Im Sommer ist das Amt für Wirtschaftsförderung und Beschäftigung der Stadt Heidelberg aus dem Rathaus ausgezogen und hat in unmittelbarer Nachbarschaft des Rathauses in der Heiliggeiststraße 12 sein neues Domizil gefunden.
Dafür wurde das Gebäude, in dem früher das Stadtarchiv untergebracht war, umfassend saniert. Die Mitarbeiter der Wirtschaftsförderung haben nun mehr Platz und deutlich bessere Arbeitsbedingungen. Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner und Ulrich Jonas, Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung und Beschäftigung, haben das Haus am Freitag, 27. November 2015, offiziell eingeweiht. Viele Vertreterinnen und Vertreter aus Heidelberger Firmen und Unternehmen haben an der Einweihungsfeier teilgenommen.
„Ein Schwerpunkt unserer Wirtschaftsförderung ist die Standortsicherung der ortsansässigen Unternehmen – neben dem beständigen Ausbau unserer Biotechnologie, Organischen Elektronik und dem Digital-Zukunftscluster“, sagte Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner. „Mit dem neuen Haus der Wirtschaftsförderung möchten wir den Unternehmen und Firmen in der Stadt ein klares Signal geben: Wir sind für Sie da und stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.“
Das Amt für Wirtschaftsförderung und Beschäftigung repräsentiert die Stadt bei der Wirtschaft. Es ist Anlaufstelle für Unternehmen, Gewerbetreibende, Investoren und Existenzgründer. Ulrich Jonas beschreibt die städtische Wirtschaftsförderung als moderne Dienstleistungseinrichtung mit einem breiten Spektrum an Angeboten: „Wir helfen Unternehmen, die sich neu ansiedeln möchten, genauso wie ortsansässigen Firmen, die sich weiterentwickeln wollen. Wir beraten mittelständische Firmen auch in Krisensituationen und kümmern uns um den Einzelhandel. Kleineren Firmen helfen wir, junge Nachwuchskräfte zu finden.“ Übergeordnetes Ziel ist es dabei, die individuellen Entwicklungsziele von Unternehmen mit den Stadtentwicklungszielen der Kommune optimal in Einklang zu bringen.
Sanierung unter Denkmalschutz
Die Verwaltung hat das denkmalgeschützte Haus behutsam den neuen Bedürfnissen angepasst. Der Brandschutz wurde erneuert, die EDV auf den neuesten Stand gebracht, die Böden wurden ausgetauscht, Wände und Fassade neu gestrichen. „Beim Giebel Richtung Mönchgasse haben wir geradezu einen schlafenden Frosch wachgeküsst“, sagte Xenia Hirschfeld. Leiterin des städtischen Gebäudemanagements. „Der Giebel war komplett zugemauert. Nun lassen vier neue Fenster viel Licht in die oberen Arbeitsräume.“ Für die Sanierung hat die Stadt insgesamt 710.000 Euro investiert. Mit der Planung und Bauleitung war das Büro Gerstner Architekten beauftragt.