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		<title>Rechenschaftspflicht &#8211; Medien am Pranger</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Jun 2013 16:42:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Computer]]></category>
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		<category><![CDATA[Junge Rundschau]]></category>
		<category><![CDATA[Sapere aude]]></category>

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		<description><![CDATA[Im letzten Jahr stürzte der damalige BBC-Chef George Entwistle wegen des Sexskandals um einen Starmoderator. Im letzten Jahr stürzte der damalige BBC-Chef George Entwistle wegen des Sexskandals um einen Starmoderator. Verlagsmanager und Journalisten tun sich schwer mit Kritik. So hartnäckig Medienleute von anderen Rechenschaft und Transparenz einfordern, so wenig scheren sie sich selbst darum. Ein [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Im letzten Jahr stürzte der damalige BBC-Chef George Entwistle wegen des Sexskandals um einen Starmoderator. Im letzten Jahr stürzte der damalige BBC-Chef George Entwistle wegen des Sexskandals um einen Starmoderator. Verlagsmanager und Journalisten tun sich schwer mit Kritik. So hartnäckig Medienleute von anderen Rechenschaft und Transparenz einfordern, so wenig scheren sie sich selbst darum. Ein Erklärungsversuch.<span id="more-9106"></span><br />
Unterstellen wir, Medien seien mächtig und aber auch, dass Macht in der Demokratie der Kontrolle bedarf und dass Pressefreiheit eine elementare Voraussetzung ist, Demokratie zu ermöglichen und Bürger angemessen zu informieren. Vor dem Hintergrund des Skandals um Telefonabhörungen, in den Journalisten von Rupert Murdochs Medienunternehmen verwickelt waren, aber auch vor dem Hintergrund der Vertuschungsmanöver, mit denen BBC-Chefs einen pädophilen Fernsehmoderator gedeckt haben, gewinnt etwas an Bedeutung, wofür es auf Deutsch nicht einmal ein griffiges Wort gibt: «media accountability». «Bereitschaft der Medien zur Rechenschaftslegung» trifft es vielleicht am ehesten – und eigentlich wissen wir seit Jahren, dass es darum eher schlecht bestellt ist.</p>
<p><strong>Wer beißt schon gerne wen aus der eigenen Familie?</strong></p>
<p>Im Kern sind drei Bereiche redaktioneller Rechenschaftspflicht zu nennen: der Umgang mit Fehlern in der Berichterstattung, der Umgang mit Beschwerden sowie die Berichterstattung der Medien über Medien und Journalismus. Im Angelsächsischen ist das dank der Alliteration einprägsamer: Es geht um die «drei C», um «corrections policies», «complaints management» und um «coverage of journalism».</p>
<p>Im Rahmen eines von der EU finanzierten Forschungsvorhabens wurde über mehr als drei Jahre hinweg zusammen mit Forschern aus elf europäischen Staaten und einem arabischen Land untersucht, wie es im internationalen Vergleich um Media-Accountability bestellt ist. Weitere empirische Befunde sowie die Ergebnisse einer Befragung von Journalisten werden zurzeit ausgewertet.</p>
<p>Nüchtern und rein betriebswirtschaftlich betrachtet, hätten Medienverantwortliche auf den ersten Blick allen Grund, sich verstärkt zu engagieren. Zum einen kostet Media-Accountability wenig Geld: Die freiwillige Berichtigung von Fehlern ist nicht teuer – sie benötigt allenfalls Aufmerksamkeit seitens der Redaktionen. Die Kosten wiederum für den Presserat werden unter den Beteiligten gesplittet und lassen sich aus der Portokasse bezahlen. Und Jobs für Medien-Ombudsleute sind Teilzeitstellen und sind auch ehrenamtlich denkbar. Einzig und allein Medienjournalisten sind teuer. Bei entsprechendem Willen lassen aber auch sie sich finanzieren.</p>
<p><strong>Presserat billiger Streitschlichter?</strong></p>
<p>Obendrein rechnen sich absehbar derlei bescheidene Investments: Es gibt keine besseren «Versicherungspolicen», um Risiken der Berichterstattung zu mindern und teure Rechtsstreitigkeiten zu vermeiden, als Ombudsleute und Presseräte. Wenn sie ausserdem erfolgreich kommunizieren, sollte das die Leserbindung stärken und zugleich die Medienkompetenz von Journalisten wie der Publika steigern helfen. Redaktionelle Glaubwürdigkeit sowie mehr Qualitätsbewusstsein bei den Mediennutzern dürften sich zudem positiv auf die Zahlungsbereitschaft für journalistische Angebote auswirken.</p>
<p>Um zu verstehen, weshalb Medienverantwortliche dennoch leichtfertig all dies verspielen, müssen wir wohl ein zweites Mal hinschauen. Es gilt auf Medienmärkten, zwischen unterem und oberem Qualitätssegment zu unterscheiden: Adressaten im unteren Segment sind die weniger Gebildeten mit geringerer Medienkompetenz. Ihre Zahlungsbereitschaft ist gering, derlei Medienangebote sind meist werbefinanziert. Im oberen Segment wird dagegen angesichts schrumpfender Werbeerlöse eine steigende Zahlungsbereitschaft der Publika mehr und mehr zur Erfolgsbedingung. Hochwertiger Journalismus wird sich nur am Markt halten können, wenn ein wachsender Anteil der Rezipienten qualitätsbewusst ist und wenn man journalistische Glaubwürdigkeit für wichtig hält.</p>
<p>Entsprechend gilt es, die Ausgangsthese zu modifizieren: Medienverantwortliche im oberen Qualitätssegment handelten rational und im Eigeninteresse ihrer Firmen, wenn sie mehr in Media-Accountability investierten. Bleibt die Frage, warum das so selten der Fall ist. Das Rätsel lässt sich lösen.</p>
<p>Erstens gibt es einen Interessenkonflikt zwischen institutionellen und persönlichen Interessen der Medienverantwortlichen. So wichtig für das Medienunternehmen mehr Rechenschaft und Transparenz wären, so sehr haben die Chefs Angst, von Presseräten, Ombudsleuten oder Medienjournalisten an den Pranger gestellt zu werden. Weil alle Medienverantwortlichen wissen, was sie Politikern, Wirtschaftsführern und anderen Prominenten antun, wenn sie diese medial skandalisieren, möchten sie selbst auf keinen Fall Skandalisierungsopfer werden.</p>
<p><strong>Im Gefangenendilemma</strong></p>
<p>Redakteure und Verlagsmanager befinden sich im Gefangenendilemma: Nur wenn die Wettbewerber im oberen Qualitätssegment ebenfalls in Media-Accountability investieren, rechnet sich das eigene Engagement. Es könnte dann gelingen, flächendeckend Qualitätsbewusstsein und Zahlungsmoral zu heben. Medienjournalismus hat eben ein Glaubwürdigkeitsproblem, wenn er sich mit dem eigenen Haus oder der unmittelbaren Konkurrenz beschäftigt – insofern wäre es wichtig, dass viele, ja möglichst alle Medien mit Qualitätsanspruch möglichst fair über Medien und Journalismus berichteten.</p>
<p>Auch die freiwillige Fehlerkorrektur scheitert am Gefangenendilemma. Kein Journalist lässt sich gerne öffentlich vorführen – schon gar nicht, wenn die Gefahr besteht, dass Kollegen sich um die Berichtigung ihrer Fehler drücken. Deshalb müssen Chefredakteure nach innen viel Überzeugungsarbeit leisten, wenn sie um der Glaubwürdigkeit willen verlässliche Korrekturspalten haben möchten. Und sie scheuen meistens den Aufwand, der damit verbunden ist.</p>
<p>Ganz besonders stehen grosse Medienkonzerne mehr Accountability im Weg. Schon deren schiere Macht verführt dazu, sich um Rechenschaftspflichten wenig zu kümmern. Die übergreifenden Konzerninteressen haben dann Vorrang vor dem Partialinteresse, das Anbieter im oberen Marktsegment zu mehr Anstrengungen in puncto Glaubwürdigkeit veranlassen könnte.</p>
<p><strong>Irrationales Verhalten</strong></p>
<p>All diese Argumente erklären allenfalls teilweise das Verhalten der Medienverantwortlichen. Vertraut man auf Einsichten der Verhaltensökonomie, so unterlaufen ihnen auch Denkfehler, die im Sinn von Dan Ariely zu «vorhersagbar irrationalem Verhalten» führen und die der Autor Rolf Dobelli auf unterhaltsame Weise – allerdings generell auf Manager bezogen – beschrieben hat.</p>
<p>So sind selektive Wahrnehmung und kognitive Dissonanzen im Spiel, wenn Chefredakteure und Verlagschefs Medienjournalismus unterbinden oder die Arbeit von Presseräten und Ombudsleuten behindern. Ihre Angst vor Skandalisierung hat viel mit der Vernachlässigung von Wahrscheinlichkeiten zu tun. Die wenigsten Hierarchen sind so mächtig wie Murdoch oder Berlusconi; sie überschätzen somit drastisch das Risiko, bei funktionierendem Medienjournalismus selbst zur Zielscheibe von Skandalisierungen zu werden.</p>
<p>Ferner erliegen Medienverantwortliche – wie wir alle – der Faszination scheinbarer Gratisofferten: Wenn etwas nichts kostet, verhalten wir uns irrational, weshalb uns nicht nur Marketingexperten mit Gratisangeboten und Verleger mit Gratiszeitungen immer wieder verführen, sondern auch Medienverantwortliche, die Null-Investition in Media-Accountability bevorzugen. Die versteckten Kosten von «zero cost» werden ja erst später sichtbar – sei es als teure Rechtsstreitigkeiten, sei es in Form von wenig messbaren, langfristigen Glaubwürdigkeitsverlusten, die auch eine geringere Zahlungsbereitschaft der Leserschaft zur Folge haben dürften.</p>
<p>Chefredakteure, die sich weder von Presseräten noch von Ombudsleuten dreinreden lassen wollen, überschätzen ferner ihre Möglichkeiten, mit Fehlern, Beschwerden und Konflikten angemessen umzugehen – und sie unterschätzen, wie viel Zeit sie dafür brauchten. Im Jargon der Verhaltensökonomen werden sie zu Opfern überdimensionierten Selbstvertrauens und von Kontrollillusion: Führungskräfte vereinsamen gelegentlich an der Spitze und unterliegen dann dem Wahn, alle Zügel fest in der Hand zu haben.</p>
<p>Nicht zuletzt werden Medienverantwortliche zu Opfern des Herdentriebs – was am ehesten die kulturellen Unterschiede im Umgang mit Media-Accountability in der westlichen Welt erklären kann. So dürften sich die weitverbreiteten Korrekturspalten und stark institutionalisierten Ombudsleute in den USA auf die «New York Times» zurückführen lassen, die hier in der angelsächsischen Welt wegweisend voranschritt.</p>
<p>In Italien sowie in ost- und südosteuropäischen Ländern ist das dort besonders geringe Interesse an Media-Accountability ebenfalls im grösseren Kontext zu sehen: Wo das Justizwesen verrottet, wo sich Mafia-Praktiken im Staat und in der Wirtschaft durchsetzen, wo es weder für öffentliches Interesse noch für öffentlichen Raum ein Gespür gibt, ist nicht zu erwarten, dass Medienverantwortliche den Nutzen medialer Rechenschaftslegung entdecken.</p>
<p>Die deutschsprachigen Länder bewegen sich im Mittelfeld: Es gibt keinen starken Cheerleader, was die Wirkungschancen von Ombudsleuten oder von Presseräten oder das Durchsetzen von Korrekturspalten anlangt. Aber es gibt immerhin Restbestände sichtbarer Media-Accountability bei den grossen, konzernunabhängigen Tageszeitungen, in der Schweiz auch bei SRF – anders als bei ARD und ZDF.</p>
<p><strong>Kontrollverlust</strong></p>
<p>Dank Blogs und sozialen Netzwerken, infolge von Interaktivität und Verlinkungs-Optionen, verlieren die Massenmedien allerdings die Verfahrenshoheit im Blick auf ihre Rechenschaftspflicht. Susanne Fengler, Leiterin des eingangs genannten Forschungsprojekts, hat den Begriff der «crowd-sourced media accountability» ins Spiel gebracht. Sie hält es für möglich, dass im Internet, über Blogs und soziale Netzwerke jene Transparenz über Medien und Journalismus hergestellt wird, die uns ein Grossteil der etablierten Medien bis jetzt – ebenso beharrlich wie irrational – verweigert. Medienverantwortliche wären darum gut beraten, sich um Media-Accountability zu kümmern, bevor sie ihnen endgültig entgleitet.</p>
<p><em><strong>Klaus Bichler et al.: Best Practice Guidebook: Media Accountability and Transparency across Europe. Medienhaus Wien / Institute of Journalism and Communication of the University of Tartu, Estland / Erich Brost Institute, Dortmund 2012. (www.MediaACT.eu www.mediaact.eu/fileadmin/user_upload/Guidebook/guidebook.pdf Rolf Dobelli: Die Kunst des klaren Denkens sowie Die Kunst des klugen Handelns. Hanser-Verlag, München 2011 und 2012.</strong></em></p>
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		<title>in vino veritas &#8211; Plädoyer für einen Beitritt der Türkei in die EU. Jetzt erst recht …</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Jun 2013 05:30:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tenno</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Feuilleton]]></category>
		<category><![CDATA[In vino veritas]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgeschehen]]></category>

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		<description><![CDATA[Jedes Argument gegen einen EU-Beitritt der Türkei sei ein Argument für den EU-Beitritt der Türkei! Für wen auch immer es noch so schwer fällt.Es ist den liberalen Kräften eine große Hilfe, im Hinblick darauf Überzeugungsarbeit leisten zu können! Eigentlich ist doch der Türkeibeitritt ein alter Hut. Bereits seit dem Assoziationsabkommen von 1963 besteht offiziell die [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://rundschau-hd.de/wp-content/uploads/gottschling1.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-3387" title="gottschling1" alt="" src="http://rundschau-hd.de/wp-content/uploads/gottschling1.jpg" width="200" height="159" /></a>Jedes Argument gegen einen EU-Beitritt der Türkei sei ein Argument für den EU-Beitritt der Türkei! Für wen auch immer es noch so schwer fällt.Es ist den liberalen Kräften eine große Hilfe, im Hinblick darauf Überzeugungsarbeit leisten zu können!<br />
Eigentlich ist doch der Türkeibeitritt ein alter Hut. Bereits seit dem Assoziationsabkommen von 1963 besteht offiziell die türkische Beitrittsperspektive; mit der Zollunion, vom Dezember 1995 wurde sie abermals bekräftigt. 1997 bestätigte der Europäische Rat, daß die Türkei als Mitglied prinzipiell in Frage kommt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span id="more-3383"></span></p>
<p>Doch nun, nach über 40 Jahren, ist plötzlich (wieder) von einer „türkischen Bedrohung“ die Rede. Die Gefahren sollen vor allem in der Regierbarkeit der EU liegen, im geostrategischen Faktor und in der islamischen Kultur &#8211; wobei die islamische Kultur durchaus bereit ist, sich der unseren anzunähern. <a href="http://rundschau-hd.de/archives/57/"><br />
</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Bange Fragen allüberall</strong></p>
<p><a href="http://rundschau-hd.de/wp-content/uploads/flaggen1.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-3447" title="flaggen1" alt="" src="http://rundschau-hd.de/wp-content/uploads/flaggen1.jpg" width="249" height="184" /></a></p>
<p>Ist es nicht doch aber so, daß nicht nur hierzulande sondern auch in der Türkei – unter den islamisch-traditionellen Bürgern jedenfalls &#8211; bange Fragen auftauchen: Natürlich wird auch darüber gesprochen, ob, wenn die Türkei irgendwann in die EU aufgenommen werden sollte, die Türkei ihre Kultur würde bewahren können? Oder diese, ob man die islamische Religion werde aufgeben müssen? Alledem hält der türkische Ministerpräsident Recep Tayip Erdogan entgegen (und versucht so die Gemüter zu besänftigen): Man wolle sich schließlich nicht assimilieren, sondern integrieren. Sollte also die EU der Türkei  ein Datum für die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen nennen, könnte Erdogan den islamisch-traditionellen Flügel in seiner Partei an den Rand drücken und die (seine!) Partei mit einer unverwechselbaren Identität als Volkspartei rechts von der Mitte in die nächsten Wahlen führen. In Anlehnung an Martin Luther King schwärmte Erdogan in einer Rede jedenfalls schon von einer Türkei, deren Wohlstand jeden Bürger erreicht. Sollte das EU-Projekt scheitern, würde das Gewicht des islamischen Flügels wieder wachsen. Es drohten Abspaltungen. Bruchlinien in diese Richtungen sind heute schon auszumachen, hingegen verläßt keiner ein Schiff, solange es auf Erfolgskurs segelt. Bei Gegenwind könnte sich das rasch ändern.</p>
<p>Und, umso weniger, als Erdogan für die Partei AKP beansprucht, mit seiner konservativen Volkspartei rechts von der Mitte als eine islamisch-demokratische Partei nach dem Vorbild der chsritlichen Demokraten Europas zu gelten, versteht er die Hinhaltetaktik der Angela Merkel – was Wunder &#8211; schon eben darum nicht. Jedoch spricht auch die Schwesterpartei der AKP, sprich(t) die CDU über die europäische Zukunft der Türkei längst nicht mehr mit nur einer Zunge – der Streit geht weiter: Derweil etwa der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Rühe, der Hamburger Bürgermeister von Beust sowie der frühere Generalsekretär Polenz einen EU-Beitritt der Türkei befürwortet hatten, verteidigen der außenpolitische Sprecher der CDU-Fraktion Pflüger und der europapolitische Sprecher Hintze die ablehnende Haltung der Vorsitzenden Merkel – die schließlich eine „Unterschriftenaktion für die von ihr angepeilte „Privilegierte Partnerschaft“ vom Zaun bricht, womit sie zugleich bricht mit dem Versprechen Helmut Kohls, eine Vollmitgliedschaft für die Türkei anstreben zu wollen.</p>
<p>Besonders für (die gerade demonstrierenden) jungen Muslime wäre ein „europäischer Islam“ eine Möglichkeit neue, friedlichere Wege als ihre Eltern gehen zu können und trotzdem ihren Glauben und ihre Tradition zu respektieren und zu leben. Sicherlich wäre es einfacher, sich von den Problemen der arabischen Welt fernzuhalten. Doch diesen Gefallen wird uns die arabische Welt nicht tun. Wenn Europa den Beitrittsverhandlungen der aktuellen Probleme wegen nicht zustimmt oder das „Ja“ zu einem Beitritt allzu lange verzögert, werden die fundamentalistischen Kräfte des Islam an Zulauf gewinnen und die Türkei würde sich systematisch von Europa entfernen. Die Türkei mit einer „privilegierten Partnerschaft“ als knurrenden Nachbarn vor der Türe stehen zu lassen ist die eigentliche Gefahr für Europa.</p>
<p>Das Argument, daß Europa den Beitritt der Türken nicht mehr verkraftet, wirkt dabei fadenscheinig. Die Behauptung, daß sie dann zu einem überdehnten und handlungsunfähigen Subjekt heranwachse, wirkt im Hinblick auf die Osterweiterung, bei der immerhin zehn neue Staaten dazu kamen, unglaubwürdig. Denn selbst wenn ein Land wie die Türkei nach der Osterweiterung für Europa nicht mehr tragbar ist, so bleibt doch verwunderlich, warum man den Oststaaten einen Beitritt eher zugestanden hat als der Türkei, welche die älteren Rechte aufweist.</p>
<p><strong>Einwände und Ängste</strong></p>
<p>Häufig erwähnt findet sich auch der Einwand, die Türkei gehöre rein geographisch gar nicht zu Europa. Jedoch basiert die Europäische Gemeinschaft primär auf politischen Fakten &#8211; und nicht auf geographischen Faktoren.<br />
Am kontroversesten wird es, wenn man sich dem kulturellen Aspekt zuwendet. Die Angst vor dem Islam, einer fremden Kultur, besteht mehr denn je. Stimmen werden laut, die darauf pochen, das wirtschaftlich und politisch verbundene Europa auf die christliche Kultur und das Abendland zu beschränken. Die Türkei jedoch, und das wird immer wieder vergessen, vertritt trotz Vielerlei und Alledem einen gemäßigten Islam. Sie darf nicht mit den erstarkenden fundamentalistischen Strömungen im Nahen Osten gleichgesetzt werden. Die vertraglich eingebaute Notbremse bei EU-Beitrittsverhandlungen gibt zwar die Möglichkeit, bei Menschenrechtsverletzungen die Verhandlungen auszusetzen; dennoch wäre es gerade jetzt falsch, alle Brücken abzubrechen. Erdogan hat &#8211; zwar &#8211; mit seinem Verhalten gezeigt, dass er (er!) noch nicht reif für die EU ist. Jedoch setzen die nicht nur jungen Demonstranten andere Zeichen. Wir in Europa müssen jetzt alles dransetzen, die wachgewordene, sich öffentlich artikulierende Zivilgesellschaft als Gegengewicht zur Exekutive zu stärken.</p>
<p>Aber, Philipp Melanchton wußte ja bereits, daß es sich bei den Türken um die Endzeitvölker Gog und Magog handele, angetreten, gegen die christliche Kirche zu kämpfen, da können sich doch wahrlich die beiden Bischöfe Huber und Lehmann heute nicht einfach  für einen EU-Türkei-Beitritt aussprechen …</p>
<p>Jedoch funktioniert auch eine Huber-Lehmannsche heute an etwas anderen Glaubenskriterien festgemachte Argumentation nicht nur beim künftigen EU-Land Bulgarien nicht mehr, wo 84% der Bevölkerung orthodoxe Christen sind und immerhin 12% muslimischen Glaubens, sondern genausowenig eben auch für die Türken. Auch mit Hinblick auf die bereits rund 20 Millionen Muslime, die in der EU arbeiten und leben, stellt sich die Frage: Sind sie etwa Bürger zweiter Klasse? Will man ihnen signalisieren, daß sie eigentlich nicht erwünscht sind? Die korrekte Integration seiner muslimischen Bürger ist für die europäischen Staaten eine Schicksalsfrage. Ein Ausschluß der Türkei aus religiösen Gründen hätte eine verheerende Signalwirkung.</p>
<p>Nachdem es für die rheinischen Bauern vor Jahrhunderten schon einem Evangelium gleich feststand, daß Türkenpferde eines Tages aus dem Rhein saufen und an die Pfeiler des Kölner Domes angebunden sein würden, kam es dann doch ein klein wenig anders: Erst einige hundert Jahre später gelangten „die“ Türken nach Köln, nicht aber als Eroberer, sondern als (ja: erwünschte) Gastarbeiter.</p>
<p><strong>Türken sind gleich Türken</strong></p>
<p>Es muß jedoch auch gesagt werden dürfen, daß wir es bei diesen Zuwanderungen vorwiegend mit Unterschichten zu tun haben, die zu einem großen Teil aus den rückständigen Gebieten im Osten der Türkei stammen. Der deutsch-türkische Schriftsteller Zafer Senocak vermutet wahrscheinlich mit einigem Recht, dass &#8211; zum Beispiel &#8211; die Gängelung junger türkischer Frauen durch ihre Familien heute ein Phänomen deutscher und nicht mehr türkischer Großstädte ist. Und, daß das Problem weniger ist, daß da eine Unterschicht eingewandert ist, sondern daß sie hierzulande (weshalb auch immer) Unterschicht geblieben ist. In der Bundesrepublik nämlich ist nur wenig vom Einfallsreichtum zu spüren, der zurzeit die Wirtschaft in der Türkei florieren läßt.</p>
<p>Der durch unzureichende Kenntnis der Sprache und fehlende Berufsausbildung einer Mehrheit der Türken in Deutschland entstandene Circulus vitiosus muß durchbrochen werden, innerhalb dessen mangelnde Qualifikation erst einmal mit angeblicher Diskriminierung durch die Deutschen entschuldigt wurde – und die daraus erwachsende Aggressivität vornehmlich junger Türken führte dann in der Tat zu deren Ablehnung. Daran jedoch trägt die geringe Förderung durch die türkischen Eltern zumindest ebenso viel Schuld, wie unterlassene Hilfestellung mancher deutscher Schulen und Behörden.</p>
<p>Da helfen nun aber keine Schuldzuweisungen, sondern nur Kurskorrekturen &#8211; zum Nutzen beider Seiten.<br />
Und hier muß vor allem die deutsche Seite (und das zu tun, dürfen wir nicht springerstiefelauftretendem rechten Pack überlassen) den Mut haben, den Betroffenen zu erklären, daß sie diese Form der Einwanderung nicht mehr integrieren und finanzieren kann (kann!). Sie muß dem Prinzip der von den Türken verehrten ehemaligen Berliner Ausländerbeauftragten Barbara John folgen, nach dem man „knickrig bei der Vergabe von Geldzuwendungen sein muß, aber großzügig bei der Förderung“. Wir dürfen uns nicht länger scheuen, das Bleiberecht vom erfolgreichen Besuch von Integrationskursen abhängig zu machen. Wozu nicht nur die Pflicht zum Deutschunterricht zu gehören hätte, sondern auch die Vermittlung und Anerkennung von drei Grundwerten: Schulpflicht, Gleichberechtigung von Mann und Frau, Trennung von Staat und Kirche. Wenn nämlich alles so bleibt, wie es ist, werden unsere türkischen Mitbürger am Ende nirgendwo dazugehören.</p>
<p><strong>Europa und die Türkei</strong></p>
<p>Dabei wird Europa und insbesondere Deutschland von der Türkei wie eine Art Zuglokomotive betrachtet – so ist das Land am Bosporus unter den wichtigsten deutschen Handelspartnern. Vor allem Englands Premierminister Blair und Bundeskanzler Schröder (&#8220;die Fronten&#8221; hatten sich damals zum Unguten bewegt) traten geschlossen für die Türkei ein und unterstützen diese Erwartungen. Dabei handelte es sich nicht um eine blinde Unterstützung seitens der beiden Regierungschefs. Die Türkei stand und steht vielmehr vor einer strengen Aufnahmeprüfung. Europäische Politiker waren und werden immer noch nicht  müde, Premier Erdogan aufzurufen, alles zu unternehmen, um die Kopenhagener Kriterien zu erfüllen.<br />
Denn die Spielregeln für die Türkei sind klar definiert. Wie für jedes andere Land werden auch hier die Kopenhagener Kriterien als Grundlage für die Betrittsverhandlungen dienen. Sie sorgen für institutionelle Stabilität und garantieren die demokratische Ordnung, die Wahrung von Menschenrechten sowie den Schutz von Minderheiten.<br />
Die türkische Regierung setzt seit der Anerkennung als Beitrittskandidat im Jahre 1999 alles daran, diesen Ansprüchen gerecht zu werden. Mit den sieben Harmonisierungspakten, welche die Regierung bis jetzt umgesetzt hat, sind große Schritte in Richtung EU getan worden. Die wichtigsten Änderungen sind (sollen jedenfalls sein) die Abschaffung der Todesstrafe, die Gleichberechtigung der Geschlechter, Schutz vor Folter und die Ausübung der Meinungsfreiheit. Die türkische Regierung zeigt sich bemüht, alle politischen Einflüsse des Islam auf die Politik zu unterbinden, so ist z.B. (hierzulande ist das längst nicht usus) auch das strikte Kopftuchverbot in allen öffentlichen Gebäuden, ein Zeichen für die prowestliche Haltung der Türkei.</p>
<p><strong>Die Türkei als Brücke</strong></p>
<p>Doch es geht um mehr als nur um die Heranführung der immer noch rückständigen Volkswirtschaft der Türkei an die EU. Es handelt sich vor allem um eine strategische Entscheidung, die in Brüssel getroffen werden muß. Die Türkei kann in dem immer härter werdenden Konflikt zwischen islamischen Ländern und dem Westen eine Leitfunktion übernehmen. Sie könnte zur Brücke zwischen dem Westen und dem Nahen Osten werden, und so eine politische Stabilisierung der islamischen Krisenherde unterstützen.</p>
<p>Es muß (zumal nach einigen Vorstößen der Angela Merkels) befürchtet werden, daß  das Thema Türkei in den angesagten  Wahlkämpfen die alten Unions-Themen „Asyl“ und „Ausländer“ ersetzt; allemal kann es noch stärker, als dies einst ausländerunfreundlliche Wahlkämpfe getan haben, Emotionen wecken. Und diese Absicht könnte dann seriöser gekleideter einherkommen, als die Parolen vom vollen Boot es je sein konnten: Es darf mit der Sorge um die Zukunft Europas gespielt werden und an die Stelle des Griffs in den rechtsradikalen Wortschatz darf der Griff in die europäische Geschichte getan werden: Die Abwehr der Türkengefahr hat hier noch immer eine große Rolle gespielt …</p>
<p>Prinz Eugen wird also vermutlich per Griff in die europäische Geschichte zum vermeintlichen Mitstreiter der CDU-Parteivorsitzenden gemacht. Und so werden dann die alten Schlachten neu geschlagen.<br />
Aber: Ist es nicht gerade die Idee der Europäischen Union, gerade jene Kräfte zusammenzuführen, die dermaleinst gegeneinander Krieg geführt haben? Europa ist nicht die Renovierung der Kreuzfahrerfestungen von Akkon, Trapesac und Tortosa, ist nicht die Wiederauferstehung der Ritterorden der Templer, der Calatreverser und Johanniter – Europa, das ist ein Projekt der gemeinsamen Zukunftsgestaltung.</p>
<p><a href="http://rundschau-hd.de/wp-content/uploads/orient-und.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-3448" title="orient-und" alt="" src="http://rundschau-hd.de/wp-content/uploads/orient-und.jpg" width="250" height="273" /></a></p>
<p>Die Frage hat längst nicht mehr zu sein, ob die Türkei zu Europa gehört – sondern allenfalls, wie sie dazugehört und wie man sie annimmt. Es wäre ein innenpolitisches und gesellschaftspolitisches Fiasko, wenn die Debatte über den Beginn der Aufnahme von Verhandlungen mit der Türkei so geführt würde, daß die Millionen türkischstämmiger Menschen in Deutschland und Europa dies als Mißtrauensvotum betrachten müßten. Ohne stabile Türkei wird es keine stabile EU geben. Die Türkei als Puffer zwischen Europa und den Nahen Osten schieben zu wollen, wie das Angela Merkel mit ihrem Vorschlag getan hat, ist in einer Weise naiv, daß selbst Angela Merkel das nicht wirklich wollen können dürfen sollte.<br />
Schon alleine die Aussicht auf Aufnahme der Verhandlungen hat in der Türkei zu einem liberalen, rechtsstaatlichen und ökonomischen Aufbruch geführt. Europa hat aus leidvoller Geschichte gelernt, daß man mit Kreuzzügen nur verlieren. kann.  Derweil sich der „dabblejiu-amerikanische“ (so von ihm genannte) „Versuch der Demokratisierung im Irak“ per Kreuzzug zum voraussehbaren Desaster entwickelt hat, scheint in der Türkei das Experiment einer friedlichen, von der EU angeschobenen Demokratisierung zu gelingen. Möge – hofft <strong>Jürgen Gottschling</strong> &#8211; das Projekt Türkei (ex occidente lux) Leuchtturmprojekt für den Orient sein …</p>
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		<title>Keith Jarrett spielt Pingpong mit Sternenstaub</title>
		<link>http://rundschau-hd.de/2013/06/keith-jarrett-spielt-pingpong-mit-sternenstaub/</link>
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		<pubDate>Mon, 10 Jun 2013 11:13:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[George Benson ist mit 70 noch umwerfend, Keith Jarrett geht mit Gary Peacock und Jack DeJohnette ins dritte Jahrzehnt und bei Anthony Strong ist Britannia ausnahmsweise mal tatsächlich cool. In dem dickleibigem Katalog zur Münchner Ausstellung über das Plattenlabel ECM gibt es ein ziemlich aufschlussreiches Bild. Man sieht darauf Keith Jarrett gemeinsam mit seinem Produzenten [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>George Benson ist mit 70 noch umwerfend, Keith Jarrett geht mit Gary Peacock und Jack DeJohnette ins dritte Jahrzehnt und bei Anthony Strong ist Britannia ausnahmsweise mal tatsächlich cool.<span id="more-9102"></span><br />
In dem dickleibigem Katalog zur Münchner Ausstellung über das Plattenlabel ECM gibt es ein ziemlich aufschlussreiches Bild. Man sieht darauf Keith Jarrett gemeinsam mit seinem Produzenten Manfred Eicher im Kampf an der Tischtennisplatte. Der Pianist präsentiert sich mit freiem Oberkörper und erwartet mit stählern ehrgeizigem Blick den Pingpong-Return seines Gegners. Ungefähr so muss man sich wohl auch Jarretts Herangehensweise an die Standards des Jazz vorstellen, die er seit inzwischen genau 30 Jahren mit Gary Peacock am Bass und Jack DeJohnette am Schlagzeug unermüdlich bearbeitet. Nackt, hochkonzentriert und mit heiligem Ernst spielt sich das Trio die Bälle zu, die, wenn sie von Jarrett wie zu Beginn des aktuellen Live-Albums aufgeschlagen werden, einen schier unberechenbaren Drall entwickeln.<br />
Wie ein Außerirdischer <a href="https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&amp;v=XYaVbTVMZtA">verteilt der Pianist da</a> zunächst Sternenstaub auf den Tasten, bis der Miles-Davis-Klassiker &#8220;Solar&#8221; zu erkennen ist. In der Folge erweist sich die Aufnahme aus Luzern als höchst erdig-irdisches Vergnügen: Jarrett spielt zur eigenen Belustigung Stride-Piano (&#8220;Between the Devil and the Deep Blue Sea&#8221;), zitiert den Bebop-Weltmeister Bud Powell (&#8220;Tonight&#8221;) und lässt die rührselige Bernstein-Ballade &#8220;Somewhere&#8221; in modaler Ekstase wie ein Soul-Pop-Ritual enden. Es ist alles nur ein Spiel. Aber was für eins!</p>
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		<title>Wider ausgefeilte Abhörtechniken für die weltweiten Datendienste</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Jun 2013 13:40:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Was ist von einem zu halten, der sich und alle anderen von dunklen Mächten umstellt sieht? Und eine Wunderwaffe gegen diese Mächte empfiehlt, im Falle des Scheiterns jeder Gegenwehr, gar zur &#8220;Selbstzerstörung&#8221; aufruft? Im ersten Reflex mag man denken: Der muss verrückt sein. Was aber ist, wenn dieser jemand – die Rede ist vom Gründer [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Was ist von einem zu halten, der sich und alle anderen von dunklen Mächten umstellt sieht? Und eine Wunderwaffe gegen diese Mächte empfiehlt, im Falle des Scheiterns jeder Gegenwehr, gar zur &#8220;Selbstzerstörung&#8221; aufruft? Im ersten Reflex mag man denken: Der muss verrückt sein. <span id="more-9097"></span>Was aber ist, wenn dieser jemand – die Rede ist vom Gründer der Enthüllungsplattform Wikileaks, Julian Assange, und seinem neuesten Buch &#8220;Cypherpunks&#8221; – sich mit dem Alarmruf in bester Gesellschaft befindet? In Gesellschaft von renommierten Hirnforschern, Qualitätszeitungs-Herausgebern und Sozialwissenschaftlern, die ebenso wie Assange die Digitalisierung unserer Zivilisation als Maschinerie der Massenverblödung und Gegen-Aufklärung verdammen? Sind die dann auch alle verrückt? Zumal Verrückte ja gern alle anderen für verrückt oder zumindest zu Opfern allmächtiger Kräfte erklären. Und was ist, wenn Verrückte doch einmal recht haben?</p>
<p>Zu allen Zeiten standen am Rande von Kulturrevolutionen, wie die Digitalisierung eine ist, Mahner und Warner. Selbst ernannte Propheten, die Zeter und Mordio schreien und sich die Arme dabei ausrenken, den Zug der Zeit am angeblich unweigerlichen Sturz in den Abgrund vorbeizuwinken. Aus der Zeit gefallene Existenzen, wie zum Beispiel heutzutage der Papierzeitungs- Herausgeber eine ist. Untergangspropheten, die keinen Unterschied zu machen wissen zwischen der Gewissheit des eigenen Endes und dem Ende alter Gewissheiten. So wie heute mitunter Zettelkasten- Intellektuelle alten Schlages mit nur allzu berechtigter Angst vor dem eigenem Statusverlust Brandbriefe gegen die digitale Zeitenwende verfassen.</p>
<p>So einer aber ist Julien Assange gerade nicht. Im Gegenteil. Die Internetrevolution hat Julien Assange als Person der Zeitgeschichte ja geradezu geboren. Wenn nun so einer ausgerechnet vor den Geistern warnt, die ihn selber riefen, ist das ein guter Grund, die Katastrophenmeldung näher zu betrachten.</p>
<p>Assanges Grundthese ist folgende: Das Internet, so führt er in seinem als Gesprächsprotokoll angelegten Buch aus, wird vom &#8220;Staat&#8221; zur Totalkontrolle missbraucht. Wenn wir das nicht verhindern. Wir, das sind alle Internetbenutzer. Unter der Führung von Assange und seinen &#8220;Cypherpunks&#8221;, (engl. &#8220;cypher&#8221;, dt. Chiffre) frei übersetzt: den Verschlüsselungs-Punks, einer Avantgarde des Digitalzeitalters, die Chaos in das Kontrollwesen tragen soll. Assanges Vademecum aller bürgerrechtlichen Gegenwehr ist die Verschlüsselung. Damit die Mächtigen in Staat und Wirtschaft nicht mitlesen können und keine Steuerungsmacht über den Netz-Bürger erhalten. Denn das wollen sie, die Mächtigen, sagt Assange. Dafür nennt er viele Belege. Und die scheinen so gar nicht aus der Phantasiewelt eines Ent- oder Verrückten zu stammen. Sie sind höchst real.</p>
<p>Da sind die immer ausgefeilteren Abhörtechniken für die weltweiten Datendienste, die Bewegungsprotokolle aller Handy-Besitzer, die riesigen Datenspeicher der Geheimdienste für den weltweiten E-Mail-Verkehr. Da sind die Sondergesetze, die praktisch jedermann, auch in demokratischen Musterstaaten, zum Freiwild der staatlichen und privatwirtschaftlichen Datenjäger machen. Da ist der Technologietransfer von Abhörtechnik aus den Demokratien zu den Unterdrückern aller Herren Länder. Das kann einen in der Tat das Fürchten lehren. Doch seltsam: Gegen diese systematische Durchleuchtung, der wir tatsächlich im Internetzeitalter ausgesetzt sind, begegnet Assange mit einer Art paradoxer Intervention: Der Wikileaks-Chef, Vorreiter schrankenloser Transparenz, empfiehlt uneingeschränkte Intransparenz – die Verschlüsselung sämtlicher Kommunikation. Jeder soll sich selbst und alles, was er zu sagen hat, zur Geheimsache erklären.</p>
<p>Ein weiterer Widerspruch ergibt sich mit Blick auf die Folgen dieser Strategie: die kryptografische Aufrüstungsspirale infolge einer solchen Verschlüsselungskampagne. Schließlich kann man jeden Code knacken, das ist nur eine Frage des Aufwands. Das ist ein Wettlauf, den der gewinnen muss, der die meisten Ressourcen hat – und im hoheitlichen Auftrag auch einsetzen wird. Der &#8220;Staat&#8221; also.</p>
<p>Die größte Schwäche von Assanges Plädoyer aber liegt in seinem stärksten Argument, nämlich dem eigenen Verfolgungsschicksal. Die Jagd nach Assange infolge der Veröffentlichung von US-Botschaftsdepeschen mutet in der Tat erschreckend an. FBI und CIA gründeten Sonderermittlungsgruppen. Finanzdienstleister trockneten Wikileaks durch Blockierung der Spendenflüsse aus. Ohne Rechtsgrundlage. Assange sah sich nach Ermittlungen gegen seine Person – seiner Meinung nach Folge von Denunziation – als Vergewaltiger zur Flucht in die Londoner Botschaft Ecuadors gezwungen, weil er die Auslieferung in die USA befürchtet, wo ihm die Todesstrafe drohen könnte. Beschränkt auf ein Zimmer dieser Botschaft sitzt er dort nun unter strengster Bewachung, seit neun Monaten.</p>
<p>Kann man aus diesem Sonderschicksal allgemeingültige Schlüsse ziehen? &#8220;Wir haben die Aufgabe, so weit wie möglich unsere Selbstbestimmung zu verteidigen und dem kommenden Überwachungsregime zu trotzen – oder wenn alles andere scheitert, seine Selbstzerstörung zu beschleunigen&#8221;, schreibt Assange. Und man fragt sich, ob er noch bei Ersterem, oder schon beim zweiten Schritt angekommen ist, so dunkel, ja verschlüsselt wirken seine Worte.</p>
<p>Verschlüsselung in ihrer höchsten Form verbirgt die Botschaft selbst vor ihrem Verfasser, was letztlich das Ende aller Kommunikation bedeutet. Und die extremste Form von Einsamkeit. Burn before reading. Womit wir wieder bei Assange in seinem Exil wären. Es ist eine realexistierende Negativ-Utopie des Digitalzeitalters, eine sich selbst erfüllende Prophezeiung, das Schicksal von Assange. Umzingelt vom &#8220;Staat&#8221;, Bewegungsspielraum nahe null. Das kann einen schon verrückt machen. Aber bleibt ein so Umstellter theoriefähig? Und dennoch, auch diese Frage bleibt: Was wäre, wenn ein Verrückter trotzdem recht hat?</p>
<p>&#8220;Cypherpunk – Freedom and the future of the Internet&#8221; von Julian Assange, Andy Müller-Maguhn, Jeremie Zimmermann und Jacob Appelbaum, Campus 2012</p>
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		<title>Heilige Gastronomie</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Jun 2013 12:31:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tenno</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Heidelberg]]></category>
		<category><![CDATA[Junge Rundschau]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche & Bodenpersonal]]></category>

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		<description><![CDATA[In Köln und anderswo machte das Presbyterium eine Ausschreibung an Gastronome zur besseren Auslastung ihrer Latifundien. Das hätten wir hier gerne auch. Offener Brief an an die sehr geehrten Damen und Herren Kirchengemeinderäte …… die Christuskirche Köln/Bergisches Viertel soll nach einem Beschluß ihres Presbyteriums &#8220;künftig multifunktional genutzt werden&#8221; und wochentags in einen Restaurationsbetrieb umgewandelt werden. [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>In Köln und anderswo machte das Presbyterium eine Ausschreibung an Gastronome zur besseren Auslastung ihrer Latifundien. Das hätten wir hier gerne auch. Offener Brief an an die sehr geehrten Damen und Herren Kirchengemeinderäte …<span id="more-8768"></span>… die Christuskirche Köln/Bergisches Viertel soll nach einem Beschluß ihres Presbyteriums &#8220;künftig multifunktional genutzt werden&#8221; und wochentags in einen Restaurationsbetrieb umgewandelt werden. Das Presbyterium &#8211; wie einer dpa-Meldung zu entnehmen war &#8211; verlautbarte dazu, akute Geldnot habe die Gemeinde zu der Verpachtung der 900 Quadratmeter Kirchenfläche mit Platz für rund 200 Gäste veranlaßt. Akute Geldnot plagt ja nun aber Kirchengemeinden allüberall!<br />
Einige Gastwirte (der ich die Kölner Idee zukommen ließ und die mich nun meiner ehemaligen Tätigkeit als Kirchengemeinderat an Heiliggeist und Synodemitglied meiner der von ihr vermuteten guten Beziehungen zur Landeskirche um Vermittlung gebeten haben) sind nun ganz spontan der Meinung, dass ein solches Projekt auch in hier &#8220;eine&#8221; (so die Kölner Gemeindeleitung) &#8220;spannende Herausforderung&#8221; darstellte. Laut Ausschreibungsunterlagen sucht die Kölner Gemeinde für &#8220;dieses in Deutschland bislang einmalige Konzept eine niveauvolle, großzügige und offene Gastronomie&#8221;.</p>
<div id="attachment_5241" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><a href="http://rundschau-hd.de/wp-content/uploads/jesuiten_vs_hl_geist1.jpg"><img class="size-full wp-image-5241" alt="Konkurenz belebt(e) sofort schmeckbar das Geschäft. Probieren wir mal eines der Menues … Aus dem rotierenden Riesenrad auf dem Universitätsplatz – Foto: gott " src="http://rundschau-hd.de/wp-content/uploads/jesuiten_vs_hl_geist1.jpg" width="500" height="366" /></a><p class="wp-caption-text">Konkurenz belebt(e) sofort schmeckbar das Geschäft. Probieren wir mal eines der Menues … Aus dem rotierenden Riesenrad auf dem Universitätsplatz – Foto: gott</p></div>
<p>Unser von der Rundschau entwickeltes Konzept würde sicher auch von Gastronomen in anderen Städten angenommen werden:</p>
<p>Ökonomischer Gründe wegen natürlich streng ökumenisch ausgerichtet, um auch  (diese Formulierung bleibt natürlich unter uns) Konkurrenzgläubige anzusprechen.<br />
Das Köln-Heidelberger Mischkonzept würde neben einem edlen Speiselokal eine Disco einschließen. Schließlich sollen doch auch aufgeklärte junge Menschen wieder &#8211; wenn auch auf verschlungenem Pfad &#8211; ein bislang von ihnen eher gemiedenes Haus wieder besuchen, und so vielleicht über die Musik dann doch hin zum Wort geführt werden können.</p>
<p>Bitte entnehmen Sie dem von der Rundschau konzipierten und vorgeschlagenen Menue &#8220;Christ-Gourmette&#8221; den Ernst unserer Vorstellungen: Begrüßungscocktail &#8220;Credo&#8221; &#8211; Büßer-Boullion &#8220;Erhörung&#8221; &#8211; Abbitte-Auflauf &#8220;Sündenpfuhl&#8221; &#8211; Zartgebratenes Bœuf &#8220;Halleluja&#8221; &#8211; Dessertcreme &#8220;Pastorenglück&#8221; &#8211; Kaffee, Oblatenbuffet.</p>
<p>Für die kleinen Gäste haben wir statt des üblichen Kindertellers (Sie sehen, auch da denken wir in vorauseilendem Vertrags-Gehorsam streng sowohl ökonomisch als auch ökumenisch) ein Ministranten-Menü mit Fischstäbchen  &#8220;Für Bitte-Bitte&#8221; zusammengestellt.</p>
<p>Eine große &#8211; mit der Gemeinde selbstverständlich zu teilende &#8211; Gewinnspanne versprechen wir uns von der Idee, Wasser als Wein auszuschenken; würde doch in einem solchen Haus aus jahrhundertealter Gewohnheit niemand reklamieren und zudem leisteten wir so unseren Beitrag zu einer rauschgiftärmeren Gesellschaft.</p>
<p>Auch den von den Kölnern erhofften &#8220;völlig neuartigen Dialog mit der Öffentlichkeit&#8221; würden wir auf angemessen unorthodoxem Weg vorantreiben: Im geplanten &#8220;Gastronomiebetrieb mit Tagungsmöglichkeit&#8221; könnte man beispielsweise den &#8220;Weltkongreß der Atheisten und Häretiker 2013&#8243; verköstigen (und so zu guter Letzt auch direkt aus der Quelle allen Ungemachs für die beiden großen Kirchen deren Taktik abschöpfen, wie das Böse hinfort zu agieren gedenkt, um noch mehr Kirchenaustritte zu provozieren).<br />
Selbstverständlich würde Ihnen unser variables Konzept mit mobilem Mobilar auch künftig erlauben, Gottesdienste wie gehabt und gewünscht an Sonn- und Feiertagen durchzuführen.</p>
<p>↓Über noch verwertbare Reste aus der Küche dürften Obdachlose versorgende Gemeindeglieder im Rahmen ökologischen Recyclings ganz nach Gusto verfügen. Mit etwas Phantasie wären so durchaus neuartige Wandlungs-Möglichkeiten denkbar.</p>
<p>Mit vorzüglicher Hochachtung, freundlichen Grüßen<br />
und der Bitte um eine positive und rasche Antwort<br />
verbleibt: Jürgen Gottschling</p>
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		<title>Muss denn Liebe Sünde sein? Ist irren menschlich? Miszellen zur Liebe, dem Leben und zum Lebenspartnerschaftsgesetz</title>
		<link>http://rundschau-hd.de/2013/06/muss-denn-liebe-sunde-sein-ist-irren-menschlich-miszellen-zur-liebe-dem-leben-und-zum-lebenspartnerschaftsgesetz/</link>
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		<pubDate>Sun, 09 Jun 2013 12:00:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tenno</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[In vino veritas]]></category>
		<category><![CDATA[Sapere aude]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgeschehen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Mann, nur mit einer kleinen Schürze und Sportsocken bekleidet, greift nach seinem Partner unter der Dusche. „Domestic Scene, Los Angeles“, das ist der Titel des 1963 entstandenen Bildes von David Hockney. Mit dieser Momentaufnahme schwulen Lebens ist es seit dem 1. August 2001 vorbei. Zwar trägt &#8211; mag ja sein &#8211; der eine auch [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Mann, nur mit einer kleinen Schürze und Sportsocken bekleidet, greift nach seinem Partner unter der Dusche. „Domestic Scene, Los Angeles“, das ist der Titel des 1963 entstandenen Bildes von David Hockney. Mit dieser Momentaufnahme schwulen Lebens ist es seit dem 1. August 2001 vorbei.<span id="more-7736"></span></p>
<p>Zwar trägt &#8211; mag ja sein &#8211; der eine auch künftig seine Schürze, steht damit aber am Küchenherd, während sein Partner im Zimmer nebenan auf das Abendessen wartet. Derlei Szenen und Bilder haben Hochkonjunktur, und alle, alle tun so, als wäre das nie anders gewesen. Ein historischer Tag für Homosexuelle, so war allüberall zu lesen. Medien und die ihr angeschlossene heterosexuelle Öffentlichkeit waren nachgerade trunken von ihrem großherzigen Akt der Toleranz, Lesben und Schwulen die „eingetragene Partnerschaft“ mit dazugehörender Bauknecht-Idylle zu gewähren. Zwar wagt dies einmalige Gebilde nicht einmal die Dinge beim einfachen Namen zu nennen, zwar ist die juristische Konstruktion schon auf den ersten Blick eine handwerklich miserable Ausgestaltung der generösen Idee und letztlich nur ein suspektes Sondergesetz, das homosexuelle Paare auf unabsehbare Zeit als Paare zweiter Klasse festschreibt.</p>
<p>Diesen alten Rundschau-Artikel haben wir jetzt der neuen aktuellen Rechtslage wegen nochmal hervorgeholt &#8211; lesen Sie in der aktuellen Pressemeldung des Bundesministeriums für Justiz (deretwegen sich einige Karrikaturisten ausgedacht haben, wie sehr sich wohl derzeit Politiker aus CSU-CDU Hochwasser in Karlsruhe gewünscht hätten, dieweil sie der anstehenden Wahl sich nämlich wohl kaum in die Lage versetzt fühlen dürften, in der bislang üblich-breiten Front dagegen: <a href="http://rundschau-hd.de/wp-content/uploads/2013/06/PM-BVerfG-Splitting.pdf">PM BVerfG Splitting </a>vorzugehen.</p>
<p><strong>Paare zweiter Klasse</strong></p>
<div id="attachment_7740" class="wp-caption alignleft" style="width: 305px"><img class="size-full wp-image-7740" title="domestic_scene" alt="" src="http://rundschau-hd.de/wp-content/uploads/domestic_scene.jpg" width="295" height="300" /><p class="wp-caption-text">Domestic Scene, Los Angeles 1963 oil on canvas, 60&#215;60 in.</p></div>
<p>Hier wieder weiter in unserem &#8220;alten&#8221; Text: Dafür haben sich vor 30 Jahren Bundestagsabgeordnete (federführend Wilderich Ostmann von der Leye, SPD) und Schwule nicht gegen ein Relikt aus der Nazizeit aus dem Fenster gehängt, heute ein gemeinsames Namensschild an die Tür schrauben zu dürfen &#8211; weder in Messing und auch nicht in Gold. Und das diabolisch-konziliante Lächeln jener, die &#8211; begegnet er einer lesbischen Freundin oder sie einem schwulen Freund &#8211; maliziös-warmherzig-tieftönig fragen: „Naha, Duhu, wirst du jetzt auch heiraten? – haben doch dabei kaum eine weitere, mag sein unterbewußte Freud´ darüber, die anderen auch in jenes Elend zu stoßen, aus dem sie sich selbst nie zu befreien in der Lage waren …  Der in Deutschland homosexuelle Handlungen unter Strafe stellende Paragraph 175 fiel erst 1994 endgültig aus dem Strafgesetzbuch. Was Wunder haben Schwule und Lesben ein großes Freudengesummse angestimmt, als nun nicht mehr Knast for Fun angesagt war. Nicht aber zur Kenntnis nehmen wollten man(n) frau, dass mit dem Lebenspartnerschaftsgesetz von 2001 nicht nur &#8211; unabhängig von der sexuellen Orientierung &#8211; geschützt und gefördert wird, dass sich zwei Menschen nach dem Gesetz rechtlich verbindlich verpflichten „füreinander zu sorgen, in guten und in schlechten Tagen“ und, gehe diese Gemeinschaft auseinander, müsse der wirtschaftlich stärkere Partner den schwächeren weiterhin unterstützen. Hier gleichgestellt zu sein mit der im Grundgesetz geschützen Ehe nimmt dieser nicht nur garnichts, das ist auch ein Gesetz gegen die Bindungslosigkeit der Single-Gesellschaft. Das freut dann auch die Kirche, was wiederum CDU und CSU leichter auf diesen Zug hat hat aufspringen lassen. Die Wege des Herrn sind &#8211; naja, seis drum … Für Homosexuelle Frauen und Männer jedenfalls galt und gilt dieser 1. August uneingeschränkt als Tag der Freude &#8211; garniert allerdings mit ministerpräsidial-pfaffig-populistischem Geschwätz aus Bayern, Sachsen  und Baden Württemberg.</p>
<p><strong>„ … und hättet der Liebe nicht“ </strong></p>
<p>sagt doch aber das „Buch der Bücher“, und verschämt fragen es manche Apostel der Moral hienieden auch. Deren Institutionen hingegen predigen Körper- und Lustfeindlichkeit. Ist aber der Liebe wie dem Sexuellen seelisch und sozial die Funktion zugewiesen, gesellschaftliche Leere zu überbrücken, Lücken aufzufüllen, Sinn zu geben, Lebendigkeit einzublasen, die Menschen überhaupt noch etwas Menschliches spüren zu lassen, so tun beide eben genau dies alles.</p>
<p><strong>Das kirchliche Bodenpersonal? </strong></p>
<p>Die Bewertung gleichgeschlechtlicher Sexualität ist theologisch umstritten; die Stellungnahme sowohl der katholischen Kirche als auch der E(vangelischen) K(irche) D(eutschlands) ignoriert diesen Umstand einfach und erweckt den Anschein, als ob eine sich damit beschäftigende theologische Auseinandersetzung gar nicht existiere. Deshalb einige immer noch strittige Punkte der laufenden Diskussion zur Erinnerung:<br />
Im Gegensatz zu der vehementen Apologie der bürgerlichen Familie seitens der Kirchen hatte Jesus eine weitaus distanziertere und kritischere Bewertung dieser Institution (Lk. 8/19-21). Schon der Bibel sind weitaus mehr Formen des Zusammenlebens und der Ehegestaltung bekannt, als die bei uns favorisierte auf Lebenszeit orientierte und vom Standesamt autorisierte heterosexuelle Monogamie. Polygamie erfährt eine durchaus positive Erwähnung in 1. Mose 29; 2. Samuel 3; während die Leviratsehe in 1. Mose 38 und im Buch Ruth der Vasallenehe das Wort geredet wird und in 1. Samuel 18; demonstrative Verbindungen (Hosea 1) vorkommen.<br />
Wer Homosexualität mit Berufung auf biblische Schriften ablehnt, muß dann aber auch begründen, wie er zu Völkermord (1. Samuel 15), heiligen Kriegen (Buch der Richter), religiösem Fanatismus (1. Könige 18), Sklaverei (Epheser 6/5-8; 1. Timotheus 6/1-2), Frauendiskriminierung (Kolosser 3/18; Epheser 5/22-4) und Antijudaismus (Johannes 8/37-45; Matthäus 27/25) steht. Desweiteren müsste geklärt werden, wie wir mit Blutwurstessern (Apostergeschichte 15/28-29), Gottesdienstkopfbedeckungen (1. Korinther 11) und redenden Frauen (1. Korinther 14/34-35) in der Gemeinde umgehen wollen.<br />
Die Verbesserung der rechtlichen Situation homosexuell liebender Partnerschaften ist ein ausdrücklicher Wunsch von homosexuell lebenden Menschen. Keine einzige heterosexuelle Ehe wird von der Realisierung dieses Wunsches beeinträchtigt oder in anderer Weise berührt. Erwachsenen Menschen die Entscheidung zu verwehren, die Form ihres Zusammenlebens zu bestimmen (was praktisch die Situation für homosexuell Liebende war und trotz alledem immer noch oft genug ist), stellt natürlich eine Diskriminierung für die Betroffenen dar. Wir sehen eben darin Schuld.<br />
Es gilt, Sexualität wiederzuentdecken, denn die Entsexualisierung der Adenauer-Republik hat vor allem eine Anpassung an das Gesellschaftssystem zum Ziel gehabt.<br />
Und eine genau solche Entsexualisierung etabliert sich derzeit wieder in bayrischen, thüringischen, sächsischen und, was Wunder, in Heidelbergs „aufgeklärten“ Köpfen. Die Forderung nach Restriktion darf sich in dieser unserer Republik wieder auf ein interpretatorisches Unvermögen gründen, das zwischen Aufklärung über den Gegenstand und dessen Darstellung nicht trennen kann.</p>
<p><strong>Ein Halali auf die Liebe</strong></p>
<p>Jenseits von populistischem Politikergequatsche geht es mit dieser gespielten Aufregung um die sogenannte Homoehe und darum, ob die nun (wie in Heidelberg) soll im Trauzimmer vor dem Standesbeamten geschlossen werden können, oder profan im Bürgeramt neben der KFZ-Zulassung (wie etwa in Karlsruhe) auch und immer mal wieder der Liebe an den Kragen, wird der Liebe jener allgemeine Stempel aufgedrückt, der sie zu einer gesellschaftlichen Form macht. Da gilt dann: keine Zärtlichkeit ohne Hintergedanken, keine Freundschaft ohne Verbrauchen, kein sich Schönmachen ohne Reklame, keine Hingabe ohne Besitzenwollen, kein Glücklichsein, ohne es hinauszuschreien. Bewegte Starre, Genußfeindschaft im Genuß, beziehungsvolle Beziehungslosigkeit, Treulosigkeit in der Treue, Menschenverachtung in der Liebe, all dies bedeutet – gleich welcher Art &#8211; der Fetisch Liebe heute. Jahrzehntelang wurde geredet und geschrieben über „Beziehungen“, „Verkehrsformen“, „Sexualitäten“ und dergleichen mehr, etwa über „das Paar“ und seine „Behandlung“. Und jetzt hängen Tumblinge jeder Couleur all dies an der Homoehe wieder auf ein Neues auf …</p>
<p><strong>Liebe als Krankheit liquidiert?</strong></p>
<p>Nach jedem neuen populistischen Politikergejaule befürchte ich, Liebe könne eines Tages &#8211; trotz ihrer Hochschätzung in der Kultur &#8211; als Krankheit im Sinne der Reichsversicherungsordnung liquidiert werden. Schließlich ist sie es, die immer wieder versucht, mit den Mitteln des Rauschs, der Sucht, des Wahnsinns, der Ekstase das Erstarrte zum Tanzen zu bringen. Das aber ist heutzutage mehr denn je ein Wagnis, weil wir ebenso auf Abwehr, das Niederhalten der Affekte und das Einpassen in die erstarrte Realität angewiesen sind.<br />
Die unseren Sozialbeziehungen abträgliche Leibfeindlichkeit, der als natürlich empfundene Ekel vor dem Körperhaften, trägt uns bereits in unsrer Kindheit in die kollektive Neurose unserer Kultur hinein und macht uns zu deren Reproduzenten.</p>
<p><strong>Ecclesiogene Neurosen</strong></p>
<p>Kirche will weder wahrhaben, noch glauben, dass Sinneswahrnehmungen an der Nahtstelle von natürlicher Lebenskraft und Geist angesiedelt sind. Unsere Sinne sind unabdingbar für uns. Ohne sie gehen wir zugrunde. Aber sie sind auch Vermittler des Denkens, ohne sie ist Denken nicht möglich; es wird zum reinen Automatismus, gleichgültig gegenüber der Freiheit und dem Wollen. Die Sinne sind an die elementare Funktion des gesellschaftlichen Lebens gebunden: das Geschlechtsleben. Mit ihrem greisig(neidisch?)en Geplapper dazu beweisen jedenfalls einige von des Himmels Bodenpersonal, dass sie nicht zur Kenntnis nehmen wollen oder können, dass Geschlechtsleben nicht nur mit Reproduktion zu tun hat, nicht nur mit dem Koitus im Hinblick auf die Fortpflanzung, sondern eine der grundlegenden Modalitäten unserer menschlichen Lebensbedingungen darstellt.</p>
<p><strong>Der 1. August 2001</strong></p>
<p>Zurück zur Freude der Brüder und Schwestern: Anerkennung! Endlich! Das Verlangen, diesen 1. August erlebt haben zu dürfen, scheint so stark, dass jede Geste angenommen wird, egal wie billig, egal wie kleinmütig sie einherkommt. Diese „Verpartnerung“ zum Beispiel: ein Stück Papier der Behörde mit Stempel und sonst gar nichts – die Schwulen beiderlei Geschlechts haben sich gefreut darüber, wie kleine Kinder. Die Freude könnte nicht größer gewesen sein, würde ihnen Vater Staat die exklusiven Anbaurechte für Frühlingszwiebeln überlassen haben, oder, huch, gar nicht auszudenken, gestatten, subventioniert eine zweifarbene Rosensorte mit Namen „Castor &amp; Pollux“ zu züchten. Ernsten Scherz beiseite: Es können doch nicht wirklich  Homosexuelle so naiv sein – nicht einmal die konservativen Lobbyisten der Homoehe – zu glauben, mit diesem neuen Rechtsgebilde wäre das Ende der Diskriminierung erreicht, weil nämlich weder Kirche noch Staat das wirklich wollen &#8211; was sich zu guter Letzt der Wählerstimmenanteile wegen mittlerweile allerdings geändert zu haben scheint</p>
<p><strong>So bekannt, wie übel: Verdränger = Verfolger</strong></p>
<p>Hat doch gerade die Debatte um diese „Nicht-ganz-Ehe“ bewiesen, wie wenig Verdränger und &#8211; daraus resultierend – Verfolger homosexuelle Lebensweisen auch nur zu verstehen, geschweige denn zu tolerieren bereit sind. Mit welcher Gesinnung dabei auch künftig zu rechnen sein wird, hat uns – sie mags ja gar nicht gemerkt oder „so“ gemeint haben &#8211; die vorzeiten „Herrin“ der Justiz Herta Däubler-Gmelin in ihrem Grußwort an ein schwules Chorfestival vorgeführt: „Es ist an der Zeit“, rief sie den rosa Sängerinnen und Sängern zu, „dass allgemein anerkannt wird, dass auch in lesbischen und schwulen Lebensgemeinschaften Liebe, Anerkennung und“ (sic) „Wärme vorzufinden ist.“ Na, vielen Dank auch, möchte man, dass da zurückgerufen worden wäre, vielen Dank, aber was haben Sie denn erwartet? Sodom und Gomorrha? Das Hempel’sche Chaos unter dem schwulen Sofa? Oder was?</p>
<p><strong>So ein Tag, so wunderschön …</strong></p>
<p>Nein, niemand hat Grund, stolz zu sein auf diese „eingetragene Lebenspartnerschaft“. Und diese sogenannte Ehe als Ende der Diskriminierung zu bezeichnen, ist blanker Zynismus; hingegen wird Ungleichheit damit gerade offiziell zementiert, und ist damit die Chance einer längst überfälligen wirklichen juristischen Gleichstellung auf lange Zeit vertan. Und die „Betroffenen“, die Homos? Als wären ihnen die selbstgestrickten Hierarchien nicht schon Last genug, lassen sie sich jetzt auch von außen teilen: In die Guten und die weniger Guten, in die anständigen Paare und die Hedonisten, Promisken und Unbelehrbaren. Der 1. August 2001 – das war &#8220;so ein Tag, so wunderschön wie heute&#8221;, damals, als das andere Ufer neu vermessen wurde.</p>
<p><strong>Nach dieser Melange aus Vergangenheit und menetekeln in die Zukunft ein Blick zurück in die Gegenwart </strong></p>
<p>Zwar hat das Bundesverfassungsgericht entschieden, dass gleichgeschlechtliche Lebenspartner bei der Festsetzung der Erbschaftssteuer in Zukunft genauso behandelt werden müssen, wie Eheleute (Normalos also), da die bislang geübte Praxis gegen das Grundgesetz verstoße. Also bitte, es geht doch …</p>
<p style="text-align: left;">Aber:<br />
Das Bundesfinanzministerium ist auf Draht &#8211; es erklärte bereits wenige Tage nach dem Verfassungsgerichtsurteil, der Richterspruch lasse „keinerlei Rückschlüsse“ auf etwaigen Änderungsbedarf bei der Einkommenssteuer zu. Der Drahtseilakt macht aber erst richtig Sinn, liest man folgende „Deutung“ der Bundesfinanzer: „Der Beschluss zeigt im Gegenteil, dass eine gewisse steuerliche Differenzierung unter Berufung  auf den Schutz von Ehe und Familie im Grundgesetz sehr wohl möglich“ sei &#8211; da haben wir sie doch bereits schon wieder, diese unheilige Allianz von Ehe und Familie. Jedoch gibt es auch wachsame Augen, die nicht der Freudetränen wegen halbblind in die bundesrepublikanische Wirklichkeit gucken: Der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen-Bundestagsfraktion Volker Beck jedenfalls forderte damals sogleich die Koalition auf, die Diskriminierung lesbischer und schwuler Paare auch im Einkommenssteuerrecht und in der Beamtenversorgung sofort zu beenden. „Ein guter Tag“ sei „der Karlsruher Beschluss für alle Homosexuellen in Deutschland“. Für alle?</p>
<p><strong>Errare humanum est!  &#8211; Irren ist menschlich</strong></p>
<p>„Errare humanum est“ &#8211; die Abkürzung dieser lateinischen Binsenweisheit ist nun mal: Ehe &#8211; und die gerade mal wieder zur Debatte stehende Homo-Ehe ist eben genau das. Derzeit jedenfalls. Noch jedenfalls. Richtig wählen könnte helfen …</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>… solange sich das Herz noch reparieren lässt: Zuverlässiger Marker für Herzinfarkt-Risiko</title>
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		<pubDate>Fri, 07 Jun 2013 10:19:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[InfoTicker aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Senioren]]></category>

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		<description><![CDATA[Ob Patienten mit verengten Herzkranzgefäßen von Stent oder Bypass profitieren, zeigt eine spezielle Untersuchung der Herzdurchblutung im Magnetresonanztomographen / Studienergebnisse des Universitätsklinikums Heidelberg und des Deutschen Herzzentrums Berlin mit rund 3.000 Patienten tragen dazu bei, unnötige Eingriffe zu vermeiden sowie Risikopatienten zu erkennen / Veröffentlichung im &#8220;Journal of the American College of Cardiology&#8221; (JACC) Wann [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ob Patienten mit verengten Herzkranzgefäßen von Stent oder Bypass profitieren, zeigt eine spezielle Untersuchung der Herzdurchblutung im Magnetresonanztomographen / Studienergebnisse des Universitätsklinikums Heidelberg und des Deutschen Herzzentrums Berlin mit rund 3.000 Patienten tragen dazu bei, unnötige Eingriffe zu vermeiden sowie Risikopatienten zu erkennen / Veröffentlichung im &#8220;Journal of the American College of Cardiology&#8221; (JACC)<span id="more-9054"></span></p>
<p>Wann sollten verengte Herzkranzgefäße umgangen bzw. geöffnet werden, wann reicht eine medikamentöse Behandlung aus? Diese Frage lässt sich mittels einer speziellen Untersuchung im Magnetresonanztomographen (MRT) zuverlässig beantworten, wie eine aktuelle Studie der Universitätskliniken Heidelberg und Berlin mit 3.138 Patienten gezeigt hat: Traten unter medikamentöser Stimulation des Herzens trotz verengter Herzkranzgefäße keine Durchblutungsstörungen auf, war die Prognose der Patienten für die kommenden drei Jahre gut; ein interventioneller oder chirurgischer Eingriff brachte keine weitere Verbesserung. Patienten, bei denen die Blutversorgung des Herzens beeinträchtigt war, hatten dagegen ein deutlich höheres Herzinfarkt-Risiko. Sie profitierten gleichwertig von Bypass oder Gefäßstütze. Die Ergebnisse wurden jetzt im &#8220;Journal of the American College of Cardiology&#8221; (JACC) veröffentlicht.</p>
<p>Das gemeinsame Projekt der beiden renommierten Herzzentren ist die bisher größte Studie, in der mit Hilfe der MRT die prognostische Aussagekraft von Durchblutungsstörungen am Herzen untersucht wurde. &#8220;Die Ergebnisse tragen dazu bei, unnötige Eingriffe am Herzen zu vermeiden und gleichzeitig bei Risikopatienten schneller und präziser zu reagieren&#8221;, erklärt Studienleiter Professor Dr. Grigorios Korosoglou, Oberarzt der Abteilung Kardiologie, Angiologie und Pneumologie (Ärztlicher Direktor: Professor Dr. Hugo A. Katus) am Universitätsklinikum Heidelberg.</p>
<p><strong>Fortschreiten der Koronaren Herzerkrankung verzögern oder aufhalten</strong></p>
<p>Bei der Koronaren Herzerkrankung sind die Blutgefäße, die den Herzmuskel versorgen, verengt. Ist ein Herzkranzgefäß schließlich vollständig verstopft, kommt es zum Herzinfarkt oder plötzlichen Herztod. Die Koronare Herzerkrankung kann derzeit nicht geheilt werden, denn die Ablagerungen in den Herzgefäßen lassen sich nicht entfernen. Es gibt jedoch Möglichkeiten, ihr Fortschreiten zu verzögern oder aufzuhalten: Früh erkannt, können Medikamente, eine gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung weitere Ablagerungen eindämmen. In fortgeschrittenem Stadium müssen die Kranzgefäße allerdings mittels Gefäßstütze (Stent) im Rahmen eines Kathetereingriffs geöffnet bzw. chirurgisch durch einen Bypass umgangen werden.</p>
<p>&#8220;Für die weitere Therapie ist es wichtig, die Prognose bzw. das Herzinfarkt-Risiko des Patienten zu kennen&#8221;, sagt Korosoglou. Mit Hilfe einer Herzkatheter-Untersuchung können Kardiologen zwar sehr genau bestimmen, wie stark die Herzkranzgefäße verengt sind. Sie sehen daran aber nicht, wie gut die einzelnen Areale des Herzmuskels noch durchblutet werden &#8211; und davon hängt das individuelle Herzinfarktrisiko ab.</p>
<p>Bei allen Studienteilnehmern waren die Herzkranzgefäße verengt. Die Patienten erhielten während der MRT-Untersuchung das Arzneimittel Dubutamin, das den Herzschlag wie bei körperlicher Belastung erhöht. Dabei braucht das Herz mehr Sauerstoff; Engpässe in der Blutzufuhr machen sich dann besonders deutlich bemerkbar, etwa durch eine gestörte Bewegung des Herzmuskels. Alle Patienten wurden mit der medikamentösen Standardtherapie, 17 Prozent von ihnen in den ersten drei Monaten nach der MRT-Untersuchung mit Stent oder Bypass (Revaskularisierung) versorgt.</p>
<p><strong>Nur Risikopatienten profitieren von Stent oder Bypass</strong></p>
<p>Bei guter Blutzufuhr erlitten nach drei Jahren rund zwei Prozent, nach sechs Jahren ca. acht Prozent der Patienten einen Herzinfarkt oder Herztod. Dagegen lag das Risiko für Patienten mit diagnostizierter Durchblutungsstörung, die weiterhin nur medikamentös behandelt wurden, nach drei Jahren bei rund 18 Prozent, nach sechs Jahren bei 36 Prozent. &#8220;Durchblutungsstörungen, die sich unter Dobutamin-Belastung im MRT zeigen, eignen sich daher sehr gut, um das Risiko für Infarkt oder Herztod einzuschätzen&#8221;, so Korosoglou.</p>
<p>Erhielten Patienten mit Durchblutungsstörungen innerhalb von drei Monaten einen Stent oder Bypass, verbesserte sich ihre Prognose deutlich: Ihr Herzinfarktrisiko sank auf sieben Prozent nach drei Jahren und zehn Prozent nach sechs Jahren. Patienten ohne Durchblutungsstörung des Herzmuskels profitierten dagegen nicht von einem solchen Eingriff, ihr Herzinfarktrisiko blieb gleich. &#8220;Wir empfehlen daher, Patienten, bei denen trotz Verengungen der Herzkranzgefäße keine Durchblutungsstörungen im Stress-MRT auftreten, bis auf Weiteres konservativ-medikamentös zu behandeln, ein chirurgischer oder interventioneller Eingriff ist nicht nötig&#8221;, sagt Korosoglou. &#8220;Allerdings sollte die Untersuchung nach drei Jahren wiederholt werden.&#8221; Die Ergebnisse decken sich mit denen multizentrischer Studien zu dieser Fragestellung, in denen zum Teil andere Diagnoseverfahren zum Einsatz kamen (z.B. COURAGE nuclear substudy, FAME 2 trial).</p>
<p><strong>Weitere Informationen im Internet:</strong><br />
www.klinikum.uni-heidelberg.de/Willkommen.127864.0.html<br />
www.klinikum.uni-heidelberg.de/Kardio-MRT.129605.0.html</p>
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		<title>Große Auszeichnung für das Junge Theater</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Jun 2013 14:55:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Heidelberg]]></category>
		<category><![CDATA[Junge Rundschau]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Uraufführung Elses Geschichte reist im Juli 2013 nach Südkorea Die Uraufführungsinszenierung Elses Geschichte (nach dem Kinderbuch von Michail Krausnick) gastiert im Juli 2013 in Seoul im  Sejong M Theater beim diesjährigen 21. ASSITEJ Korea Summer Festival! ASSITEJ ist die internationale Vereinigung des Theaters für Kinder und Jugendliche. ASSITEJ wurde 1965 in Paris gegründet und [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Uraufführung Elses Geschichte reist im Juli 2013 nach Südkorea<span id="more-9041"></span></p>
<p><a href="http://rundschau-hd.de/wp-content/uploads/2013/06/Plakat300.jpg"><img src="http://rundschau-hd.de/wp-content/uploads/2013/06/Plakat300.jpg" alt="Plakat300" width="300" height="351" class="alignright size-full wp-image-9047" /></a><br />
Die Uraufführungsinszenierung Elses Geschichte (nach dem Kinderbuch von Michail Krausnick) gastiert im Juli 2013 in Seoul im  Sejong M Theater beim diesjährigen 21. ASSITEJ Korea Summer Festival! ASSITEJ ist die internationale Vereinigung des Theaters für Kinder und Jugendliche. ASSITEJ wurde 1965 in Paris gegründet und hat Zentren in ca. 70 Ländern. In Korea wurde sie 1982 ins Leben gerufen. Ziel war es, das Theater für Kinder und Jugendliche im Land auf ein internationales Niveau zu führen. Durch die Arbeit in der ASSITEJ gelang es, dass das koreanische Zentrum einen international renommierten Ruf erlang. Das Festival in Seoul läuft vom 18. – 28. Juli 2013. Das Sejong M Theater ist die größte Kulturspielstätte mit ca. 630 Plätzen.</p>
<p>Das Junge Theater Heidelberg (des Theaters und Orchesters der Sadt Heidelberg) brachte mit ELSES GESCHICHTE eine Uraufführung auf die Bühne, die sich thematisch mit einer wahren Geschichte zur Zeit des Nationalsozialismus, aber vor allem auch mit dem Gefühl des Andersseins und der Ausgrenzung beschäftigt. Die ‚wahre‘ Else, die als Sinti- und Roma-Kind von den Nationalsozialisten verschleppt und nach Auschwitz gebracht wurde, hat das Konzentrationslager überlebt, und der Autor Michail Krausnick erzählt ihre Geschichte behutsam und unverstellt in einem Kinderbuch nach. Die Rolle der ‚Else‘ wird in der Heidelberger Inszenierung von einem Kind gespielt, um eine möglichst hohe Identifikation zu ermöglichen.<br />
<div id="attachment_9051" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><a href="http://rundschau-hd.de/wp-content/uploads/2013/06/SzeneJTH.jpg"><img src="http://rundschau-hd.de/wp-content/uploads/2013/06/SzeneJTH.jpg" alt="Szene aus dem Stück. Foto: Klaus Fröhlich" width="500" height="595" class="size-full wp-image-9051" /></a><p class="wp-caption-text">Szene aus dem Stück. Foto: Klaus Fröhlich</p></div></p>
<p>Das Junge Theater Heidelberg, seit 2011 unter der Leitung von Franziska-Theresa Schütz, ist eine Sparte des Theaters und Orchesters Heidelberg und wurde im Juni 2012 in Stuttgart bei dem Festival „Schöne Aussicht“ mit der Inszenierung von Elses Geschichte für Seoul ausgewählt. In Südkorea sind 5 Vorstellungen im Zeitraum vom 18.07. – 20.07.2013 zu sehen. Somit eröffnet die Heidelberger Uraufführung das großartige Festival in Seoul. Besonders interessant und spannend bei dieser Reise ist, dass die Hauptrolle von einem Kind gespielt wird, das noch nie so weit weg von zu Hause war. Bereits im Vorfeld finden in Heidelberg wieder Proben für das Stück statt, ist es technisch doch nicht ganz unaufwendig und verlangt neben der Arbeit der Abteilungen insbesondere der 10–jährigen Lilly Wilke eine große Leistung ab. Bisher spielte die Grundschülerin im Zwinger3 vor maximal 130 Zuschauern. Die Vorstellungen sind in deutscher Sprache zu erleben, die mit englischen Übertiteln gezeigt werden. Diese wurden eigens für das Gastspiel erstellt. Der Reise gingen langwierige Verhandlungen bezüglich des Transports (Zoll) und der Visa-Beantragungen voraus. Ein kleines Beispiel: bei der Inszenierung wird ein großer Sack mit alten Schuhen benötigt. Beim Zoll sollte der Wert dieser Requisiten angegeben werden, was nicht ganz einfach zu realisieren war. Wie viel Wert hat ein Sack alter Schuhe??? Das Bühnenbild entsteht in Seoul neu. Aber Kostüme und Requisiten müssen rechtzeitig an Ort und Stelle sein.</p>
<p>Das Ensemble startet am 16. Juli und es ist &#8211; was Wunder &#8211; sehr gespannt auf die neuen interessanten Eindrücke, die es in Korea wird sammeln können, schließlich tritt das Junge Theater mit dieser bisher längsten Reise zu einem Gastspiel an. Während des Festivals werden ca. 25.000 Besucher aus der ganzen Welt in der 10 Millionen Stadt Seoul erwartet. Das gesamte Heidelberger Ensemble freut sich über diese außerordentliche Auszeichnung und ist sehr stolz auf die geleistete Arbeit!  Nicht nur der Intendant des Hauses Holger Schultze und die Leiterin des Jungen Theaters Franziska-Theresa Schütz sind überzeugt, dass das Gastspiel einen weiteren Meilenstein für das Konzept des Jungen Theaters Heidelberg bildet. Franziska-Theresa Schütz hat es sich mit einem multikulturellen Schauspielensemble zur Aufgabe gemacht &#8211; alle Künstler tragen zwei Kulturen in sich &#8211; den Blick nach außen zu öffnen und die unterschiedlichen Völker, Religionen und Kulturen mit Hilfe von Theater den Zuschauern näher zu bringen. Nach wie vor sind Ungerechtigkeiten und Ausbeutung auch von Kindern ein weltweit brisantes Thema, auf das nicht genug aufmerksam gemacht werden kann. Umso wichtiger ist es, dass auch bereits junge Menschen dafür sensibilisiert werden.</p>
<p>Foto: Klaus Fröhlich</p>
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		<title>Kreative &#8211; hier gibts was für Euch!</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Jun 2013 22:48:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Heidelberg]]></category>
		<category><![CDATA[InfoTicker aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Junge Rundschau]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Das KWZ in der ehemaligen Feuerwache fördert Existenzgründer, junge Unternehmer und Unternehmen im Bereich der Kultur- und Kreativwirtschaft. Zur Zielgruppe gehören aber auch etablierte Unternehmen. Diese profitieren von der Bereitstellung eines preiswerten und flexiblen Raumangebots, einer organisierten Infrastruktur für die Entwicklung von wirtschaftlichen und persönlichen Netzwerken, regelmäßigen Informations- und Netzwerkveranstaltungen, Workshops, Ausstellungen und weiteren Angeboten.Betreiber [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong></strong>Das KWZ in der ehemaligen Feuerwache fördert Existenzgründer, junge Unternehmer und Unternehmen im Bereich der Kultur- und Kreativwirtschaft. Zur Zielgruppe gehören aber auch etablierte Unternehmen. Diese profitieren von der Bereitstellung eines preiswerten und flexiblen Raumangebots, einer organisierten Infrastruktur für die Entwicklung von wirtschaftlichen und persönlichen Netzwerken, regelmäßigen Informations- und Netzwerkveranstaltungen, Workshops, Ausstellungen und weiteren Angeboten.<span id="more-9033"></span>Betreiber des KWZ ist die Heidelberger Dienste gGmbH (<a href="http://www.hddienste.de">http://www.hddienste.de</a>), mit dieser werden die Mietverträge geschlossen. Sie ist ebenfalls verantwortlich für das Zentrumsmanagement.</p>
<p>Zurzeit ist nur ein Teil der endgültigen Mietfläche erschlossen. Ein Gebäudeflügel wird bis mindestens Anfang 2014 vom Stadtplanungsamt genutzt. Das Kellergeschoss muss vor der Nutzung als Proberäume ertüchtigt werden, ein definitiver Mietbeginn steht hier noch nicht fest.</p>
<p>In einer ersten Vergaberunde werden die derzeit bezugsfertigen Räume vermietet. Anvisierter Mietbeginn ist der 15.06.2013.</p>
<p><strong>Mietpreis</strong></p>
<p>Der Mietpreis ist gestaffelt nach den Nutzungsprofilen der Räume. Der endgültige Mietpreis für die Räume wird sich um ca. 5 € / qm Kaltmiete + zzgl. 2,50 € / qm Nebenkosten bewegen. Lagerräume werden am günstigsten vermietet. Die Mietpreise werden für die gegebenen Räumlichkeiten individuell vereinbart.</p>
<p><strong>Voraussetzung für eine Bewerbung</strong></p>
<ol>
<li>Ihr Unternehmen gehört einem der 11 Teilmärkte der Kultur- und Kreativwirtschaft oder einem angegliederte Dienstleitungsbereich an (<a href="http://www.kreativwirtschaft-hd.de/kreative-okonomie/kultur-und-kreativwirtschaft/">http://www.kreativwirtschaft-hd.de/kreative-okonomie/kultur-und-kreativwirtschaft/</a>).</li>
<li>Sie haben ein starkes Interesse am Austausch und der Zusammenarbeit mit den anderen Mietern und an dem synergetischen Potential dieser Kooperationen. Sie sind bereit, den kooperativen Gedanken des KWZ mit zu tragen.</li>
</ol>
<p>Nehmen Sie sich bitte die Zeit, das Formular ausgerichtet an diesen Gesichtspunkten möglichst detailliert auszufüllen.</p>
<p><strong>Vergabeverfahren</strong></p>
<p>Das Zentrumsmanagement ist bemüht im gegebenen engen Zeitrahmen ein möglichst faires Bewerbungs- und Vergabeverfahren durchzuführen. Die Bewertung der Bewerbungen wird nach Kriterien vorgenommen, die den Vorgaben der Beschlüsse des Heidelberger Gemeinderates folgen. Zu den Kriterien gehören der Zeitpunkt der Gründung und das Alter des Unternehmens oder die Dauer der Selbständigkeit, das Interesse an kooperativer Arbeit  und die Zugehörigkeit zu bestimmten Teilmärkten der KKW.<br />
Bitte sprechen Sie uns direkt an, wenn Zweifel an der Fairness des Verfahrens begründbar sind!</p>
<p><strong>Erste Vergaberunde</strong></p>
<p>Aktuell sind ca. 1500 qm Nutzfläche bezugsfertig. Diese sind zu etwa gleichen Teilen Büroräume, Atelierflächen und Lagerräume.</p>
<p>In der ersten Vergaberunde werden für diese Flächen alle Bewerbungen berücksichtigt, die bis zum 11.06.2013 eingegangen sind. Sobald weitere Flächen frei werden oder Mieter ihre Mietverhältnisse auflösen, werden alle zu diesem Zeitpunkt vorliegenden Bewerbungen berücksichtigt.</p>
<p><strong>Datenschutz</strong></p>
<p>Mit der Übermittlung der Daten erklären Sie sich einverstanden, dass wir ihre Daten speichern, um Sie gegebenenfalls auch zu einem späteren Zeitpunkt zu kontaktieren. Zur Löschung Ihrer personenbezogenen Daten kontaktieren Sie uns unter <a href="mailto:raumvergabe_kwz@hddienste.de" target="_blank">raumvergabe_kwz@hddienste.de</a>.</p>
<p><strong>Fragen</strong></p>
<p>Für Rückfragen zum Verfahren kontaktieren Sie uns unter:  <a href="mailto:raumvergabe_kwz@hddienste.de" target="_blank">raumvergabe_kwz@hddienste.de</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Bewerbungsformular</h2>
<p>Ich habe Interesse, Räumlichkeiten im Kreativwirtschaftszentrum in der Ehemaligen Feuerwache, Emil-Maier-Straße 16, Heidelberg anzumieten, die ich / meine Arbeitsgemeinschaft / mein Unternehmen zur erwerbswirtschaftlichen Schaffung, Produktion, Verteilung und/oder Verbreitung von kulturellen/kreativen Gütern/Dienstleistungen nutzen kann.</p>
<fieldset>
<legend><strong>Absender</strong></legend>
<p>Ihre E-Mail Adresse (Pflichtfeld)<br />
<input type="text" name="your-email" size="40" value="" /></p>
<p>Vertretungsberechtigte/r: Ihr Name (Pflichtfeld)<br />
<input type="text" name="your-name" size="40" value="" /></p>
<p>Ihr Unternehmen<br />
<input type="text" name="your-enterprise" size="40" value="" /></p>
<p>Ihre Branche<br />
<label><input type="checkbox" name="teilmarkt[]" value="Musikwirtschaft" /> Musikwirtschaft</label><label><input type="checkbox" name="teilmarkt[]" value="Buchmarkt" /> Buchmarkt</label><label><input type="checkbox" name="teilmarkt[]" value="Kunstmarkt" /> Kunstmarkt</label><label><input type="checkbox" name="teilmarkt[]" value="Filmwirtschaft" /> Filmwirtschaft</label><label><input type="checkbox" name="teilmarkt[]" value="Rundfunkwirtschaft" /> Rundfunkwirtschaft</label><label><input type="checkbox" name="teilmarkt[]" value="Markt für darstellende Künste" /> Markt für darstellende Künste</label><label><input type="checkbox" name="teilmarkt[]" value="Designwirtschaft" /> Designwirtschaft</label><label><input type="checkbox" name="teilmarkt[]" value="Architekturmarkt" /> Architekturmarkt</label><label><input type="checkbox" name="teilmarkt[]" value="Pressemarkt" /> Pressemarkt</label><label><input type="checkbox" name="teilmarkt[]" value="Werbemarkt" /> Werbemarkt</label><label><input type="checkbox" name="teilmarkt[]" value="Software- / Games-Industrie" /> Software- / Games-Industrie</label><label><input type="checkbox" name="teilmarkt[]" value="Sonstige" /> Sonstige</label></p>
<p>Ihre Unternehmung existiert seit (Monat/Jahr)<br />
<input type="text" name="Gruendungsdatum" size="40" value="" /></p>
<p>&nbsp;</fieldset>
<fieldset>
<legend><strong>Raumbedarf</strong></legend>
<p>Art der Räume<br />
<label><input type="checkbox" name="raumart[]" value="Atelier" /> Atelier</label><label><input type="checkbox" name="raumart[]" value="Ausstellungsfläche" /> Ausstellungsfläche</label><label><input type="checkbox" name="raumart[]" value="Büroräume" /> Büroräume</label><label><input type="checkbox" name="raumart[]" value="Lagerräume" /> Lagerräume</label><label><input type="checkbox" name="raumart[]" value="Musikstudio" /> Musikstudio</label><label><input type="checkbox" name="raumart[]" value="Proberäume" /> Proberäume</label></p>
<p>Anzahl der Räume<br />
<input type="text" maxlength="4" name="raum-zahl" size="3" value="" /></p>
<p>Gesamtgröße der Räume<br />
Von <input type="text" maxlength="7" name="raum-mind" size="6" value="" /> bis <input type="text" maxlength="7" name="raum-max" size="6" value="" /> qm.</p>
<p>Bedingungen<br />
<label><input type="checkbox" name="besonderheiten[]" value="Barrierefreiheit" /> Barrierefreiheit</label><label><input type="checkbox" name="besonderheiten[]" value="Ebenerdig" /> Ebenerdig</label><label><input type="checkbox" name="besonderheiten[]" value="Hohe Decken" /> Hohe Decken</label><label><input type="checkbox" name="besonderheiten[]" value="Starkstromanschluss" /> Starkstromanschluss</label><label><input type="checkbox" name="besonderheiten[]" value="Tageslicht" /> Tageslicht</label><label><input type="checkbox" name="besonderheiten[]" value="Wasseranschluss" /> Wasseranschluss</label><label><input type="checkbox" name="besonderheiten[]" value="Schalldämmung" /> Schalldämmung</label><label><input type="checkbox" name="besonderheiten[]" value="Schwerlastkran" /> Schwerlastkran</label></p>
<p>Ich möchte den Raum / die Räume für folgende Tätigkeiten nutzen:<br />
<textarea cols="40" name="Taetigkeitsbeschreibung" rows="10"></textarea></p>
<p>Ich benötige die Räume ab<br />
<input type="text" name="ab_wann" size="40" value="" /><br />
für eine voraussichtliche Dauer von<br />
<input type="text" maxlength="4" name="dauer" size="3" value="" /> Monaten.</p>
<p>&nbsp;</fieldset>
<fieldset>
<legend><strong>Synergien</strong></legend>
<p>Die von mir genutzten Räumlichkeiten möchte ich</p>
<p>Anmerkungen zur gemeinschaftlichen Nutzung:<br />
<textarea cols="40" name="textfeldanmerk" rows="10"></textarea></p>
<p>Zur Schaffung neuer Synergien wünsche ich mir Unternehmen aus folgenden Branchen in unmittelbarer Nähe:<br />
<label><input type="checkbox" name="synergien[]" value="Musikwirtschaft" /> Musikwirtschaft</label><label><input type="checkbox" name="synergien[]" value="Buchmarkt" /> Buchmarkt</label><label><input type="checkbox" name="synergien[]" value="Kunstmarkt" /> Kunstmarkt</label><label><input type="checkbox" name="synergien[]" value="Filmwirtschaft" /> Filmwirtschaft</label><label><input type="checkbox" name="synergien[]" value="Rundfunkwirtschaft" /> Rundfunkwirtschaft</label><label><input type="checkbox" name="synergien[]" value="Markt für darstellende Künste" /> Markt für darstellende Künste</label><label><input type="checkbox" name="synergien[]" value="Designwirtschaft" /> Designwirtschaft</label><label><input type="checkbox" name="synergien[]" value="Architekturmarkt" /> Architekturmarkt</label><label><input type="checkbox" name="synergien[]" value="Pressemarkt" /> Pressemarkt</label><label><input type="checkbox" name="synergien[]" value="Werbemarkt" /> Werbemarkt</label><label><input type="checkbox" name="synergien[]" value="Software- / Games-Industrie" /> Software- / Games-Industrie</label></p>
<p>Ich erhoffe mir dadurch: (optional)<br />
<textarea cols="40" name="erhoffen" rows="10"></textarea></p>
<p>Ich stelle mein Firmenkonzept unter folgendem Link zum Download bereit (bitte nur pdf!): (optional)<br />
<input type="text" name="linkkonzept" size="40" value="" /></p>
<p>&nbsp;</fieldset>
<p>Sonstige Anmerkungen zu meiner Anfrage:<br />
<textarea cols="40" name="sonstiges" rows="10"></textarea></p>
<p>Anregungen, Kritik oder Wünsche an das Zentrumsmanagement:<br />
<textarea cols="40" name="textarea-297" rows="10"></textarea></p>
<p><img alt="Senden ..." src="http://www.kreativwirtschaft-hd.de/wp-content/plugins/contact-form-7/images/ajax-loader.gif" /></p>
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		<item>
		<title>Schreibwerkstatt „Jetzt schreiben Kinder!“ und Präsentation im Rahmen der Heidelberger Literaturtage 2013:</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Jun 2013 13:17:40 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Das JUNGE THEATER des Theaters und Orchesters Heidelberg ist Teil der Arbeitsgemeinschaft Heidelberger Literaturtage und somit Mitveranstalter. Seit mehreren Jahren leitet die Heidelberger Kinderbuchautorin Andrea Liebers einen Schreibworkshop während der Literaturtage für Kinder zwischen 8 bis 13 Jahren. Ab Mittwoch, 5. Juni werden 12 Jungs und Mädvhen erwartet, um zum Thema „Begegnung mit dem Unbekannten“ [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Das JUNGE THEATER des Theaters und Orchesters Heidelberg ist Teil der Arbeitsgemeinschaft Heidelberger Literaturtage und somit Mitveranstalter. Seit mehreren Jahren leitet die Heidelberger Kinderbuchautorin Andrea Liebers einen Schreibworkshop während der Literaturtage für Kinder zwischen 8 bis 13 Jahren.<br />
<span id="more-9022"></span><a href="http://rundschau-hd.de/wp-content/uploads/2013/06/schreibwerkstatt-2.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-9029" alt="schreibwerkstatt 2" src="http://rundschau-hd.de/wp-content/uploads/2013/06/schreibwerkstatt-2.jpg" width="270" height="194" /></a>Ab Mittwoch, 5. Juni werden 12 Jungs und Mädvhen erwartet, um zum Thema „Begegnung mit dem Unbekannten“ Geschichten, Gedichte, Songtexte zu &#8220;erfinden&#8221;: Unbekannte Welten entdecken, verborgene Gänge durchqueren und in der Welt der Tiere auftauchen, jemanden kennenlernen, der nicht von hier ist, selbst fremd in einem Land sein &#8230; Es gibt viele Möglichkeiten, dem Unbekannten zu begegnen.</p>
<p>Die Phantasie und Schreiblust der Kinder wird unter der Leitung von Andrea Liebers Wege ins Unbekannte finden und mit Begegnungen der besonderen Art überraschen! Die Gäste dürfen gespannt sein auf die literarischen Entdeckungen, die Augen und Ohren für Fremdes und Fremdartiges öffnen!</p>
<p><strong>Expertensprechstunde mit der Heidelberger Neurowissenschaftlerin Dr. Sabine Kubesch</strong></p>
<p>Nachdem die Teilnehmer ihre selbstgeschriebenen Geschichten vorgetragen haben, wird ein Teil von ihnen zu Moderatoren, die die ‚Expertin‘ befragen können. Zudem haben die Zuschauer ebenfalls die Möglichkeit, Fragen zu stellen.</p>
<p>Fähigkeiten, die beim Schreiben, Erzählen und Zuhören von Geschichten benötigt werden, fördern die exekutiven Funktionen. Diese sind gefordert und werden gefördert, wenn Kinder und Jugendliche aufmerksam einer Geschichte folgen, diese mit Hilfe des Arbeitsgedächtnisses detailgetreu nacherzählen, ohne sich dabei ablenken zu lassen, sie eine Geschichte erfinden, diese planen und dabei einen roten Faden entwickeln, der sich einer Logik folgend durch die Geschichte zieht. Das wirkt sich nicht nur positiv auf den Schulerfolg aus, sondern befähigt auch zu Mitgefühl und Selbstbeherrschung – zwei wichtige Grundlagen für das soziale Zusammenleben in Familie, Schule und Freundeskreis.</p>
<p><strong>So, 9.6.2013, 15.00 Uhr, Spiegelzelt auf dem Uniplatz Heidelberg/Altstadt </strong></p>
<p>Ein spannender Sonntagsnachmittagsausflug für alle ab 8 Jahren in die Heidelberger Altstadt. Teilnahme und der Eintritt zu der Veranstaltung sind frei!</p>
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