Vier Wochen stellten sich die Kandidaten und Projekte der IBA Heidelberg über die Plattform SPONSORT einer öffentlichen Abstimmung. Fünf kulturell ausgerichtete Projekte standen zur Wahl. Jetzt wurden die Stimmen gezählt und der Gewinner ermittelt, der sich mit dem Preisgeld von 10.000 € an die Umsetzung seines Projektes machen kann.
Es war ein spannendes Rennen um die meisten Stimmen im Online-Wettbewerb, in dem die Bauprojekte der IBA für ihre Ideen warben. Mehr als 2.600 Teilnehmer votierten im Zeitraum vom 24. Februar bis zum 24. März 2017 für ihr Herzensprojekt – und damit für eine sinnvolle und spannende Idee für Heidelberg.
Denn jedes der fünf Projekte verfolgt eine Erweiterung des Lebens- und Lernraums Heidelberg, die das Leitthema der IBA Wissen | schafft | Stadt aufgreift und die Stadt auf dem Weg zur „Wissensgesellschaft“ begleitet.
Gewinner ist …
Mit 812 Stimmen sicherte sich das Projekt Collegium Academicum den ersten Platz im Online-Voting.
„Wir freuen uns riesig über die tolle Unterstützung aus unserem Netzwerk und der Studentenschaft Heidelbergs und sind sehr gespannt auf das erste begehbare Modell eines unserer Zimmer für den neuen Holzbau. Schon ganz bald machen wir uns ans Werk“, sagen Charlotte Lachauer und Franziska Meier, die das Projekt mit initiiert haben.
Gemeinsam mit ihrem Team möchten sie einen Prototyp für ein Studentenzimmer errichten, der auf einen Vorentwurf des Architekturbüros drexler guinand jauslin zurückgeht, und diesen in der Stadt präsentieren. Auf lange Sicht soll auf dem Gelände des ehemaligen US-Hospitals in Heidelberg-Rohrbach ein selbstverwaltetes Studentenwohnheim entstehen.
Das Besondere: Die Studenten werden ihr Wohnheim als Eigentümer der Immobilie komplett selbst verwalten. Geplant sind neben Wohnräumen auch multifunktionale Gemeinschaftsräume, ein Café und Veranstaltungsräume für Events und Seminare. Um Austausch zu fördern, werden alle diese Räume auch für die Nachbarschaft im Quartier offenstehen. Ein umfangreiches Bildungskonzept mit Vorstudium, Begleitstudium, Tutorprogramm und projektbasiertem Lernen soll Studierenden zudem helfen, sich umfassend fortzubilden.
Auch für die anderen Projekte geht es weiter.
Im SPONSORT-Voting knapp dahinter auf Platz zwei folgt mit 749 Stimmen die Sammlung Prinzhorn mit ihrem inklusiven Museumscafé. Auf Platz drei mit insgesamt 744 Stimmen liegt der Workshopraum des IBA_Projektes exPRO3 der WERKstattSCHULE e.V. Die Plätze vier und fünf belegen die Gesprächsreihe Muslime im Gespräch der Initiative Teilseiend und der Begeisterhaus Think-Tank des Deutsch-Amerikanischen Instituts. Sie alle haben die Möglichkeit, sich in Zukunft über Crowdfunding-Kampagnen auf der Plattform SPONSORT weitere Unterstützung für ihre Projekte sichern.
Gemeinsam stark für Projektideen der Wissensstadt
Die IBA Heidelberg ist die erste von einer Stadt finanzierte Bauausstellung. Sie verfügt über keine Eigenmittel für Bauinvestitionen. Daher setzt sie in ihrer Arbeit verstärkt auf Förderprogramme und innovative Kooperationen – wie auch hier. Die Projekte erhielten durch das Voting nicht nur die Chance, einen für sie wichtigen Meilenstein zu realisieren. Sie hatten überdies die Möglichkeit, zu testen, wie ihre Ideen bei den Heidelbergern ankommen. Weitere Details zu allen Projekten sind auf den Seiten www.sponsort.de/IBA sowie www.iba.heidelberg.de zu finden.
Über SPONSORT
SPONSORT verbindet als Crowdfunding-Plattform für die Metropolregion Rhein-Neckar die Power der Menschen mit der Power ortsansässiger Unternehmen. Ob ein Geschäft ohne Plastiktüten, Infrastrukturprojekte, ein Musikfestival, gemeinnützige Projekte, eine mobile Bar oder ein sicherer Spielplatz – durch Crowdfunding und Sponsoring werden gute Ideen der Bürgerinnen und Bürger schneller finanziert und umgesetzt.
Über die IBA Heidelberg
IBA – das steht kurz für Internationale Bauausstellung. Bei einer IBA wird in einem Projektzeitraum von bis zu zehn Jahren live erforscht, wie die Stadt der Zukunft aussehen kann. Unter dem Leitthema Wissen | schafft | Stadt ist die IBA in Heidelberg von 2012 bis 2022 in der gesamten Stadt aktiv. In dieser Zeit hilft sie, Prozesse und Bauprojekte rund um das Thema „Wissensgesellschaft“ zu initiieren, zu evaluieren und umzusetzen.