Arnold Rothe, Professor emeritus für Romanistik an der Universität Heidelberg, ist am Sonntag, 29. November, um 16 Uhr Gesprächsgast von Michael Buselmeier in der Reihe „Erlebte Geschichte – erzählt“ in der Stadtbücherei, Poststraße 15.
Rothe wurde 1935 in Berlin geboren. Sein Vater, der frankophile Autor Carl Rothe, war während des Dritten Reichs Generalsekretär der Europäischen Schriftstellervereinigung. Seit 1940 lebte die Familie in Überlingen am Bodensee. Arnold Rothe studierte ab 1955 Romanistik, Latein und Geschichte in Freiburg und 1957/58 an der Sorbonne in Paris. Nach dem Staatsexamen 1961 verbrachte er ein Studienjahr in Madrid. 1964 bekam er eine Assistentenstelle in Köln, wo er bei Fritz Schalk zügig promovierte und sich habilitierte. Bereits 1970 erhielt er einen Ruf nach Heidelberg, auf Erich Köhlers Lehrstuhl. Rothe las dreißig Jahre lang französische und spanische Literaturgeschichte von 1500 bis zur Gegenwart, mit einem besonderen Interesse an Barock und Moderne. Anfangs bevorzugte er Themen wie den Nouveau Roman und die Nouvelle Critique, später die große lateinamerikanische Literatur schließlich auch die maghrebinische Literatur. Im Jahr 2000 wurde er emeritiert. Für seine Verdienste um die deutsch-französische Freundschaft wurde Rothe 2001 zum Officier im Orden der „Palmes Académiques“ ernannt.
12.Dez..2009, 18:19
Sehr geehrter Herr Rothe
Mein Vater Guillaume Samsoen de Gérard hat mit Ihr Vater Korrespondiert. Besitzen Sie noch diesen Briefaustausch?
In der Autobiographie meines Vaters ist eine Lücke von 1936 bis 1945. Was hat da gemacht? Er hat uns Kindern sehr wenig davon verraten.
Es würde mich freuen mit Ihnen Kontakt aufzubnehmen.
Herzliche Grüsse,
Fernand Samsoen