Seltsam, im Nebel zu wandern! Einsam ist jeder Busch und Stein, Kein Baum sieht den anderen,
Jeder ist allein.
Voll von Freunden war mir die Welt, Als noch mein Leben licht war; Nun, da der Nebel fällt,
Ist keiner mehr sichtbar.
Wahrlich, keiner ist weise, Der nicht das Dunkel kennt, Das unentrinnbar und leise
Von allem ihn trennt.
Seltsam, im Nebel zu wandern! Leben ist Einsamsein. Kein Mensch kennt den andern, Jeder ist
allein.

 

“Im Nebel” schreiben die Toten Hosen  im beigelegten Heft zu ‘Die Geister, die wir riefen’ –
„ist ein Gedicht von Hermann Hesse aus dem Jahr 1908.
Campino schrieb die Musik zu diesem Gedicht,
in dem ein weise gewordener Mensch der Welt seine Erkenntnis mitteilt:
Leben ist Einsamsein.”
Es komme nicht oft vor, dass man ein Gedicht liest und sich sofort Musik dazu vorstellen könne.
In diesem Fall aber sei es wie von selbst gegangen …
Alsdann, wandern wir mal ein Stück mit Campino und den Toten Hosen mit im Nebel:

Okt. 2018 | Allgemein, Feuilleton, Junge Rundschau, Senioren | Kommentieren