Die Expedition N informiert an der Universität und an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg über Aufgaben, Chancen und Herausforderungen der Energiewende

Das Expeditionsmobil bietet auf mehr als 100 Quadratmetern Platz für eine multimediale Ausstellung, Praktika und unterschiedliche Veranstaltungsformate.

Das Expeditionsmobil bietet auf mehr als 100 Quadratmetern Platz für eine multimediale Ausstellung, Praktika und unterschiedliche Veranstaltungsformate.

Die Weltbevölkerung wächst stetig, der globale Energieverbrauch nimmt laufend zu, die fossilen Energiequellen gehen zur Neige und schon jetzt lässt sich der Klimawandel nicht mehr gänzlich stoppen. Die Menschheit steht vor enormen Herausforderungen und großen Fragen: Wie sehr müssen wir uns für eine nachhaltigere Zukunft einschränken? Wie viel darf Strom in Zukunft kosten? Wer entscheidet über den Bau von Windkraftanlagen oder Stromtrassen? Das Generationenprojekt Energiewende birgt jede Menge Diskussionsstoff – auf globaler, nationaler, regionaler und lokaler Ebene. Mit einer interaktiven Multimedia-Ausstellung lädt die Informations- und Bildungsinitiative Expedition N – Nachhaltigkeit für Baden-Württemberg zum Dialog zwischen den Generationen, Öffentlichkeit, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft ein. Von Mittwoch, 29. April, bis Donnerstag, 30. April, macht das zweistöckige Expeditionsmobil der Baden-Württemberg Stiftung vor der Mensa der Universität Heidelberg, Im Neuenheimer Feld, Station und lädt zu einer Entdeckungsreise in die Themenwelten der Energiewende ein.

Studierende der Universität und der Pädagogischen Hochschule Heidelberg sowie alle Interessierten können am Mittwoch von 10 bis 11 Uhr und von 11.45 bis 17 Uhr sowie am Donnerstag von 10 bis 13 Uhr die Ausstellung der Expedition N auf eigene Faust erkunden. Am Mittwoch um 13, 15 und 16 Uhr sowie am Donnerstag um 11 und 12 Uhr warten Live-Präsentationen ausgewählter Exponate auf die Besucherinnen und Besucher.

Vorträge zu Klimawandel und Jugendarbeit
Ein öffentlicher Vortrag von Prof. Dr. Werner Aeschbach-Hertig vom Heidelberg Center for the Enviroinment (HCE) der Universität Heidelberg informiert am Mittwoch, 29. April, um 17 Uhr über das Thema „Klimawandel und Nachhaltigkeit“. Um 18 Uhr referiert Prof. Dr. Alexander Siegmund vom Interdisziplinären Institut für Naturwissenschaften, Technik, Gesellschaft (NTG) der Pädagogischen Hochschule Heidelberg über „Regionale Klimafolgen beurteilen lernen – wie Jugendliche dem Klimawandel begegnen können“. Beide Vorträge finden im Obergeschoss des Expeditionsmobils statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, der Eintritt ist frei. Ein geführter Ausstellungsrundgang für eine angemeldete Studentengruppen ergänzt das Programm der Expedition N an der Universität und der Pädagogischen Hochschule Heidelberg.

Bildung für nachhaltige Entwicklung an der Universität und Pädagogischen Hochschule Heidelberg
Die Expedition N kommt auf Einladung des Interdisziplinären Instituts für Naturwissenschaften, Technik, Gesellschaft (NTG) unter Leitung von Prof. Siegmund und des Heidelberg Center for the Environment (HCE) unter Leitung von Prof. Aeschbach-Hertig nach Heidelberg. Das HCE bringt verschiedene Abteilungen und Institute der Universität Heidelberg zusammen und verfolgt einen interdisziplinären Ansatz in der Analyse von Umweltthemen, die nicht nur naturwissenschaftlich, sondern auch unter sozial- und kulturwissenschaftlichen Gesichtspunkten betrachtet werden. Im Kontext der Nachhaltigkeit und Bildung für Nachhaltige Entwicklung arbeitet das HCE eng mit dem NTG der Pädagogischen Hochschule Heidelberg zusammen. Das NTG-Institut bündelt fakultätsübergreifend die Expertise der Pädagogischen Hochschule in der Vermittlung von umwelt- und nachhaltigkeitsrelevanten Themen und fungiert auf diese Weise als Kompetenzzentrum für die Bildung für Nachhaltige Entwicklung.

Datum: Mittwoch, 29. April, bis Donnerstag, 30. April 2015
Ort: Mensa der Universität Heidelberg, Im Neuenheimer Feld, Kirschnerstraße, Gebäude 304, 69120 Heidelberg
Programm: siehe unten

Mittendrin in den Themenwelten der Energiewende
In der rund 55 Quadratmeter großen Ausstellung im Untergeschoss des Expeditionsmobils können Besucherinnen und Besucher selbst Hand anlegen. Mit einem Handkurbelgenerator erzeugter Strom treibt beim Exponat „Ping-Pong-Peng!“ einen Tischtennisball in die Höhe. Eine Wandinstallation nimmt die Besucher mit auf Tauchstation ins Erdreich. Eine Probenreihe aus Kohle, Erdöl, Biodiesel, Holzpellets und Bioethanol zeigt, wie viel Power in Biomasse steckt. Wer am Klimakarussell dreht, findet heraus, aus welchen menschengemachten Quellen Treibhausgase die Atmosphäre aufheizen. Die Materialprobe aus Ultrahochleistungsbeton zeigt, wie viel Gewicht moderne Baustoffe einsparen können. Beim „Netz-Spiel“ müssen sich bis zu sechs Mitspielerinnen und Mitspieler aufeinander abstimmen, um „erkurbelte“ Energie in einem virtuellen Stromnetz der Zukunft geschickt zu verteilen und einen drohenden Blackout zu vermeiden. Das „Nachhaltigkeits“-Kino im Obergeschoss des Ausstellungsfahrzeugs sorgt mit aufschlussreichen Filmen zum Umwelt- und Klimaschutz, aber auch zu den vielfältigen Facetten der Nachhaltigkeit für „Aha“-Erlebnisse. Eine digitale Bibliothek bietet vertiefte Informationen und die Möglichkeit zu eigener Recherche.

Vortragsbeschreibung „Klimawandel und Nachhaltigkeit“
„Die Erwärmung des Klimasystems ist eindeutig.“ „Der menschliche Einfluss auf das Klimasystem ist klar.“ „Fortgesetzte Emissionen von Treibhausgasen werden eine weitere Erwärmung und Veränderungen in allen Komponenten des Klimasystems bewirken. Die Begrenzung des Klimawandels erfordert beträchtliche und anhaltende Reduktionen der Treibhausgas- Emissionen.“ So lauten einige der Hauptaussagen aus dem jüngsten Bericht des Weltklimarates (IPCC, Klimawandel 2013, Physikalische Grundlagen). Damit ist das Thema Klimawandel in den Kontext der Nachhaltigkeit gestellt: Unser Handeln heute schafft Voraussetzungen oder massive Hindernisse für die kommenden Generationen – global und regional. Im Vortrag werden die wichtigsten aktuellen Ergebnisse aus der Forschung nachvollziehbar erklärt.

Prof. Dr. Werner Aeschbach-Hertig ist Physiker und forscht und lehrt am Institut für Umweltphysik und am Heidelberg Center for the Environment (HCE) der Universität Heidelberg.

Vortrag „Regionale Klimafolgen beurteilen lernen – wie Jugendliche dem Klimawandel begegnen können“
Neben dem Klimaschutz stellt die Entwicklung von Anpassungsstrategien an die inzwischen unvermeidbaren Folgen des globalen Klimawandels eine zentrale gesellschaftliche Herausforderung dar. In der öffentlichen Diskussion bleiben die konkreten Auswirkungen des Klimawandels auf regionaler Ebene aber gerade für Laien oft „diffus“. Daher kommt der Vermittlung von Aspekten des Klimawandels und der Klimaanpassung eine zentrale Bedeutung zu. In dem Vortrag werden Konzepte und konkrete Umsetzungsbeispiele vorgestellt, wie v.a. Jugendliche an Fragen des regionalen Klimawandels herangeführt und deren Kompetenz zu einem nachhaltigen klimabewussten Handeln gefördert werden kann. An konkreten Beispielen wie der Land- und Forstwirtschaft wird dabei ein in dieser Form universeller methodisch-didaktischer Dreiklang aus Arbeit im Gelände, Labor sowie Experiment und Modell anschaulich erläutert.

Prof. Dr. Alexander Siegmund ist Geograph und forscht und lehrt in der Abteilung Geographie und am Interdisziplinären Institut für Naturwissenschaften, Technik, Gesellschaft (NTG) der Pädagogischen Hochschule Heidelberg sowie an der Universität Heidelberg.

Angebote der Expedition N an der Universität und Pädagogischen Hochschule Heidelberg [Mensa, Im Neuenheimer Feld, Kirschnerstraße, Gebäude 304, 69120 Heidelberg]:

Mittwoch, 29. April 2015
10.00 – 11.00 Uhr:
Tag der offenen Tür: Expedition N auf eigene Faust erkunden. Angebot für breite Öffentlichkeit und Presse.
11.00 – 11.45 Uhr:
Geführter Ausstellungsrundgang im Expeditionsmobil für angemeldete Studentengruppe von Universität und Pädagogischer Hochschule sowie Presse.
11.45 – 17.00 Uhr:
Tag der offenen Tür: Expedition N auf eigene Faust erkunden. Mit Live-Präsentation ausgewählter Exponate um 13.00 Uhr, 15.00 Uhr und 16.00 Uhr. Angebot für breite Öffentlichkeit und Presse.
17.00 – 18.00 Uhr:
Vortrag „Klimawandel und Nachhaltigkeit“, Referent: Prof. Dr. Werner Aeschbach-Hertig, Heidelberg Center for the Environment. Angebot für breite Öffentlichkeit und Presse.
18.00 – 19.00 Uhr:
Vortrag „Regionale Klimafolgen beurteilen lernen – wie Jugendliche dem Klimawandel begegnen können“, Referent: Prof. Dr. Alexander Siegmund, Interdisziplinäres Institut für Naturwissenschaften, Technik, Gesellschaft (NTG) der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Angebot für breite Öffentlichkeit und Presse.

Donnerstag, 30. April 2015
10.00 – 13.00 Uhr:
Tag der offenen Tür: Expedition N auf eigene Faust erkunden. Mit Live-Präsentation ausgewählter Exponate um 11.00 Uhr und 12.00

Stiftungsprofil:
Die Baden-Württemberg Stiftung setzt sich für ein lebendiges und lebenswertes Baden-Württemberg ein. Sie ebnet den Weg für Spitzenforschung, vielfältige Bildungsmaßnahmen und den verantwortungsbewussten Umgang mit unseren Mitmenschen. Die Baden-Württemberg Stiftung ist eine der großen operativen Stiftungen in Deutschland. Sie ist die einzige, die ausschließlich und überparteilich in die Zukunft Baden-Württembergs investiert – und damit in die Zukunft seiner Bürgerinnen und Bürger. www.bwstiftung.de

Die Expedition N: Ein Programm der Baden-Württemberg Stiftung
Die Expedition N – Nachhaltigkeit für Baden-Württemberg ist ein Programm der Baden-Württemberg Stiftung. Ziel der europaweit einmaligen mobilen Informations- und Bildungsinitiative ist es, den Nachhaltigkeitsgedanken im Alltag zu verankern und einen Dialog anzuregen – zwischen den Generationen sowie Öffentlichkeit, Politik, Unternehmen und Wissenschaft. Das zweistöckige Ausstellungsfahrzeug tourt seit Herbst 2010 durch Baden-Württemberg. Neben einer interaktiven Multimedia-Ausstellung bietet die Expedition N viele zielgruppenspezifische Veranstaltungen wie Vorträge, Diskussionsrunden und Praktika. Die zweite Phase der Informations- und Bildungsinitiative steht seit Oktober 2013 ganz im Zeichen der Energiewende.

Prädikat wertvoll
Das didaktische Konzept der Expedition N ist von unabhängiger Stelle anerkannt und mehrfach ausgezeichnet worden. Die Initiative wurde 2011, 2012 und 2013 vom Rat für Nachhaltige Entwicklung mit dem Qualitätssiegel „Werkstatt N“ und 2011 von der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ als „Ausgewählter Ort“ ausgezeichnet. Weitere Informationen finden Sie hier  www.expeditionN.de.

Apr. 2015 | Heidelberg, Allgemein, InfoTicker aktuell, Junge Rundschau | Kommentieren