Der Autor Thomas Arzt

Paris, Nizza, St. Petersburg, London, Brüssel, Berlin. Wann immer in den letzten Jahren der Terror in Europa wütete, war Armin Stummer vor Ort, eine Konstante. Erklären kann er sich das nicht. Auch nicht, als er in einer Silvesternacht von Ermittler Göttinger gestellt wird, der besessen davon ist, die Zusammenhänge zwischen den Anschlägen und der rätselhaften Reiseroute des Armin Stummer zu verstehen. Dieser scheint ganz harmlos: Als Monteur für Lichtinstallationen fährt er an der Seite des Künstlers André Tartini durch die Lande. Tartinis mystische Shows begeistern die Menschen, hier können sie all die Ängste, die ihren Alltag bestimmen, loslassen. Tartini sammelt sie, nimmt sie in sich auf und lässt daraus prächtige Paradiese der Angst sprießen, die aus dem Untergrund an die Oberfläche und weiter gen Himmel wachsen. Bis wieder etwas passiert …

Thomas Arzt geht in seinem neuen Stück den grundlegenden Strukturen der Angst nach, die Gesellschaft und Individuen zersetzt. Sie wird zu einer fantastischen Wucht der Natur, die sogar Stahl zu sprengen vermag, und damit letztlich selbst zur Gefahr. Wo die Angst sich bündelt, schlägt der Hass zu. Der österreichische Theaterautor Thomas Arzt war bereits mit „Grillenparz“ und „Alpenvorland“ bei dem renommierten Festival für zeitgenössische Dramatik, dem Heidelberger Stückemarkt, vertreten. Für „Alpenvorland“ wurde er dort mit dem AutorenPreis ausgezeichnet.
Die Anschläge von nächster Woche“ ist ein Auftragswerk für das Theater und Orchester Heidelberg.

Der Autor studierte Theater,-Film- und Medienwissenschaft, Germanistik, Philosophie sowie Psychologie an der Universität in Wien. In der Spielzeit 2010|11 war er als Hausautor am Schauspielhaus Wien engagiert. Er erhielt das Dramatikerstipendium der Stadt Wien sowie das Thomas-Bernhard-Stipendium am Landestheater Linz

Die Regie dieser Uraufführung übernahm Brit Bartkowiak, die bereits am Deutschen Theater Berlin mit Dimiter Gotscheff, Nicolas Stemann und Stephan Kimmig arbeitete. Neben dem Deutschen Theater Berlin, wo sie u. a. die Uraufführung von „Muttersprache Mameloschn“ von Marianna Salzmann inszenierte, welche den Publikumspreis der Mülheimer Theatertage 2013 gewann, war die Regisseurin auch am Staatstheater Mainz, am Volkstheater München, am Deutschen Theater Göttingen sowie am Stadttheater Ingolstadt tätig. „Die Anschläge von nächster Woche“ ist nach „Woyzeck“ und „Unschuld“ ihre dritte Inszenierung am Theater und Orchester Heidelberg.

Uraufführungspremiere 09.02.2018,
20.00 Uhr, Zwinger1

Weitere Informationen und Tickets: www.theaterheidelberg.de; 06221|5820.000

Jan. 2018 | Heidelberg, InfoTicker aktuell, Theater & Orchester HD | Kommentieren