Er war 18, als er seine Gedichte an einen Literaturkritiker und Zeitschriftenherausgeber sandte. Im Begleitschreiben sah sich der Pastorensohn bemüßigt, dem ihm unbekannten Carl Hermann Busse Persönliches zu offenbaren: „Hier Religion, Sehnsucht, Vaterhaus, dort Sehnsucht nach Freiheit, eigener Weltanschauung, Künstlertum. So geht es mehrere Jahre, ich habe gerungen u. konnte doch das eine nicht lassen um des anderen willen.

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Jan. 2018 | Allgemein, Buchempfehlungen, Feuilleton | Kommentieren

Alle Zeichen jedenfalls lassen sich dahingegehend deuten: dass nämlich die „SPD Basis“ mal wieder wider alle Vernunft und wider alles Mögliche und wieder einmal zähneknirschend Ja & Amen zur „GroKo“ zu Gunsten der „Gro“(ßen)“Ka“(pitulation) gesagt haben wird! Und dies, nachdem alle drei GroßKoalitionäre von den deutschen Wählern 2017 derart eindrucksvoll abgestraft wurden, dass Martin Schulz mitsamt seinem Parteivorstand am Wahlabend kategorisch eine Fortsetzung der Großen Koalition ausgeschlossen haben – und dass CDU/CSU unter dem Beifall der „bürgerlichen“ Presse nichts lieber tun würde, als endlich die „Jamaika-Koalition“ mit den Realo-Grünen & Lindners stramm auf ihn eingeschworener FDP in Gang zu setzen.

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Jan. 2018 | Allgemein, Politik, Sapere aude | Kommentieren

Medienrealität bietet Forschern, Medien-Beobachtern und Medienkritikern eine Diskussionsplattform. In diesem Beitrag fragen wir, was vom Trubel um den „konstruktiven Journalismus“ geblieben ist – und bleiben könnte. Sollte „Konstruktiver Journalismus“ – 2015 der Branchen-Hype – einen Weg zu globaler Gerechtigkeit weisen können? In allen großen deutschen Redaktionen wurde das neue Buch des dänischen TV-Journalisten Ulrik Haagerup zum Thema gelesen (Haagerup 2015), und von Spiegel Online bis ZDF heute versuchten sich viele an dem neuen Berichterstattungsmuster, das positive Emotionen beim Publikum hervorrufen soll:

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Jan. 2018 | Allgemein, Essay, Feuilleton, Junge Rundschau, Politik, Sapere aude, Zeitgeschehen | Kommentieren

Traditionell haben Wissenschaftler dafür vor allem nach Substanzen gesucht, die besonders affin sind, sich also fest an das Zielprotein binden: Je stärker die Bindung des Wirkstoffs, desto größer der Effekt des Medikaments. Doch Medikamente müssen in lebenden Organismen unter den sich dort ständig ändernden Bedingungen wirken. Deshalb setzt sich in der Wissenschaft mehr und mehr die These durch, dass bei der Medikamentenentwicklung nicht nur Affinität und Thermodynamik optimiert werden müssen.

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Jan. 2018 | Allgemein, Gesundheit, Senioren | Kommentieren

Erschienen 1776, also vor rund 240 Jahren, gilt ›Der Wohlstand der Nationen‹ nach wie vor als einer der einflussreichsten Texte der Neuzeit, als Geburtsstunde der modernen Volkswirtschaftslehre.

Adam Smith (1723-1790) hat hier zentrale Konzepte der Ökonomie wie etwa die Theorie des freien Marktes oder der Arbeitsteilung entscheidend geprägt. »Die unsichtbare Hand« wurde zum geflügelten Wort.

Diese von Georg von Wallwitz auf die zeitlos gültigen Inhalte komprimierte Ausgabe lädt dazu ein, den Standardtext der Wirtschaftswissenschaft neu oder wieder zu entdecken.

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Jan. 2018 | Allgemein, Buchempfehlungen | Kommentieren

Ob Fitnesstracker, GPS oder Facebook-Profil: Wir geben intimste Daten preis – und machen uns so zu Komplizen von Erkennungsdiensten und Datenkraken.
Dass dahinter mehr steckt als nur Gedankenlosigkeit, zeigt Andreas Bernard in „Komplizen des Erkennungsdienstes“.

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Jan. 2018 | Allgemein, Buchempfehlungen, Junge Rundschau, Sapere aude | Kommentieren
Der Saxofonist Mark Turner, der Bassist Larry Grenadier und der Drummer Jeff Ballard. Im Zürcher Moods bewiesen sie ihr kammermusikalisches Raffinement. Die drei gehen nicht mit der Zeit, sie spielen mit ihr – genauer: Sie schaffen sich eine eigene. Und das machen sie so: Sie legen sich einen Beat vor wie einen Ball und lassen diesen durch einen verschachtelten metrischen Parcours springen. Dabei generieren sie einen verschrobenen Groove, der sich bald selbständig zu machen scheint.

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Jan. 2018 | Allgemein, Feuilleton, Junge Rundschau | Kommentieren
neu
Aristoteles, Christof Rapp (Hrsg.)

Buch: Glück, Staat und Charakter

Ein Lesebuch zur praktischen Philosophie
»Staunen ist der erste Grund der Philosophie.«

Aristoteles (384 – 322 v. Chr.) war einer der bedeutendsten Denker der Geistesgeschichte und hat zahlreiche wissenschaftliche

 

 

Disziplinen entweder begründet oder maßgeblich beeinflusst. Das Lesebuch versammelt prägnante Auszüge aus seinen wichtigsten Werken. Die ausführliche Einleitung gibt einen Überblick über das Leben des Aristoteles und erläutert seine Vorstellungen und Hauptgedanken. Den einzelnen Texten ist jeweils ein erklärender Vorspann beigegeben, der einen leichten Zugang eröffnet.

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Jan. 2018 | Allgemein, Buchempfehlungen | Kommentieren

Speers „Erinnerungen“ und seine „Spandauer Tagebücher“, dazu Joachim Fests „Speer. Eine Biographie“ sowie Gitta Serenys „Das Ringen mit der Wahrheit.
Albert Speer und das deutsche Trauma“ weitgehend unkritisch, also bloß konsumierend, gelesen und das Thema Speer damit vor Jahren abgehakt hatte, dem beschert Magnus Brechtkens Wälzer „Albert Speer. Eine deutsche Karriere“ eine Lektion, wie man sie nicht alle Tage erleidet und wie man sie bestimmt nicht wieder vergisst: Dass nämlich, beginnend bereits unmittelbar nach Kriegsende, noch vor dem Nürnberger Prozess, Speers Lebensgeschichte von ihm selbst und nach seiner Entlassung aus dem Spandauer Kriegsverbrechergefängnis im Jahre 1966 dann vor allem mit Hilfe seines Ghostwriters Fest und seines Verlegers Wolf Jobst Siedler entlang biographischer Fakten völlig neu komponiert und interpretiert wurde.

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Jan. 2018 | Allgemein, Buchempfehlungen, Junge Rundschau, Politik, Sapere aude, Zeitgeschehen | Kommentieren

In der Tat ist nicht das erste Mal, dass jemand über die irren Zustände im Weißen Haus schreibt. Aber das erste Mal, dass Washington derart in Aufruhr gerät. Über ein Buch und einen Präsidenten, der – was Wunder – sich genial findet. Bei Kramerbooks am Dupont Circle drängelten sich die Leute am Freitag schon um Mitternacht vor der Tür, um das Buch zu kaufen. Draußen: Finsternis, Eiswind, minus drei Grad – Fahrenheit. Das sind minus 19,4 Grad Celsius. Drinnen: die Weltpresse. Zeitungsreporter, Fotografen, Kameraleute. Das türkische Fernsehen war da. Das türkische! Dazu ein paar übernächtigte Verkäufer. 75 Exemplare des Buchs hatte der Laden in Washington geliefert bekommen, nach einer Viertelstunde war der Stapel weg. Die Angestellten konnten heimgehen. Und 75 durchgefrorene Kunden hatten ein neues Buch. Genauer: das Buch.

 

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Jan. 2018 | Allgemein, Buchempfehlungen, Gesundheit, Politik, Zeitgeschehen | Kommentieren

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