel Jihadi John enttarnt, jenen blutrünstigen Mörder des IS, der vor laufender Kamera Menschen geköpft hat. Sie hat mit Rekrutierern des Terrors im Westen gesprochen, genauso mit Chefstrategen des IS. Und sie hat für die Fragen, um sie stellen zu können, ihr Leben riskiert. Denn das sind Männer, deren politisches Geschäft darin besteht, auch westliche Journalisten zu foltern, zu töten, um daraus ein Propagandavideo zu drehen.
Auf einer bedrückenden Veranstaltung sprechen Aslı Erdoğan, Can Dündar und Burhan Sönmez über das Schreiben im Exil:
Unter den Straßen Istanbuls liegt ein Gefängnis. Vier Häftlinge teilen sich dort eine finstere Zelle und erzählen einander Geschichten. Unterbrochen wird der an das „Dekameron“ Boccaccios erinnernde Erzählreigen vom häufigen Ächzen der schweren Eisentür, was jedes Mal bedeutet, dass einer der vier zum Verhör abgeholt wird …
Der Journalist Emil Bobi blickt in seinem neuen Buch hinter die Kulissen des Friedensnobelpreises, begibt sich auf die Spuren der Vorwürfe um politische Korrumpiertheit und Missbrauch von Stiftungsgeldern, gibt Einblick in das glamouröse „Nobel-Unternehmen“ und beschäftigt sich mit dem Dilemma: Warum – zum Beispiel – Kandidat Edward Snowden den Preis nicht erhalten hat.
„Tyll“, der neue Roman des Erfolgsautors Daniel Kehlmann – er veröffentlichte u.a. „Die Vermessung der Welt“, „Ruhm“, „F“ und „Du hättest gehen sollen“ –, ist die Neuerfindung einer legendären Figur: ein großer Roman über die Macht der Kunst und die Verwüstungen des Krieges, über eine aus den Fugen geratene Welt.
Tyll Ulenspiegel – Vagant, Schausteller und Provokateur – wird zu Beginn des 17. Jahrhunderts als Müllerssohn in einem kleinen Dorf geboren. Sein Vater, ein Magier und Welterforscher, gerät schon bald mit der Kirche in Konflikt. Tyll muss fliehen, die Bäckerstochter Nele begleitet ihn. Auf seinen Wegen durch das von den Religionskriegen verheerte Land begegnen sie vielen kleinen Leuten und einigen der sogenannten Großen: dem jungen Gelehrten und Schriftsteller Martin von Wolkenstein, der für sein Leben gern den Krieg kennenlernen möchte, dem melancholischen Henker Tilman und Pirmin, dem Jongleur, dem sprechenden Esel Origenes, dem exilierten Königspaar Elisabeth und Friedrich von Böhmen, deren Ungeschick den Krieg einst ausgelöst hat, dem Arzt Paul Fleming, der den absonderlichen Plan verfolgt,
»Wie fände sich ohne Studium, ohne wissenschaftlich geschultes Denken und Lesen der Zugang zu Aristoteles, Descartes, Kant oder Hegel und deren Erkenntnissen? Wie wollte man jungen Menschen die vertrackten Seinsreflexionen eines Heidegger, seinem kaufmännischen Freund Russells »Zweifel an den Prämissen« oder einem Ingenieur der Industrie Wittgensteins »Tractatus« und die Ergebnisse der Philosophischen Untersuchungen plausibel machen, und zwar so, dass ein zu eigenen Fragen und Reflexionen befähigendes Verständnis vermittelt wird?
So, sind wir ja mehr als gern bereit einzuräumen, zwar nicht, aber, und das tät uns freuen: Vielleicht hilfts ja! (mehr …)
Demokratie ist kein Salon. Die Republik lebt vom Streit, von Rede und Gegenrede, nicht nur von Bekenntnissen und moralischer Zensur.
Dieser Leitfaden zeigt, dass es in der Auseinandersetzung mit »Rechtspopulismus« und »Neuen Rechten« um mehr geht als die Macht des besseren Arguments. Es geht vor allem um die Kunst, weniger schlecht zu streiten.
Leo, Steinbeis und Zorn sagen nicht, wie man mit Rechten reden muss. Sie führen vor, warum, wie und worüber sie selbst mit Rechten reden. Und sie denken über das Reden mit Rechten nach. Mal analytisch, mal literarisch. Teils logisch, teils mythologisch. Hier polemisch, dort selbstironisch.
Wer den Nerv hat sich auf diesen als Sachbuch getarnten Mindfuck einzulassen, wird auch daran große Freude haben – mit Rechten reden heißt nämlich nicht nur, mit Rechthabern streiten. Sondern auch mit Gegnern, die Rechte haben. Und mit Linken. So hat alles hat seine Zeit. Dieses Buch gilt der unsren!




