Unterstützen mit vereinten Kräften die Spendenaktion „HD hilft!“: Die Präsidenten und Mitglieder der Heidelberger Service Clubs bei der Präsentation der Zwischenbilanz mit Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner. Regie und Bild: Philipp Rothe

Unterstützen mit vereinten Kräften die Spendenaktion „HD hilft!“: Die Präsidenten und Mitglieder der Heidelberger Service Clubs bei der Präsentation der Zwischenbilanz mit Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner.
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Die Aktion „HEIDELBERG hilft!“ – der 18 Heidelberger Service Club hat seit dem Startschuss am 19. Oktober 2015 mehr als 30.000 Euro für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge gesammelt. Eva Rössy, Präsidentin des Lions Clubs Heidelberg-Altstadt, deren Club die Aktion initiiert hat, freut sich über das große Engagement der Heidelberger: „HD hilft! ist längst mehr als eine Button-Aktion. Wir sind überwältigt von der Vielzahl von Sammlungen in der ganzen Stadt. Jeden Tag erhalten wir Nachrichten über private Sammelaktionen“, sagte Rössy heute (30. November) bei der Präsentation der Zwischenbilanz  im Saal des Prinz Carl.

„Die Hilfsbereitschaft der Heidelberger Bevölkerung für Menschen auf der Flucht ist beeindruckend“, sagte Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner, der hörbar mit ganzem Herzen hinter dieser Aktion steht: „Ich bin den Heidelberger Lions Clubs sehr dankbar, dass sie mit vereinten Kräften über ihre Netzwerke die Spendenaktion unterstützen. Die Hilfe erreicht Kinder und Jugendliche, die aus Krisenregionen geflohen sind und hier ohne Eltern und Familienangehörige Fuß fassen müssen.“

Weiter meinte der OB: „HD hilft! hat schon jetzt das Beste erzielt, was eine Hilfskampagne erreichen kann: Hier bringen sich Menschen aus ganz verschiedenen Bereichen für ein gemeinsames Ziel ein. Über die Geldspenden hinaus engagieren sich Akteure mit Sachspenden und mit ganz besonderen Leistungen, die man niemals kaufen könnte. Genau dieses Zusammenwirken brauchen wir. Das ist der sicherste Weg zu einer gelingenden Integration.“

Derzeit betreut das Kinder- und Jugendamt Heidelberg mehr als 60 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Sie kommen überwiegend aus Afghanistan und Syrien. Ein Großteil ist zwischen 15 und 17 Jahre alt. Die Jugendlichen leben in der Regel in Heimen oder betreuten Wohnformen; in geprüftem Einzelfall sei auch eine Unterbringung in Pflegefamilien möglich und vorgesehen.

Gelingende Integration

Unter den Geflüchteten, die jeden Tag auch Heidelberg erreichen, sind auch zahlreiche Kinder und Jugendliche. Dies stellt - zwar - Kitas und Schulen vor eine große Herausforderung. Doch im Falle einer gelungenen Integration könnten am Ende alle profitieren. Das Kinder- und Jugendamt der Stadt Heidelberg kümmert sich …

Unter den Geflüchteten, die jeden Tag auch Heidelberg erreichen, sind – oft traumatisiert – auch zahlreiche Kinder und Jugendliche. Dies stellt – zwar – Kitas und Schulen vor eine große Herausforderung. Doch im Falle einer gelungenen Integration könnten am Ende alle profitieren. Das Kinder- und Jugendamt der Stadt Heidelberg kümmert sich …

Die Aktion trage auch dazu bei, dass die Situation der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge stärker ins öffentliche Bewusstsein gerückt werde, sagte die Leiterin des Kinder- und Jugendamtes der Stadt Heidelberg. Myriam Feldhaus. So seien viele Sachspenden, für die es einen konkreten Bedarf gab – und gibt – von Firmen oder Sportvereinen übernommen worden. Auf eigenen Wunsch können jetzt – nur mal eben zum Beispiel – zehn Jugendliche einen Schwimmkurs belegen, der von ehrenamtlichen Vereinsmitgliedern durchgeführt werde. Einige Sportvereine verzichten hierbei auch auf ihren Mitgliedsbeitrag; eine Firma spendete Fahrräder für die Jugendlichen. „Durch die Spenden können wir notwendige Alltagsgegenstände oder Kurse finanzieren, die über die vorgegebene Mindestversorgung hinausgehen“, sagte Feldhaus.

So haben mehrere Jugendliche einen Laptop erhalten, der nicht nur beim Lernen hilft sondern – via Skype –  den Kontakt übers Internet mit den Eltern oder anderen noch lebenden Verwandten ermöglicht.

Auch Alltagsgegenstände wie Möbel, Wäscheständer oder Küchenutensilien wurden angeschafft. Andere Jugendliche freuten sich über eine komplette Sportausrüstung die es ihnen ermöglichte, aktives Mitglied in einem Sportverein zu werden. Mittlerweile werden geflüchtete Jugendliche beispielsweise zusammen mit ihren gleichaltrigen einheimischen Mitbewohnern von Sportvereinen zu deren Veranstaltungen oder auch zuhause eingeladen. Darüber hinaus können sie in naher Zukunft im Olympiastützpunkt der Metropolregion Rhein-Neckar ein offenes Training absolvieren. Ziel ist es, die Kinder und Jugendlichen dauerhaft in einen für sie geeigneten Sportverein zu vermitteln. Durch die Anschaffung von Schul- und Lernmaterialien werde den Jugendlichen zudem auch der Zugang zur deutschen Sprache erleichtert. Dies alles, so Feldhaus weiter, seien  Beispiele einer gelingenden Integration.

Auch für die nächste Zeit stehen weitere Vorhaben an. So richtet die Stadt derzeit zwei zusätzliche Wohnungen für insgesamt sieben Jugendliche ein. Die Spendeninitiative unterstützt dabei die Küchenausstattung. Weitere Vorhaben sind die Anschaffung eines Tischkickers und einer Tischtennisplatte für Gemeinschaftseinrichtungen.

150 Button-Verkaufsstellen – und es dürfen immer mehr werden

Darfs ein bisschen mehr sein? Weiter unten finden Sie die Konteninformation. Und: Dafür gibt es dann auch eine Spendenquittung!

Darfs ein bisschen mehr sein? Weiter unten finden Sie die Konteninformation. Und: Dafür gibt es dann auch eine Spendenquittung!

„HD hilft!“ läuft  in der Vorweihnachtszeit auf Hochtouren weiter: In mehr als 150 Verkaufsstellen sind farbige „HD hilft!-Buttons“ erhältlich, die für eine Mindestspende von fünf Euro erworben werden können. Mehr als 40 ehrenamtliche Helfer der Heidelberger Service Clubs betreuen die Aktion vor Ort. Mit dabei sind alle Lions- und Rotary-Clubs, die beiden Heidelberger Zonta Clubs, Round Table, Ladies‘ Circle, Soroptimisten und der Deutsch-Amerikanische Frauenclub. Alle Spenden fließen in den Fonds „HD hilft!“, den das Kinder- und Jugendamt der Stadt Heidelberg verwaltet, wobei sich die Amtsleiterin ausdrücklich für das in diese Institution gesetzte Vertrauen bedankt. In jedem einzelnen „Fall“ werde die Verwendung der Gelder genauestens überprüft

Zahlreiche Unterstützer

Viele Vereine, Organisationen und Unternehmen haben „HD hilft!“ unterstützt, beispielsweise mit

Sammlungen anlässlich der St. Martinsumzüge der Stadtteilvereine und Kolping in Bergheim, Boxberg/Emmertsgrund, Wieblingen und  Ziegelhausen/Peterstal

Sammlung anlässlich des Teile Therapie Kongresses in der Stadthalle

Die Schausteller der Heidelberger Weihnachtsmärkte haben einen ansehnlichen Betrag geleistet

Schulaktionen des Englischen Instituts, der Heidelberg International School, des Kurfürst-Friedrich-Gymnasiums, des St. Raphael-Gymnasiums und der St. Raphael-Realschule, der Heiligenbergschule, der Elisabeth-von-Thadden-Schule sowie des Heidelberg College

Kindergartenaktionen zahlreicher Heidelberger Kindergärten und -tagesstätten
Sammlung beim RNZ Olympiaforum im Olympiastützpunkt
Sammlung bei den Heimspielen der MLP-Academics Heidelberg
Sammlungsaktion der SRH Hochschule Heidelberg
Sammlung der Wirtschaftsjunioren Heidelberg

Die Organisatoren wissen auch, dass eine Spendenaktion über einen langen Zeitraum kein Selbstläufer ist. „Wir müssen jetzt verstärkt Überzeugungsarbeit leisten, um die Heidelberger für unser Projekt zu begeistern. Wir geben alles, um bis zum Ende des Jahres einen möglichst hohen Spendenbetrag zu sammeln“, sagte Mario Lehmann vom Organisationsteam „HD hilft!“.

Ziel: Noch mehr Unternehmen gewinnen

Um das Ziel zu erreichen, setzt das Organisationsteam nun auch auf die Unterstützung der Unternehmen. „Wir möchten Heidelberger Unternehmen gewinnen, die auf Weihnachtskarten verzichten und dafür an ‚HD hilft!‘ spenden. Das hilft den Flüchtlingskindern und spart Ressourcen. Statt der Weihnachtskarte können die Weihnachtsgrüße per E-Mail mit Hinweis auf die Spende versendet werden“, erklärte Lehmann. Einige Unternehmen werden anlässlich ihrer Weihnachtsfeier an „HD hilft!“ spenden.

Neujahrskonzert setzt Schlussakkord

Die Aktion „HD hilft!“ soll noch bis zum 1. Januar 2016 laufen. Seinen Abschluss findet das Spendenprojekt mit den Neujahrskonzerten der Heidelberger Sinfoniker und für diese, so lässt Eva Rössy durchblicken, sei auch schon eine „Überraschung“ geplant.

Spenden kann man nicht nur durch den Erwerb eines Buttons an einem der 150 Verkaufsstellen, sondern auch über folgende Spendenkonten: Heidelberger Volksbank, Kontoinhaber: Stadt Heidelberg, Zweck: Spende HEIDELBERG hilft, IBAN: DE38 6729 0000 0149 6159 97, BIC: GENODE61HD1 oder Sparkasse Heidelberg, Kontoinhaber: Stadt Heidelberg, Zweck: Spende HEIDELBERG hilft, IBAN: DE07 6725 0020 0009 2475 72, BIC: SOLADES1HDB.

Nov. 2015 | Heidelberg, Allgemein, InfoTicker aktuell, Junge Rundschau | Kommentieren