Heidelberger Sportvereine hatten zum Schnuppern eingeladen, über 10 000 meist junge Menschen waren dem Ruf gefolgt, die verschiedensten Sportdisziplinen wurden von mehr als 4o Gruppen vorgeführt. Basketball, Fechten, Fußball, Handball, Hockey, Tanzen und Tischtennis waren ebenso angesagt, wie unbekanntere Sportarten wie etwa Baseball oder – noch exotischer – Capoeira, das ist eine brasilianische Kampfkunst – eigentlich eher ein Kampftanz, dessen Ursprung auf den afrikanischen NíGolo („Zebratanz“) zurückgeführt wird:
Bogenschießen (wir denken dabei an die Kunst des Bogenschießens im Zen), Karate, Kanufahren und Segeln war auch im vielfältigen Angebot.
Oberbürgermeister Eckart Würzner war beigeistert von Alledem – „nein, ich gebe nicht auf, ich bin ein begeisterter Langstreckenläufer“ meinte er mal auf die Frage eines vorwitzigen Journalisten, wie lange er des Heidelberger Gemeinderats „Neuer Mehrheit“ Mobbing noch durchhalten wolle, und es sei phantastisch, „der Beteiligten Begeisterung und das tolle Engagement der Sportvereine zu erleben“.
Begeistert waren auch diese drei Jungs aus Eppelheim, die sich – sehr engagiert – einen übergroßen, an einem Seil hängenden Ball derart zuwarfen, dass man fast an den bösen Spruch zu denken geneigt war: „Sport ist Mord“.
In der Tat, immer mal wieder wurde einer vom Ball so hart getroffen, dass aus dem Kreis geflogen wurde (darum ging es ja gerade), aber sichtlich hatten alle einen Heidenspaß an diesem Spiel.
Jene Radfahrer, die sich via Rampe in den Neckar katapultieren, hatten diesen Spaß auch: