Hallo, Christen, Islamisten und andere Fundamentalisten

Das Paradox der Toleranz ist offenkundig unter „Entschuldigern und Toleranz unter allen Umständen Predigern“ wohl noch weniger als nicht bekannt: Uneingeschränkte Toleranz führt notwendig unweigerlich zum Verschwinden der Toleranz.

Der dänische Mohammed-Karikaturist Kurt Westergaard erhält in diesem Jahr den Medienpreis der Potsdamer Journalistenvereinigung M100. «Westergaard ist zum Symbol der Presse- und Meinungsfreiheit geworden», sagte Potsdams Oberbürgermeister Jann Jacobs (SPD) am Montag. Der 75-Jährige werde für sein unbeugsames Eintreten dieser demokratischen Werte geehrt und dafür, dass er sie trotz Gewalt- und Todesdrohungen verteidige. Die undotierte Auszeichnung wird am  Mittwoch (8. September)  in Potsdam im Rahmen des M100 Sanssouci Colloquiums verliehen. Westergaard wird nach Angaben der Veranstalter trotz Sicherheitsrisiko anwesend sein. Und das ist auch gut so:

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Sep. 2010 | Allgemein, Kirche & Bodenpersonal, Sapere aude | Kommentieren

Das Wichtigste: Salman Rushdie hat den Mordauftrag überlebt, den Ayatollah Khomeini 1989 gab. Der unpassenderweise „Rushdie-Affäre“ genannte Vorgang bezeichnet den Skandal des (bis heute nicht revidierten) Todesurteils, das der iranische Revolutionsführer per Fatwa über den britischen Schriftsteller verhängte, wegen dessen angeblich koran- und islamfeindlichem Roman „Satanische Verse“, der im Herbst zuvor erschienen war. (mehr …)

Sep. 2010 | Allgemein, Essay, Sapere aude, Zeitgeschehen | 1 Kommentar

20 Jahre Fatwa gegen den indisch-britischen Schriftsteller Salman Rushdie: Der Islamismus hat den Westen fester im Griff denn je – den linken Intellektuellen sei Dank.
Der Koran sagt die Wahrheit – sagt der Koran. Der Koran ist eine Erzählung – sagen die „Satanischen Verse“.

Sie verraten die Wahrheit. Sie versetzen den Mythos in das Setting eines Schelmenromans, in dem die Offenbarung sich immer wieder arrangiert mit den Widrigkeiten der Tagespolitik. Sie schreiben sich hinein in die historische Bedingtheit, erzählen, wie der Mythos fabriziert wurde. Der Roman wurde geschrieben auf dem Höhepunkt postmoderner Korrosion des Wahrheitsbegriffs. Man merkt es ihm  an, mit seinem Wust aus Wundern, Versionen und Visionen. (mehr …)

Sep. 2010 | Allgemein, Feuilleton, Sapere aude, Zeitgeschehen | Kommentieren

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