Verhaftet. Vernommen. Unschuldig verurteilt. Max Steller ist führender Experte, wenn es darum geht herauszufinden, ob Zeugen vor Gericht lügen. Er bringt Täter hinter Gitter und sorgt dafür, dass Unschuldige freigesprochen werden. Würde seine Methode konsequent angewendet, könnten zahlreiche Fehlurteile verhindert werden. Doch steht es Aussage gegen Aussage, läuft bei der Wahrheitsfindung an deutschen Gerichten einiges schief. Vor allem beim Vorwurf Vergewaltigung scheint die Unschuldsvermutung außer Kraft zu treten. Nachdem er jahrelang beobachten musste, wie schändlich an deutschen Gerichten mit der Wahrheit umgegangen wird, klagt Max Steller das System in diesem Buch an.
Denn jeder unschuldig Verurteilte und jeder freie Täter ist einer zu viel! Als Pflichtlektüre für Personalverantwortliche in Kirche und Jugendverbänden, für Organisatoren von Präventionsprogrammen und für Journalisten bezeichnet Manfred Lütz das Buch des Psychologen Max Steller, laut Rezensent der berühmteste menschliche Lügendetektor Deutschlands. Steller offenbart ihm präzise und empathisch anhand drastischer, für Lütz wie Krimis zu lesender Fälle die Mängel der Justiz und weist einen Weg zwischen Bagatellisierung und Skandalisierung – den der Wissenschaft. Lütz hofft, dass Stellers Aussagepsychologie Eingang in die Juristenausbildung findet und zwingende Logik und ein klares Urteil an die Stelle von Lügendetektoren und suggerierten Scheinerinnerungen treten.
Max Steller
Nichts als die Wahrheit?
Warum jeder unschuldig verurteilt werden kann
Originalausgabe
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 288 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-453-20090-6
€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90* (* empf. VK-Preis)
Verlag: Heyne
Erscheinungstermin: 31. August 2015