Michelle Obama ist eine der überzeugendsten und beeindruckendsten Frauen der Gegenwart. Als erste afro-amerikanische First Lady der USA trug sie maßgeblich dazu bei, das gastfreundlichste und offenste Weiße Haus zu schaffen, das es je gab.
Sie wurde zu einer energischen Fürsprecherin für die Rechte von Frauen und Mädchen in der ganzen Welt, setzte sich für einen dringend notwendigen gesellschaftlichen Wandel hin zu einem gesünderen und aktiveren Leben ein und stärkte außerdem ihrem Ehemann den Rücken, während dieser die USA durch einige der schmerzlichsten Momente des Landes führte.
Ganz nebenbei zeigte sie uns noch ein paar lässige Dance-Moves, glänzte beim „Carpool Karaoke“ und schaffte es obendrein auch, zwei bodenständige Töchter zu erziehen – mitten im gnadenlosen Blitzlichtgewitter der Medien …
Bebilderte Leseprobe
Michelles Einblicke sind spannend, packend und extrem ehrlich. Gleich zu Beginn des 542 Seiten starken Buches (26 Euro) beschreibt sie ihren ersten Abend als Ex-First Lady. Ihr Mann Barack und die Töchter Sasha und Malia sind alle weg und beschäftigt, sie ist allein mit den zwei Hunden in ihrem neuen Zuhause und macht sich einen Käsetoast – erstmals selbst, ohne fremde Hilfe, nach acht Jahren an der Seite des mächtigsten Mannes der Welt.
Leben im Weißen Haus
Auf ihre eigene Art erzählt Michelle ihre Geschichte: von der Kindheit in einer beengten Wohnung, über die Anwaltskanzlei, in der sie Barack über den Weg läuft, bis hin ins Weiße Haus. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund, berichtet über ihre Fehlgeburt und Probleme in der Ehe, die sie zu einem Paartherapeuten geführt haben. Das Leben im Weißen Haus erklärt sie so: „Ein Ort, der mehr Treppen hat, als ich zählen kann – und dazu noch Aufzüge, eine Kegelbahn und einen hauseigenen Floristen. Ich schlief in einem Bett, das mit italienischer Bettwäsche bezogen war. Unsere Mahlzeiten wurden von einem Team erstklassiger Köche zubereitet. Agenten des Secret Service – bewaffnet, mit Knopf im Ohr und mit betont ausdrucksloser Miene – standen vor unseren Türen und gaben sich alle Mühe, sich aus unserem Familienleben herauszuhalten.“