Tödliche Allmacht: Sind Selbstmordattentäter Fanatiker, verblendet von der Verheißung, ins Paradies zu kommen und dort von mandeläugigen Jungfrauen erwartet zu werden? Oder aber, was wurde wohl   ⇐ diesen Kindern an der Waffe (und wofür) versprochen?
Oder Barbie, eine Plastikpuppe blondgelockter Weiblichkeit, trägt in der Installation des Londoner Künstlers Simon Tyszko einen Sprengstoffgürtel. Das «Cinnamon Girl» im neusten Video von Prince sprengt sich in einem Flughafen in die Luft.

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Aug. 2021 | Allgemein, In vino veritas, Junge Rundschau, Politik, Sapere aude, Zeitgeschehen, Wo aber Gefahr ist, wächst / Das Rettende auch | Kommentieren

charlesdarwin_fahrtderbeagleEine aufregende, bunte und bildende Reise rund um die Welt erwartet den Leser mit der ersten durchgehend illustrierten Version von Charles Darwins klassischen Reiseberichten.

Charles Darwin erkundete fremde Völker, eine faszinierende Vielfalt an Flora und Fauna, beeindruckende Landschaften und die Weite des Meeres. Er hielt all seine Beobachtungen akribisch fest und fügte sie in einem äußerst detailreichen Reisebericht zusammen.

Das Buch mit über 350 modernen sowie historischen Illustrationen, Fotos und Karten erschien  in deutscher Übersetzung im Theiss Verlag. (mehr …)

Aug. 2021 | Allgemein, Buchempfehlungen, Feuilleton, Junge Rundschau, Senioren | Kommentieren

Armin Laschet       Annalena Baerbock       Olaf Scholz

Die meisten Wahlumfragen waren für die Union mit ihrem Kanzlerkandidaten Armin Laschet zuletzt wenig vergnüglich. Auf den Rückhalt einer wichtigen Gruppe kann Laschet aber nach wie vor bauen: Im Urteil der deutschen Führungsspitzen aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung ist Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident der klare Favorit für das Kanzleramt vor SPD-Konkurrent Olaf Scholz und der grünen Hoffnungsträgerin Annalena Baerbock. 63 Prozent der Entscheider würden Laschet mit dem wichtigsten Regierungsposten betrauen. Nur 18 Prozent bevorzugen Scholz, lediglich 7 Prozent sähen am liebsten Baerbock anstelle von Kanzlerin Angela Merkel.

 

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Aug. 2021 | Allgemein, Junge Rundschau, Politik, Sapere aude, Senioren | Kommentieren
Das wichtige Meeresströmungssystem im Atlantik, zu dem auch der Golfstrom gehört, ist einem Zusammenbruch offenbar deutlich näher als befürchtet. Zu diesem Ergebnis kommt ein Forscher des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung. Vor dem Ergebnis der aktuellen Studie sei noch unklar gewesen, ob es sich bei der beobachteten massiven Abschwächung nur um eine Fluktuation im Rahmen des aktuellen Zirkulationszustandes handelt oder einen so weit gehenden Stabilitätsverlust, dass ein unumkehrbarer Übergang zum schwachen Modus möglich ist. Es erscheine nun so, dass tatsächlich eine kritische Schwelle herannaht, an der das System zusammenbrechen könnte.

Schon seit einer Weile legen Studien nahe, dass die sogenannte Atlantische Umwälzströmung (Atlantic Meridional Overturning Circulation, AMOC) immer schwächer wird. Das auch als Golfstrom bezeichnete System transportiert gigantische Mengen an warmem Wasser aus den Tropen an der Meeresoberfläche nach Norden und darunter kaltes Wasser in den Süden. Damit ist die AMOC unter anderem für die vergleichsweise milden Temperaturen in Europa von großer Bedeutung. Ein Zusammenbrechen des Systems kann aber nicht nur für Europa schwerwiegende Konsequenzen haben. Die tief greifenden Veränderungen werden mit dem Klimawandel in Verbindung gebracht.

Wie der Studienautor Niklas Boers nun erläutert, haben Computersimulationen und Daten aus der Erdgeschichte bereits gezeigt, dass die AMOC zwei verschiedene Zustände einnehmen kann – den aktuellen und einen deutlich schwächeren. Zwischen beiden seien „grundsätzlich auch abrupte Übergänge“ möglich. Als ermittelt wurde, dass das System aktuell so schwach ist, wie seit tausend Jahren nicht mehr, sei nicht klar gewesen, ob es wirklich auf solch einen abrupten Übergang zusteuert oder lediglich fluktuiert. Die nun im Fachmagazin Nature Climate Change vorgestellte Analyse von Temperatur- und Salzgehaltsmustern der Meeresoberfläche des Atlantiks lege nahe, dass es tatsächlich den befürchteten Stabilitätsverlust gebe. Das lege das Herannahen einer kritischen Schwelle nahe, „jenseits derer das Zirkulationssystem zusammenbrechen könnte“.

Die Abschwächung hat verschiedene Ursachen, die mit dem von Menschen verantworteten Klimawandel zusammenhängen, erklärt das Institut noch. So fließt aufgrund des Abschmelzens des grönländischen Eisschilds, anderer Eisflächen und weiterer Veränderungen viel mehr Süßwasser in den Nordatlantik. Weil das leichter ist als Salzwasser, sinkt das dort weniger stark in größere Tiefen ab. Das sei einer der wichtigsten Gründe für die Abschwächung. Boers meint nun, dass man die Modelle dringend mit seiner Erkenntnisse in Einklang bringen müsse. Erst dann könne man beurteilen, wie weit die AMOC tatsächlich von dem kritischen Schwellenwert entfernt ist.

 

Aug. 2021 | In Arbeit | Kommentieren

Vergangene Woche wurde bekannt, dass der ehemalige Erzbischof von St. Louis, Raymond Leo Burke, sich mit dem Coronavirus infiziert hat. Jetzt liest man auf seinem Twitteraccount, dass er ins Krankenhaus gebracht wurde und derzeit beatmet werden muss. Die Ärzte seien ermutigt von den Fortschritten, die der Geistliche mache, hieß es. Gleichzeitig bat man die Gläubigen darum, für ihn zu beten – was ihm bislang jedoch nicht geholfen hat.
Burke hatte sich in der Vergangenheit kritisch zu Corona-Schutzmaßnahmen geäußert. »Es muss klar sein, dass die Impfung den Bürgern nicht auf totalitäre Weise aufgezwungen werden kann«, sagte er 2020 bei einer Diskussionsveranstaltung in Rom. Er wetterte zudem gegen Gottesdienstverbote und gewisse Tendenzen in der herrschenden »völlig säkularisierten Kultur«, Gebet, Andacht und Messen mit »gewöhnlichen Freizeitaktivitäten wie Kino oder Fußball« gleichzusetzen.

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Aug. 2021 | Allgemein, Gesundheit, Kirche & Bodenpersonal | Kommentieren

Macht demonstrierende Talibane fahren mit einem eroberten amerikanischen Militärfahrzeug durch Kabuls Strassen

Eine kleine Führungsriege, effiziente Organisationsstrukturen und eine äusserst aktive Propagandamaschine gehören zum Erfolgsrezept der Taliban.  Sie wurden 1994 in der südafghanischen Stadt Kandahar von Mullah Mohammad Omar gegründet. Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende junge Dorfprediger kämpfte in den achtziger Jahren als Mujahedin-Kommandant gegen die sowjetischen Besetzer und verlor dabei ein Auge. Nach deren Abzug 1989 versank Afghanistan in einem blutigen Bürgerkrieg. Mullah Omar beschloss daher, gegen die unter den Warlords grassierende Kriminalität und Korruption anzukämpfen. Die Gruppe nannte sich Taliban (auf Paschtunisch «Schüler»), weil ihre Gründungsmitglieder allesamt Studenten von Mullah Omar gewesen waren. Anfangs zählte sie nur knapp fünfzig Mitglieder, gewann jedoch schnell Zulauf.

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Aug. 2021 | Allgemein, In vino veritas, Junge Rundschau, Politik, Sapere aude, Senioren, Zeitgeschehen, Wo aber Gefahr ist, wächst / Das Rettende auch | 3 Kommentare

Eine Gruppe von Intellektuellen will die Kritik an der Pandemie-Politik nicht selbst ernannten „Querdenkern“  (wie mehrfach erwähnt – bei uns heißen solchene: „Querlinge“) überlassen. In ihrem „Manifest der offenen Gesellschaft“ plädiert sie für eine Debatte „auf Augenhöhe“. Eine Gruppe von Wissenschaftlern, Künstlern und Politikern findet – zum Beispiel – die Debatte über die Corona-Politik schade dem sozialen Frieden und dem gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland. Die Gruppe hat jetzt ihr Manifest veröffentlicht.

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Aug. 2021 | Allgemein, Essay, Feuilleton, In vino veritas, Junge Rundschau, Politik, Senioren | Kommentieren

Zwar wurde der Film von NDR und Arte subventioniert, erhielt Filmförderung, lief auf der Berlinale und wurde von der Presse als ein erfrischend inkorrektes Drama freundlich begrüßt.
Aber, er ist in seiner Verkitschung des 11. September als bloßer Kulisse eines romantischen Liebesdramas
(Szenenbild) allenfalls ein Beweis für die Tendenz unserer Gesellschaft, den politischen Islam zu verharmlosen.
Am 11. September jähren sich die vier Fluzeugentführungen und  Anschläge von 19 islamistischen Terroristen der Al Qaida auf das World Trade Center, das Pentagon und der Absturz des United Airlines Flug 93 in Pennsylvania zum 20. Mal. Unmittelbar kamen bei diesen Taten etwa 3000 Menschen ums Leben. Die Welt war danach in der Tat eine andere.

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Aug. 2021 | Allgemein, Feuilleton, In vino veritas, InfoTicker aktuell, Junge Rundschau, Senioren, Film | Kommentieren
Ein junger Mann steht in einem leerstehenden Haus vor einer mit Graffitis beschmierten Wand; er gehört zu den vielen jungen Geflüchteten, die in der spanischen Exklave Ceuta festsitzen und auf ein besseres Leben in Europa hoffen. Diese Fotos dokumentieren
Ein marokkanischer Jugendlicher hat sich zusammen mit einem Erwachsenen in einem leerstehenden Haus im Westen von Ceuta eingenistet. Anwohnende berichten oft davon, Schüsse zu hören | Alle Fotos: Hervé Lequeux
Menschen

Fotos: Die Teenie-Migranten, die an der europäischen Grenze festsitzen

Der Fotograf Hervé Lequeux hat den Alltag  Jugendlicher dokumentiert, die in der spanischen Exklave Ceuta verzweifelt auf ein besseres Leben hoffen.

Zwischen dem 17. und 18. Mai 2021 überquerten aber mehr als 8.000 Menschen – darunter vermutlich bis zu 2.000 Minderjährige – die Grenze nach Ceuta. Die meisten umschwammen den Grenzzaun, der sich in das Mittelmeer erstreckt. Schnell versuchten die spanische Polizei und das Militär, die Leute mit Gewalt wieder zurückzudrängen. So wurden bis zu 7.000 Menschen einfach wieder rausgeschmissen, ohne dass man ihre Asylgesuche überhaupt prüfte. Fotos und Videoaufnahmen zeigen dazu, wie Polizisten und Soldaten auf mehrere Migranten einschlugen und sie augenscheinlich zurück ins Meer schubsten. Menschenrechtsorganisationen kritisieren schon seit Jahrzehnten, wie Migranten im spanisch-marokkanischen Grenzgebiet behandelt werden.

Virginia Álvarez von Amnesty International Spanien merkt an, dass die Geschwindigkeit und das Ausmaß der Zurückweisungen nicht mit der verantwortungsvollen und rechtmäßigen Behandlung von Migrantinnen und Migranten einhergehen könne. „Dass so viele Menschen auf einmal an die Grenze kommen, ist keine Entschuldigung dafür, sie illegalerweise im Kollektiv wieder abzuschieben“, sagt sie. „Einige von ihnen sind vielleicht asylberechtigt oder schutzbedürftig. Menschen einfach so zurückzuweisen, ist gesetzwidrig und verweigert ihnen ihr Recht auf eine faire und individuelle Prüfung des Asylgesuchs.“

Ein junger Mann hält seine Hand und sein rechts Bein in die Kamera, auf beiden sind Schnittwunden zu sehen

Ein junger Marokkaner zeigt seine Verletzungen, die er durch einen Machetenangriff in Ceuta erlitten haben soll

Obwohl Migrantinnen und Migranten schon seit langer Zeit regelmäßig versuchen, die Grenze nach Ceuta zu überwinden, war dieser plötzliche Andrang sehr ungewöhnlich. Normalerweise arbeiten die spanischen und marokkanischen Behörden zusammen, damit asylsuchende Menschen gar nicht erst in die Nähe der Grenze kommen. So soll die marokkanische Polizei zum Beispiel im März 2021 mehrere provisorische Migrantencamps niedergebrannt, mehr als 100 Migranten festgenommen und Dutzende Frauen und Kinder in Gegenden weit weg von der Grenze gebracht haben.

In Expertenkreisen geht man davon aus, dass der aktuelle Migrantenstrom auf die Entwicklung der spanisch-marokkanischen Beziehungen zurückzuführen sei. Obwohl es von Marokko kein direktes Statement dazu gibt, warum das Land die Grenzkontrollen gelockert hat, glauben Beobachtende, dass das ganze Vergeltung ist: Spanien ließ einen von der marokkanischen Regierung gesuchten Anführer der militärischen Gruppierung Polisario in einem spanischen Krankenhaus behandeln.

Zehn Tage nach den Zwischenfällen im Mai reiste der französische Fotograf Hervé Lequeux nach Ceuta, um den Alltag von 438 unbegleiteten Minderjährigen zu dokumentieren, die nach der Massenausweisung in der Exklave zurückgeblieben sind. Kurz nachdem sie die Grenze überquert hatten, wurden die Minderjährigen – manche von ihnen gerade mal im Teenageralter – zusammengetrieben und in zu Jugendzentren umfunktionierten Lagerhäusern untergebracht. Dort mussten sie mindestens zehn Tage in Pflichtquarantäne.

Laut den spanischen Zeitungen El País und El Diario sagten einige der Minderjährigen, dass es in den Zentren nicht genug Essen, Betten und Toiletten gebe. Manche von ihnen sollen auf dem Boden geschlafen und sich tagelang nur von kleinen Snacks ernährt haben. Die existierenden Toiletten seien schnell komplett unhygienisch geworden. Deswegen hätten sich viele von ihnen aus den Zentren geschlichen und provisorische Camps an den Stränden, in leerstehenden Gebäuden oder auf brachen Grundstücken in Wohngebieten errichtet.

Mehrere junge Männer sitzen an einem Kieselstrand der spanischen Exklave Ceuta, wo sie ein provisorisches Lager aufgebaut haben

So sieht eines der Camps aus, das von jungen Marokkanern in der Nähe des Playa de Benítez errichtet wurde. Auf einem nahegelegenen Parkplatz verteilen Anwohner manchmal Essen und Wasser

Die, die den Aufstieg schafften, ließen sich in der hügeligen Gegend vor der Küste Ceutas nieder. Dort ist man zwar härteren Wetterbedingungen und stärkeren Winden ausgesetzt, die einen sowohl körperlich als auch mental fertigmachen, aber es ist auch unwahrscheinlicher, von der Polizei geschnappt zu werden.

Die meisten jungen Migranten sind 16 oder 17 Jahre alt und verbringen ihre Zeit damit, vor großen Supermärkten zu betteln oder im Meer zu fischen und ihren Fang anschließend zu grillen. Ihr Alltag ist geprägt von Langeweile und dem täglichen Kampf um Essen und eine Unterkunft. Ein paar Moscheen in Ceuta versorgen die jungen Menschen mit kleinen vorgepackten Mahlzeiten, während verschiedene NGOs und andere Hilfsorganisationen Kleidung bereitstellen und ihre Personendaten notieren – um ihren Familien Bescheid geben zu können, falls sie nach Marokko abgeschoben werden.

Andere junge Geflüchtete verlassen sich auf die Hilfe von Anwohnenden, die sie aus den Kofferräumen ihrer Autos heraus manchmal mit Mahlzeiten und Wasser versorgen. Abgesehen von dieser gelegentlichen Unterstützung ist die Beziehung zwischen den jungen Migrantinnen und Migranten und den Leuten in Ceuta aber oft angespannt. In der spanischen Exklave hat es bis jetzt noch keinen großen Corona-Ausbruch gegeben, und man ist besorgt, dass die Ankunft der vielen Menschen das ändern könnte.

Sechs junge, dunkel gekleidete Männer klettern in der spanischen Exklave Ceuta über einen Zaun, auf dem Stacheldraht angebracht ist

Mehrere junge Marokkaner klettern über einen Zaun in den Hafen von Ceuta. Sie hoffen, sich dort in einem LKW oder auf einem Schiff verstecken zu können und so auf das europäische Festland zu kommen. Oft verbringen sie allerdings höchstens eine Nacht im Hafen, bevor die Polizei sie entdeckt und rauswirft

Für einige der jungen Leute geht es irgendwann wieder zurück nach Marokko, sie müssen ihren Traum von einem besseren Leben in Europa zumindest vorerst aufgeben. Viele können diesen Traum jedoch nicht loslassen. Sie sagen, dass sie sich gar nicht an eine Zeit erinnern könnten, in der ihre Eltern nicht davon geredet haben. Deswegen nehmen viele von ihnen auch prekäre Gelegenheitsjobs an oder betteln, um 250 Euro zusammenzubekommen – also die Summe, die ein kleines Boot kostet, mit dem sie die gefährliche Überfahrt zum europäischen Festland antreten können.

Eine andere Taktik ist es, immer wieder zu versuchen, sich in einem LKW oder auf einem Schiff zu verstecken und so in Richtung Norden nach Spanien zu kommen. Es ist so oder so ein hartes Leben, das sehr wahrscheinlich auch dann nicht leichter wird, wenn die jungen Migrantinnen und Migranten es aufs europäische Festland schaffen. Denn sie werden – ganz egal, wo sie auch landen – vermutlich nicht mit offenen Armen empfangen.

Mehrere junge Männer sitzen auf einem Bordstein in der Innenstadt der spanischen Exklave Ceuta

In der Innenstadt von Ceuta warten junge Marokkaner darauf, dass die Moschee aufmacht und sie ihre Essenspäckchen abholen können

Ein junger Mann sitzt auf einem Hügel und blickt auf die marokkanische Kleinstadt Belyounech in der Ferne, sie wird nur durch einen Zaun von Europa getrennt

Im Hintergrund ist die marokkanische Kleinstadt Belyounech zu sehen, wo viele Häuser direkt an den Absperrzaun grenzen. Viele junge Marokkaner geben auf und kehren in ihr Heimatland zurück, weil sie die Lebensbedingungen in Ceuta nicht mehr aushalten

Ein junger Mann sitzt in einem aus Matratzen und Decken zusammengebauten Unterschlupf

Ein junger Marokkaner hat auf einem leerstehenden Grundstück in einer Wohngegend von Ceuta umgeben von Rosenbüschen einen Unterschlupf gebaut

Zwei spanische Polizisten blicken bedrohlich auf einen jungen Mann, der vor ihnen auf dem Boden liegt

In Ceuta werden häufig junge Migrantinnen und Migranten festgenommen – vor allem dann, wenn ihre Bettelversuche aggressiv rüberkommen. Hier versuchen zwei Polizisten in der Nähe des Hafens, Geflüchtete abzuschrecken

Fünf Teenager schlafen in einer aus Decken und Matratzen zusammengebauten Hütte

Fünf minderjährige Marokkaner schlafen in einer provisorisch errichteten Hütte

Mehrere junge Männer sitzen nachts in der spanischen Exklave Ceuta auf einer Mauer und unterhalten sich

Auf einem brachen Grundstück reden mehrere junge Marokkaner darüber, wie ihnen Geld gestohlen wurde – von anderen jungen Migranten aus Marokko, die schon länger in Ceuta leben

Mehrere junge Männer sitzen in der spanischen Exklave Ceuta unter einer von Schrottteilen hochgehaltenen Plane

Mehrere Jugendliche schlagen neben dem Hafen von Ceuta ihr Lager auf. Mithilfe von gesammelten Zaun- und Wandresten befestigen sie Planen, um sich vor dem Wetter zu schützen

In der Nähe eines Strands der spanischen Exklave Ceuta betet ein junger Mann vor seinem provisorischen Lager auf einem Gebetsteppich

Ein junger Mann betet in der Nähe des Playa de Benítez neben seinem provisorischen Camp

 

Aug. 2021 | Heidelberg | Kommentieren

462_0-1Der Rundschau Credo: „Sapere aude – wage zu denken!“ – Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Immanuel Kant

Diese Sachliteratur lebt von ihrer Informationsdichte, Rolf Bergmeier beschreibt in die „Christlich-abendländische Kultur“ genau diese als Legende. Richtig unterhaltend wird’s aber, wenn mit großer Sorgfalt gearbeitet wird, oder besser, eine griffige These hinzukommt, die kraftvoll genug ist, gewohnte Denkmuster zu durchbrechen. Dann liest sich Sachliteratur so spannend wie gute Belletristik.
Rolf Bergmeier ist Sachbuchautor mit der deutlich steilen These des Sachbuchdramatikers. Nun kann aber die spektakulärste These nichts reißen, wenn sie nicht zu wachsender Gewissheit heranreift, indem sie konsequent den finalen Beweis sucht. Oder, auf einfach: Der Verfasser einer These behauptet erfolgreich seine Wahrheit. Nun gibt es beinahe so viele Wahrheiten wie Thesen. Die Wahrheit des Rolf Bergmeier in „Christlich-abendländische Kultur“ lautet kurz und knapp: Diese Kultur i s t eine Legende.

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Aug. 2021 | Allgemein, Buchempfehlungen, Feuilleton, Junge Rundschau, Kirche & Bodenpersonal | Kommentieren

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