Es ist Zeit, wir müssen reden – über alles, was uns wichtig ist! Und weil es sich beim Essen am allerbesten reden lässt, gibt es ab sofort eine neue Reihe am Theater und Orchester Heidelberg. Das Sonntagsfrühstück ist drei bis vier Mal in einer Spielzeit geplant.
Jedes Mal gibt es ein neues Thema und neue Mitwirkende, mit denen gesprochen, erörtert und diskutiert wird.

In der ersten Ausgabe am 04. Februar 2018 steht die Frage „Wer ist das Volk?“ im Mittelpunkt der Veranstaltung. Der Protestruf „Wir sind das Volk“, der sich kurz vor dem Mauerfall gegen die damalige DDR-Regierung richtete, hat in den letzten Jahren einen unangenehmen Beigeschmack bekommen. Seit 2014 wird die Parole zunehmend in rechtspopulistischen Kreisen verwendet und signalisiert vor allem Fremdenfeindlichkeit und verhärteten Nationalismus.
Wann, wenn nicht jetzt, muss also die Frage gestellt werden: Wer ist denn dieses Volk? Kann es überhaupt so eindeutig definiert werden? Was passiert, wenn ein starrer Volksbegriff die Ausgrenzung von Andersartigem miteinschließt? Und kann linke Identitätspolitik für mehr Differenziertheit sorgen oder ist sie vielmehr die Ursache für das Erstarken eines reaktionären Volksbegriffes?

Die Veranstaltung beginnt um 12.00 Uhr.
Treffpunkt: 11.55 Uhr Theaterpforte / Bühneneingang
(Theaterstr. 10, beim Spielplatz)

In Tischgesprächen stellen Intendant Holger Schultze sowie die Schauspieler Marco Albrecht und Sophie Melbinger politische und gesellschaftliche Texte vor. Anschließend besteht die Möglichkeit für das Publikum in kleinem und persönlichem Rahmen hemmungslos loszudiskutieren.

Der Kern unserer Demokratie ist das Miteinander-Reden.
Hören wir nicht auf, es zu üben!

Statt Eintritt bitten wir um einen kulinarischen Beitrag für das Buffet, die Getränke gehen aufs Haus. Die Veranstaltung beginnt um 12.00 Uhr.

Anmeldung erforderlich unter: antonia.leitgeb@heidelberg.de

Jan. 2018 | Heidelberg, InfoTicker aktuell, Theater & Orchester HD | Kommentieren