Am Samstag, den 24. März, und Sonntag, den 25. März 2018, findet im Deutsch-Amerikanischen Institut (DAI) Heidelberg im siebten Jahr in Folge die öffentlicheKonferenz zum Sinn des Lebens statt. Zum Thema referieren Christina Berndt, AnselmBilgri, Gregor Hasler, Janne Teller, Esther Bejarano und Deborah Feldman. Die alljährliche DAI-Konferenz widmet sich 2018 der psychischen Widerstandsfähigkeit, der sogenannten Resilienz. An zwei Tagen diskutieren Vortragende und Publikum folgende Fragen: Wieso werden manche Menschen von Krisen nahezu zerstört, während andere diese meistern oder sogar daran wachsen? Lässt sich Resilienz als Faktor messen? Wie kann Resilienz gefördert und gestärkt werden?

 

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März 2018 | Heidelberg, Allgemein, InfoTicker aktuell, Junge Rundschau, Senioren | Kommentieren

Nicht oft sind  Arbeiten aus der Ideengeschichte so aktuell wie die vorliegende des französischen Historikers Johann Chapoutot. Das Buch erschien – ausgehend von seiner Dissertation von aus dem Jahr 2008 – zunächst bei PUF 2012, und nun, nach mehrjähriger Arbeit auf Deutsch, mit einem Vorwort von Uwe Puschner, einem Fachmann für die Geschichte der völkischen Bewegungen. Chapoutot ist inzwischen Professor an der Sorbonne Nouvelle (Université III) sowie Mitglied des Institut Universitaire de France und Autor weiterer Bücher zur faschistischen Epoche, zuletzt 2014 „La loi du sang. Penser et agir en nazi“.
Bei dem hier anzuzeigenden Titel handelt es sich um den minutiösen, aber dennoch spannend geschriebenen Nachweis des rassistischen Missbrauchs jener deutschen Altertumskunde, die mit Johann Joachim Winckelmann 1755 begann und eine beispiellose Karriere im europäischen, aber vor allem deutschen Denken erlebte.

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März 2018 | Allgemein, Buchempfehlungen, Feuilleton, Junge Rundschau, Politik | Kommentieren

Nach Berichten, wonach eine Datenanalyse-Firma aus dem Wahlkampf von Donald Trump sich unerlaubt Zugang zu Daten von über 50 Millionen Nutzern verschaffen konnte, forderten Abgeordnete in den USA und Europa von der Facebook-Spitze um Mark Zuckerberg Antworten. Einwände von Facebook-Managern, dass dabei keine Facebook-Systeme gehackt wurden, sondern rechtmäßig erhaltene Daten illegal weitergegeben wurden, gossen – was Wunder – eher Öl ins Feuer und ließen Rufe nach mehr Regulierung für Online-Plattformen lauter werden. In der Tat, das Misstrauen gegenüber Facebook wächst von Woche zu Woche. Facebooks Rolle bei der US-Wahl, als das weltgrößte soziale Netzwerk manipulative Anzeigen aus Russland zuließ, wurde am Wochenende von den Enthüllungen eines Whistleblowers erschüttert.

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März 2018 | Allgemein, In vino veritas, Junge Rundschau, Politik, Sapere aude | Kommentieren
Das Gespräch war am Sonntag identisch in den Zeitungen Die WELT und in der taz erschienen. Merkels Regierung habe einerseits im Jahr 2005 „den Türken klargemacht: Ihr kommt nicht in die EU, völlig egal, was ihr tut“. Damals hätten die Zeichen in der Türkei noch auf Europäisierung gestanden, sagte Yücel. Als zweiten Verrat wertete er Merkels Besuch beim türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan im Zuge der Flüchtlingskrise 2015, kurz vor einer wichtigen Wahl. „Das war eine in der internationalen Diplomatie völlig unübliche Wahlkampfhilfe.“ Zudem sei die deutsche Regierung bis zu seiner eigenen Verhaftung die türkeifreundlichste innerhalb der EU gewesen – „auch als die Verhaftungen von Oppositionspolitikern und Journalisten begannen“.

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März 2018 | Allgemein | Kommentieren

Ein Jahr lang saß WELT-Korrespondent Deniz Yücel in der Türkei im Gefängnis. Mit seiner Frau Dilek gibt er das erste Mal ein Interview in Freiheit – und erzählt, warum er sich gegen seine Freilassung zunächst gewehrt hat.

Es ist keine ganz gewöhnliche Interview-Situation. Deniz Yücel, der da befragt wird, ist selbst Journalist, und er ist ein WELT-Autor. Doch mit seiner Festnahme in der Türkei vor etwas mehr als einem Jahr wurde der Korrespondent zugleich zum Streitfall der deutsch-türkischen Politik. Jetzt erholt sich Yücel von der Haft, gemeinsam mit seiner Frau Dilek Mayatürk Yücel, die all die Monate um seine Freilassung gekämpft hat.

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März 2018 | Allgemein, Junge Rundschau, Politik, Sapere aude | Kommentieren

Am 31.12.2015, 70 Jahre nach Hitlers Todesjahr, sind die Urheberrechte an dessen Buch „Mein Kampf“ erloschen. Am 8. Januar 2016, also unmittelbar dieser Frist, legt das Institut für Zeitgeschichte (IfZ) erstmals eine wissenschaftlich kommentierte Gesamtausgabe vor. „Hitler, Mein Kampf. Eine kritische Edition“ ordnet die historischen Fakten ein, erklärt den Entstehungskontext, legt Hitlers gedankliche Vorläufer offen und kontrastiert seine Behauptungen mit den Ergebnissen der modernen Forschung.
„Mein Kampf“ ist Hitlers wichtigste politische Schrift. Sie entstand in den Jahren 1924-26 in zwei Bänden. Während der erste Band stark stilisiert Hitlers Werdegang nachzeichnet, beschreibt der zweite Band seine politische Programmatik für die NSDAP. „Mein Kampf“ ist damit Autobiografie, ideologisches Programm, Parteigeschichte, Hetzschrift und Anleitung zur Erringung der Macht in einem.

 

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März 2018 | Allgemein, Buchempfehlungen | Kommentieren

Aus dem Simplicissimus vom 31.8.1925: „Zwölf Mark kost‘ dees Büachl? A bißl teier, Herr Nachbar … Zündhölzeln ha’m S‘ koane??“

Einen Tag vor dem Erscheinen waren die ersten 4.000 Exemplare schon weg: „Mein Kampf“, das Buch, mit dem Adolf Hitler seinen Rassenwahn und die NS-Ideologie begründete, ist vor zwei Jahren als „historisch-kritische Neuausgabe“ erschienen.

Das Werk könnte auch – streng eingeordnet – im, war zu hören, Schulunterricht in Berlin und Brandenburg eingesetzt werden.

Ein Vertreter des zuständigen Buchvertriebs bestätigte am Donnerstag, die bundesweite Erstauflage reiche noch nicht einmal für die 15.000 Vorbestellungen aus, die inzwischen eingegangen sind. Die erste Auflage umfasst nur 4.000 Exemplare.

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März 2018 | Allgemein | Kommentieren

Einige Störche (Archivfoto: Peter Bastian/Zoo Heidelberg) sind bereits aus ihren Winterquartieren zurückgekehrt. Nach einer ausgiebigen Balz, bei der sich die Paare gegenseitig mit lautem Geklapper beeindrucken, beginnt nun die Brutsaison für die bedrohten Vögel. Die idealen Voraussetzungen für die Jungenaufzucht ziehen jedes Jahr besonders viele Störche in den Zoo Heidelberg. Schon jetzt sind fast alle Storchennester mit Brutpaaren besetzt. Rund 30 Nistmöglichkeiten für Störche gibt es im Zoo auf den hohen Bäumen und den Dächern der Zoohäuser.

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März 2018 | Heidelberg, Allgemein | Kommentieren
Die Renaissance war eine Revolution, die erst Europa und dann die ganze Welt für immer veränderte. In seinem grandios erzählten Buch entfaltet Bernd Roeck ein beeindruckendes Panorama dieser dramatischen Epoche. Zugleich erklärt er im Horizont der Globalgeschichte, wieso es in Europa zu dieser einzigartigen Verdichtung von weltbewegenden Ideen, spektakulären Entdeckungen und historischen Umwälzungen kommen konnte. Um die Wurzeln der Renaissance freizulegen, blickt Bernd Roeck weit ins Mittelalter und die Antike zurück – und weit über die Grenzen Europas hinaus. Mit analytischer Schärfe und darstellerischem Glanz lässt er die Epoche vor den Augen des Lesers auferstehen: die große Kunst, die unter Italiens Himmel entstand, und die Ideen der Humanisten ebenso wie die Religionskriege und die Anfänge der Unterwerfung fremder Erdteile. Er erzählt von Kaufleuten und Dichtern, Kaisern und Päpsten, klugen Frauen und monströsen Männern, von den Großen der Zeit und den Kleinen, die fern der
Paläste mit Krankheit und Hunger kämpften. Schließlich zeigt dieses Opus magnum, dass die Renaissance mit ihren Innovationen nicht nur Sehnsuchtsorte der Schönheit und des Geistes schuf, sondern auch die Fundamente für unsere moderne Welt.

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März 2018 | Allgemein, Buchempfehlungen, Feuilleton | Kommentieren

Guillaume Vrelant, 1469: Stammbaum aus dem Spätmittelalter

Christina von Braun und Barbara Bleisch hinterfragen vermeintliche Selbstverständlichkeiten rund ums familiäre Miteinander: Vor wenigen Monaten erregte der Fall einer Frau Aufsehen, die vom Sozialamt Offenburg dazu gezwungen wurde, für ihre pflegebedürftige Mutter Unterhalt zu zahlen. Die Mutter hatte die betreffende Frau bereits als Baby in ein Kinderheim gegeben und auch danach nie wieder Kontakt mit ihr aufgenommen. Der Unterhaltsanspruch leitete sich vollständig von der Tatsache ab, dass die Mutter „der Beklagten zur Existenz verholfen“ hatte. Weiteres hatte sie nicht geleistet.
Im März 2004 entschied das deutsche Bundesverfassungsgericht, dass adlige Familien anisogame Ehen nicht mehr von der Erbfolge ausschliessen durften. Lange hatte das oberste Gericht der Testierfreiheit den Vorzug gegeben vor dem «besonderen Schutz» der Ehe und Familie, den Artikel 6 des deutschen Grundgesetzes garantiert. 1998 hatten die Richter noch umgekehrt entschieden und das Ebenbürtigkeitsprinzip der Hohenzollern für grundgesetzkonform erklärt.

 

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März 2018 | Allgemein, Buchempfehlungen, Feuilleton | Kommentieren

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