Ausstellung vom 29. 5. bis 31.7. 2008 in der Kanzlei Tiefenbacher, Im Breitspiel 9, 69126 Heidelberg.
Am 21. Juli 2000 starb der in der böhmischen Stadt Saaz geborene Maler Walter Gillich, wenige Tage, bevor ihm die Richard Benz Medaille der Stadt Heidelberg für besondere Verdienste verliehen werden sollte. Seit 1946 wohnte er hier und fand – in den 1960er Jahren – zu seinem unverwechselbaren Malstil:
Walter Gillich Landschaft (1982)
Wichtige Ausstellungen in ganz Deutschland und in den USA krönten die Karriere eines Malers, dessen Maltechnik in Öl- Acryl oder in der speziellen Buchdruckfarbe von der Technik des Holzschnitts, die Gillich sehr variantenreich einzusetzen wusste, abgeleitet wurde. Mit den Zyklen „Kennedy“ (der in der J.F. Kennedy Bibliothek in Boston hängt) und „Ring der Nibelungen“ hat Gillich internationales Renommee errungen.
Günter Braun, der in Eppelheim bei Heidelberg lebende Bildhauer, zeigt eine kleine Retrospektive seiner figurativen „Holzarbeiten“. Der Künstler vollzog etwa vor sechs Jahren eine Wende zur „emotionalen Abstraktion“. Zuvor hatte seine ganze Aufmerksamkeit der Darstellung des Menschen gegolten. Nicht nur in dauerhaften Materialien wie Granit oder Marmor formte er seine Figuren, sondern auch in Holz. Braun thematisierte Bereiche wie Sport oder das Leben im häuslichen Interieur – kürzlich zeigte er im Heidelberger Kunstverein einen „Menschen in der Badewanne“. Auch der nun ausgestellte „Gewichtheber“ gehört zu jener Serie seiner figurativen Darstellungen,
in denen sowohl eine feine Ironie wie auch – und das vor allem – ein erhabenes „Mitfühlen“ mit seinen Protagonisten zu spüren sind.
Der in Prag geborene und in Eppelheim bei Heidelberg lebende Fotograf Milan Chlumsky wurde 2008 zur 3. Internationalen Biennale in Peking eingeladen, die sich aus Anlass der Olympischen Sommerspiele in China auf den Sport konzentriert.
Er zeigt hier seine Fotocollagen zu dem Thema, die eine Jury chinesischer Kunsthistoriker aus Beiträgen von Künstlern aus 70 Nationen auswählte. Außerdem stellt er (Tokio) schwarzweiße Aufnahmen aus Japan (2006) und Kambodscha und Vietnam (2007), aus in deren Mittelpunkt ebenfalls die Menschen stehen.
Die Kanzlei Tiefenbacher und die Manfred Lautenschläger Stiftung möchten mit der Ausstellungsreihe „Kunst im Breitspiel“ die Präsentation moderner Kunst in ihrem architektonisch herausragenden Gebäude zur Tradition machen und ein Zeichen eines Engagements für zeitgenössische Kunst in Heidelberg setzen.
Walter Gillich
1920 in Saaz, Böhmen geboren. 1950 studierte er bei Paul Berger-Bergner und Karl Trummer an der „Freien Akademie“ in Mannheim. Er war Träger des Bundesverdienstkreuzes und der Richard Benz-Medaille.
Der Maler konnte auf mehr als 60 Ausstellungen in Museen und Galerien zurückblicken; zahlreiche öffentliche und private Institutionen haben seine Bilder erworben, u.a. das Land Berlin, das Regierungspräsidium Nordbaden, die Städte Heidelberg, München und New York.
Günter Braun
1954 in Heidelberg geboren. Nach Arbeitsaufenthalten 1986 in italienischen Bildhauerstudios gibt er den Beruf des Bautechnikers auf und beginnt eine Karriere als selbständiger Bildhauer.
2000 – Willibald- Kramm-Preis
Zahlreiche Ausstellungen in Inn- und Ausland, Mitglied der Heidelberger Künstlergruppe 1979
Zahlreiche Arbeiten im Öffentlichen Raum (Heidelberg, Sinsheim, Mannheim, Eppelheim)
Kunst am Bau (Geriatrische Klinik Hockenheim, Rudolf Wild Halle, Eppelheim)
Milan Chlumsky
1946 in Prag geboren. Studium der Literaturwissenschaft und Ästhetik an den Universitäten in Prag, in Strassburg und an der Sorbonne in Paris.
Kambodscha Angkor Wat (2007)
Chlumsky ist seit 1969 Einzel- und Gruppenausstellungen in Frankreich, Deutschland, Tschechien, Indien, Belgien und Spanien vertreten.
1991 – Fotobuch über Pier Paolo Pasolini im Pariser Verlag Marval
2005 – Willibald-Kramm-Preis
Kurator und Kokurator zahlreicher Fotoausstellungen (Museum Folkwang in Essen, Stadtmuseum in München, Bibliothèque Nationale in Paris, Kurpfälzisches Museum Heidelberg, uva.)
Mitglied der Heidelberger Künstlergruppe, der Société française de photographie, Der Deutschen Gesellschaft für Photographie, der Künstlergruppe „Q“ – Brünn (Tschechische Republik)
24.Apr..2014, 10:12
Hallo Herr Braun,
Hätte mir gerne gestern gegen mittag Ihre Werke in
Eppelheim mit meiner Frau angesehen,
Allerdings wurde uns von einem weiblichen Zerberus
(lt. Duden“grimmiger Waechter) der Zugang verwehrt.
Es gab auch keine Visitenkarte lediglich der schroffe Hinweis „www.braun“ ansonsten hat niemand Zeit.
Wir haetten gerne Ihre Werke betrachtet un uns auch ueber die Preisdimensionen informiert.war nix.
Schade!