In dem berührenden Stück „Die Blutroten Schuhe“ (Foto: Annemone Taake), in dem Vanvela aus ihrem Heimatdorf fliehen muss, Vater und Mutter verliert und in ihrer großen Leidenschaft, dem Tanzen, Trost findet, geht es um ein ganz zentrales Thema unserer Zeit: Kinder auf der Flucht. Tagtäglich erreichen uns Berichte und Bilder über furchtbare und traurige Schicksale von Kindern, von den Kleinsten, die am wenigsten an dem Elend dieser Welt Schuld sind. Leider hat sich seit vielen Jahrzehnten an der Thematik nichts geändert und sie ist nach wie vor brandaktuell.
Nach der Aufführung am 05.02.2017 um 15 Uhr im Zwinger3 des Jungen Theater Heidelberg bieten die Künstler gemeinsam mit ihren Gästen allen Zuschauern und Interessierten ein ganz besonderes Nachgespräch:
PD Dr. med. Michael Kaess, Geschäftsführender Oberarzt und Leiter einer Forschungssektion an der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie des Universitätsklinikums Heidelberg sowie Christian Heinze, Leiter der Abteilung für Flucht und Migration beim Diakonischen Werk der evangelischen Kirche Heidelberg, sprechen mit Natascha Kalmbach, Leiterin des Jungen Theaters und Regisseurin des Stücks „Die Blutroten Schuhe“, über Kinder, die ein solches Schicksal erfahren.
Was bedeutet es für ein Kind, seine Heimat zu verlassen aus Gründen, die nicht zu verstehen sind? In ein Land zu kommen, dessen Sprache es nicht spricht und dessen Kultur fremd ist.
Derzeit sind über 2 Millionen allein syrische Kinder auf der Flucht. Sie erleben – wie Franvera – Gewalt, Zerstörung, Tod, Hunger, Angst und Albträume. In Deutschland erlebt man Krieg und Flucht vor allem durch die mediale Vermittlung. Bei dem Podiumsgespräch am Sonntagnachmittag wird darüber gesprochen, welche Auswirkungen eine Flucht auf Kinder haben kann. Die Teilnahme am Podiumsgespräch ist kostenfrei und beginnt um ca. 16.30 Uhr (Zwinger-Foyer).
Weitere Informationen und Tickets für die Aufführung: www.theaterheidelberg.de…; 06221 | 5820.000; Das Stück ist ab etwa 10 Jahren geeignet.