Twitter (nur mal eben zum Beispiel) hat im Mai und Juni mehr als 70 Mio Accounts stillgelegt, schreibt die „Washington Post“. Auch im Juli sperre der Zwitscherdienst im Kampf gegen Fake-Accounts bisher mehr als 1 Mio Accounts täglich. Behörden und US-Abgeordnete hatten auf mehr Kontrolle gedrängt.
Lesen Sie hier den Original-Beitrag in der „Washington Post“:
Was weg ist, macht keinen Ärger mehr: Das Bundespresseamt hat einen Großteil seiner Unterlagen zur „schwarzen Liste“ beim G20-Gipfel gelöscht, ist auf eine entsprechende Anfrage zu erfahren. Die Bundesregierung hat 2017 während des G20-Gipfels in Hamburg 32 Journalisten die Akkreditierung entzogen und den Schritt mit Sicherheitsbedenken begründet. Die Namen hatte das Bundespresseamt vor Ort an Polizisten verteilt. Bis heute ist nicht nachvollziehbar, wer über die Ausschlüsse entschieden hat. „Ein Großteil der Aufzeichnungen“ sei nach dem Gipfel gelöscht worden, schreibt das Bundespresseamt, „aus Datenschutzgründen“.
Das „Fluchtursachen überwinden“ ist zu einem Credo der deutschen Politik geworden. Auch im sogenannten „Masterplan Migration“ von (noch?!) Innenminister Seehofer taucht der Begriff auf. Um die Perspektivlosigkeit in weiten Teilen Afrikas zu überwinden, müssen jährlich mindestens 20 Millionen Arbeitsplätze neu geschaffen werden, schreibt das BMZ. Hat es die richtigen Rezepte dafür?
Die Entwicklungspolitik ist ein herausforderndes Politikfeld. Sie darf nicht einseitig als Sozialpolitik für die Länder des globalen Südens betrachtet werden. Vielmehr müssen Politikfelder wie beispielsweise die Handelspolitik und die globale Finanz- und Steuerarchitektur stets mitgedacht werden. Zentraler Bestandteil der deutschen Entwicklungspolitik sollte es sein, die Ursachen von ausbleibender sozialer und wirtschaftlicher Entwicklung überwinden zu helfen.
Einer vermeintlichen Hassrede wegen sortierte der Facebook-Algorithmus die Paragraphen 27 bis 31 aus, das Gründungsdokument der USA wirkt für den Algorithmus von Facebook offenbar politisch inkorrekt.
Das Nachrichtenmagazin „Liberty County Vindicator“ hat im Vorfeld des heutigen „Independence Day“ täglich Ausschnitte der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten veröffentlicht.
Einer dieser Beiträge ist nun vom sozialen Netzwerk automatisch – was Wunder – entfernt worden.
Dies Buch – man blättert es erst mal durch, legt es erschreckt wieder zur Seite, greift sodann wieder nach ihm, weil man sich zurücksehnt nach dem Schrecken, dem man doch eben und gerade noch entfliehen wollte. Gegenüber dem Titel hübsch aufgereiht die Instrumente, mit denen der Zahnarzt Zähne entfernt. Wer keine Angst vor dem Zahnarzt hat, der betrachte dieses Buch und er wird keinen der nächsten Termine wahrnehmen. Bis der Schmerz überwiegt, das Spiel mit der Angst ist vielleicht doch dort am Schönsten, wo sich die Folter als Dienst am Gefolterten darstellt. Und genau dies das tat die Inquisition auch: Das Geständnis, das dem Verhörten zum Beispiel beim Waterboarding, oder in der eisernen Jungfrau abgepresst wurde, sollte seinem Seelenheil dienen.
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Alsdann: Fürze müssen natürlich sein dürfen. Dass die dann auch stinken , wer will das – im Nachhinnein zumal – übel nehmen?
Jedoch hat diese Widerwärtigkeit mit nur üblem Geruch schon lange nichts mehr zu tun! Rückttritt vom Rücktritt auch nicht!
Soll Seehofer, zurücktreten nämlich, das nun aber – zumindest – endlich auch tun, dieses …
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In der detailreichen Darstellung des Theologen Robert M. Zoske über den vor 75 Jahren am 22 Februar mit 24 Jahren zum Tod verurteilten Medizinstudenten wird deutlich, dass das Bild, das die Deutschen von einem der berühmtesten Gegner der Nationalsozialisten haben, unvollständig ist. Hans Scholl war ungewöhnlich mutig, das wusste man; weniger bekannt war, aus welch unterschiedlichen Quellen sein Mut sich speiste. Scholl, das zeigt Zoskes Biografie, war eigenwillig und unangepasst, er war elitär und kompromisslos. Der Anführer der „Weißen Rose“, eine Art säkularer Heiliger, aus dessen Handeln mehrere Generationen von Nachkriegsdeutschen einen gewissen Trost angesichts der Untaten ihrer Väter und Großväter schöpften, wird, so betrachtet, erst recht zur interessanten Gestalt.

So kennt man die Beiden – hier im (nicht mehr ganz aktuellen) Bild: KMD Peter Schumann an der Orgel und der Laudator zu dessen heutigem Geburtstag in der Providenzkirche, der trompetende Theologe Dr. Harald Pfeiffer
Da haben sich nochmal einige der Wegbegleiter des Kirchenmusikdirektors Peter Schumann zusammengefunden, ihm an seinem 85. Geburtstages einen musikalisch-bunten Strauß im Rahmen eines Festkonzerts zu binden.
Nach einer schmissigen Entrada des Posaunenchors Heiliggeist unter der Leitung von Dr. Christian Jungbluth und einem Grußwort von Pfarrer Dr. Vicenzo Petracca gab es eine Menge musikalischer Perlen auf die Ohren:
Antonio Vivaldis Konzert für Piccolo-Flöte und Orchester. Felix Mendelssohn Bartholdy: Variationes concertantes. Eginhard Teichmann: Tango Castillo baja, das Doppelkonzert für Violine und Oboe, sowie die Ciaconne d-moll für Violine Solo von Johann Sebastian Bach und, und und …
Und, natürlich, durften die Pifferari di Santo Spirito mit einer „Happybirthdayjodelwalzerparaphrase“ nicht fehlen, an der – was Wunder – Peter Schumann dann noch hochselben in fröhlicher Mittäterschaft Anteil nahm.
Moderiert wurde der Abend von Bruno Dumbecck, die Festrede von Dr. Harald Pfeiffer möchten wir Ihnen zu guter Letzt – im Wortlaut – nicht vorenthalten:
Nach dem traumatischen Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft als Gruppenletzter bei der Weltmeisterschaft in Russland hat das kollektive Wundenlecken begonnen. Im Zentrum der Berichterstattung stehen die „WM-Versager“, Spieler und Bundestrainer Joachim Löw. Dabei könnte man die Debatte, wer die Verantwortung für das Scheitern auf ganzer Linie übernehmen sollte, auch im Sportjournalismus führen.
Der tägliche “WM-Insider” der Bild-Zeitung wirkte wie eine Kolumne im Autokorrektur-Modus, der erst mal mit den Fehlprognosen der vorausgegangenen Depesche aufräumen musste. So orakelte Matthias Brügelmann, neben seinem Blattmacher-Posten bei Sport Bild offiziell auch “Chefredakteur Sport der Bild-Gruppe”, dass es zum Turnierauftakt einen glatten Sieg für das deutsche Team geben werde. Seine “9 Gründe für ein 3:0 gegen Mexiko” wurden dann aber von einer unvorhergesehen leblosen Vorstellung der Nationalkicker konterkariert. Brügelmann dagegen hatte zuvor geschwärmt: “Wir haben endlich einen gesunden Marco Reus; wir haben Toni Kroos, wir haben Thomas Müller und einen Turbo-Stürmer (Timo Werner) auch, wir haben eine eingespielte Bayern-Abwehr…” Und WIR haben 0:1 verloren, sang- und klanglos.
