Das Bundesverfassungsgericht hat am Freitag – nach einer Beschwerde von von Spiegel und Correctiv – über ein Urteil informiert, das Medien es erleichtern könnte, Einstweilige Verfügungen zu verhindern. Die Richter in Karlsruhe stellten klar, dass die Beklagten vor Erlass die Gelegenheit zur Stellungnahme bekommen müssen. Pressekammern hatten in der Vergangenheit in Eilverfahren immer wieder auf die Darstellung der Gegenseite verzichtet. Gerichte müssten künftig darauf achten, die “prozessuale Waffengleichheit” zu wahren, schreiben die Richter in ihrem Urteil.
Angela Merkel allüberall: An den Zeitungsständen der Republik war die Bundeskanzlerin heute omnipräsent. Der angekündigte Rückzug beherrschte die Titelseiten, die je nach Medium eher als Nachruf oder aber als Nachtreten gerieten. Ausgerechnet die linke taz indes trotzte der kollektiven Merkel-Dämmerung. Schlagzeile zu alledem: „Wir werden uns noch nach ihr sehnen.“ – Wir auch …
Kirchenreform zielt – wie alle Reformen – auf die Veränderung eines Zustandes der einen, „von Jesus Christus gewollten“ (?) beziehungsweise gestifteten Kirche in ihrer universalen Einheit oder einer ihrer Ausprägungen in ihrer Vielfalt, insbesondere auch Reformen von deren Verfassung(en), Grundordnungen,
(und werde mich in künftig folgenden Beiträgen – ceterum censeo – über „Providenz, seinen Park“ und das vorgeblich „marode, baufällig und aus allen Nähten platzende Kirchemusikalische Institut“ welches eben drum in diesem Park vierstöckig gebaut werden müsse, noch ausführlich beschäftigen)
Grundvollzügen und dem damit verbundenen Versuch, ihre Einheit ökonomisch – pardon ökumenisch wird wohl gemeint sein wollen – und ihre Sendung authentisch wiederherzustellen.
Der Manager von Ingo Insterburg bestätigte gegenüber Agenturen, er sei einem erst kürzlich bei dem Musiker diagnostizierten Krebsleiden in einem Charlottenburger Hospiz erlegen. In seinen letzten Stunden war Ingo Insterburg nicht allein, sein Sohn Wolf war an seiner Seite. Bereits Ende der 60er Jahre gründete Ingo Insterburg, der am 6. April 1934 unter seinem bürgerlichen Namen Ingo Wetzker in Insterburg geboren wurde, gemeinsam mit Karl Dall, dem Autor Peter Ehlebracht und dem Schauspieler Jürgen Barz die Band Insterburg & Co. womit auch der Grundstein für Comedians wie Otto und Mike Krüger gelegt worden war. Er selbst bezeichnete sich als musikalischer Komödiant, Kritiker betitelten Ingo Insterburg als Blödelbarden.
Seltsam, im Nebel zu wandern! Einsam ist jeder Busch und Stein, Kein Baum sieht den anderen,
Jeder ist allein.
Voll von Freunden war mir die Welt, Als noch mein Leben licht war; Nun, da der Nebel fällt,
Ist keiner mehr sichtbar.
Wahrlich, keiner ist weise, Der nicht das Dunkel kennt, Das unentrinnbar und leise
Von allem ihn trennt.
Seltsam, im Nebel zu wandern! Leben ist Einsamsein. Kein Mensch kennt den andern, Jeder ist
allein.
Am vergangenen Wochenende war der Gazastreifen wieder der brutalen Gewalt der israelischen Besatzungstruppen ausgesetzt.
Erneut hatten sich im Rahmen des „Great March Return“ viele Palästinenser an der Grenze versammelt, um um friedlich für ihre Rechte zu demonstrieren. Dabei schossen die israelischen Besatzungstruppen fünf Palästinenser nieder: Ayesh Sha’th, Saeed Abu Libdeh, Nassar Abu Taym, Yahya Al-Hasnat and Mohammed Abdul Nabil. Insgesamt 230 wurden durch Gummigeschosse der israelischen Armee verletzt. Unter ihnen sind 35 Kinder und vier Sanitäter.
Im nordöstlichen Teil von Khan Younis töteten die Besatzungstruppen die drei Kinder Khaled Bassam Mahmoud Abu Saeed (13), Abdul Hameed Mohammed Abdul Aziz Abu Zaher (13) und Mohammed Ibrahim Abdullah al-Sutari (13). Gem. der Genfer Konvention, die den Schutz von Zivilisten und Kindern sichert, werden diese Taten als Kriegsverbrechen angesehen.
Dr. Hanan Ashrawi, Mitglied des PLO-Exekutivkomitees, warnte: „Solange die internationale Gemeinschaft schweigt, wird die jahrzehntelange Ungerechtigkeit der Palästinenser weitergehen“. Sie fügte hinzu: „Es ist an der Zeit, dass die Regierungen auf der ganzen Welt den Schutz der palästinensischen Bevölkerung übernehmen und eine effektive Rechenschaftspflicht Israels gewährleisten“.
Sie appellierte an den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) prinzipientreu zu handeln und eine zügige Untersuchung der ungeheuerlichen Aggressionen Israels und der eklatanten Kriegsverbrechen gegen die Palästinenser voranzutreiben.
Seit dem 30. März wurden 205 Palästinenser im Gaza-Streifen getötet. Unter ihnen sind mindestens 37 Kinder. Mehr als 22.000 Palästinenser wurden bisher verletzt.
Deutschland lobbyiert in der EU aktiv gegen schärfere Regelungen beim Export von Überwachungstechnologie in autokratische Regime. Das belegen interne Verhandlungsprotokolle und Strategiepapiere der Bundesregierung, die Reporter ohne Grenzen veröffentlicht. Damit behindert die Bundesregierung einen Prozess, den sie 2015 selbst angestoßen hatte: Mit der Reform der so genannten Dual-Use-Verordnung will die EU den Verkauf europäischer Spähsoftware an Staaten verhindern, in denen Menschenrechte missachtet und Journalisten überwacht werden. Die veröffentlichten Dokumente zeigen, dass Deutschland zentrale Punkte der Reform torpediert und damit bisher vor allem Wünsche der Industrie erfüllt hat (http://ogy.de/4906).

Der Mannheimer Hof unter Kurfürst Carl Theodor war berühmt für seine Musik und die mit den Aufführungen verbundenen „Events“ – die „Akademien“. Beides können die heutigen Gäste der ehemaligen kurpfälzischen Residenz erleben. Bei einem Festkonzert zur Feier des 275-jährigen Jubiläums der „Mannheimer Schule“ am 4. November treffen die Besucher im Schloss auf historische Gäste einer musikalischen Akademie, wie sie am Hof zelebriert wurde: auf den jungen Mozart, Damen des Hofes, Mannheimer Bürger sowie auf den Musikkritiker Charles Burney. Als historische Zeitzeugen nehmen sie die Besucher mit auf eine Zeitreise in das 18. Jahrhundert.
In diesem Jahr findet im Rahmen des Festivalprogramms vom Theater und Orchester Heidelberg das Barock-Fest „Winter in Schwetzingen“ vom 30. November 2018 bis zum 26. Januar 2019 statt. Eröffnet wird das Festival am 30. November 2018 im Rokokotheater Schwetzingen mit der Oper (Bild Ludwig Olah): „La Verità In Cimento“ von Antonio Vivaldi. Die Musikalische Leitung liegt bei Davide Perniceni, die Regie bei der national und international gefragten Regisseurin Yona Kim.
Antonio Vivaldis Familientragödie von 1720 bildet den Höhepunkt seines in der Zwischenzeit fast vergessenen Opernschaffens. Knapp 100 Bühnenwerke sollen aus der Feder des venezianischen Meisters stammen. Die meisten hiervon sind allerdings heutzutage verschollen. (mehr …)