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	<title>Kommentare für Neue Rundschau</title>
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	<description>Neue Rundschau</description>
	<lastBuildDate>Tue, 14 May 2013 15:15:19 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Kommentar zu Festakt 450 Jahre Heidelberger Katechismus von Matthias Frauenfeld</title>
		<link>http://rundschau-hd.de/2013/05/festakt-450-jahre-heidelberger-katechismus/comment-page-1/#comment-708</link>
		<dc:creator>Matthias Frauenfeld</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 May 2013 15:15:19 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Erfreulicherweise haben Sie einige wenn auch  kurzen Anmerkung zur ministerpräsidialen Rede gemacht, die mir zeigt, dass Sie - ins Alter gekommen - nicht verlernt haben, gegen den Stachel zu löcken. Auch haben Sie den Bericht nicht dazu missbraucht, eine Philippika für Laizismus loszutreten. Haben Sie ja oft und erfreulicherweise zur Genüge getan. Danke und weiter so.
Matthias  Frauenfeld]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Erfreulicherweise haben Sie einige wenn auch  kurzen Anmerkung zur ministerpräsidialen Rede gemacht, die mir zeigt, dass Sie &#8211; ins Alter gekommen &#8211; nicht verlernt haben, gegen den Stachel zu löcken. Auch haben Sie den Bericht nicht dazu missbraucht, eine Philippika für Laizismus loszutreten. Haben Sie ja oft und erfreulicherweise zur Genüge getan. Danke und weiter so.<br />
Matthias  Frauenfeld</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Festakt 450 Jahre Heidelberger Katechismus von Fritz Feder</title>
		<link>http://rundschau-hd.de/2013/05/festakt-450-jahre-heidelberger-katechismus/comment-page-1/#comment-707</link>
		<dc:creator>Fritz Feder</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 May 2013 15:07:01 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Gott sei Dank, Johannes Calvin wurde bei den schwungvollen Reden zur Jubiläumsfeier des Heidelberger Katechismus, wenn ich recht sehe, in personam nicht sonderlich in den Vordergrund gerückt. Dennoch schwingt seine Lehre im Katechismus der Reformierten natürlich voll mit: der Calvinismus. 

Sind solcherart Person, eben Calvin, und sein Werk, der wenngleich im Katechismus exegetische Calvinismus, nun eigentlich trennbar? Kann man die Person vernachlässigen und allein dem geschriebenen Wort huldigen? Oder - schlimmer Gedanke - gar umgekehrt?

Es sei daran erinnert, dass nach allem, was wir wissen und was überliefert ist, dieser Genfer Reformator ein Besessener gewesen sein muss – oder modern ausgedrückt: ein religiöser Fundamentalist. Wer in seine  (Schreibtisch-)Hände geriet und nicht gehorchte oder widersprach, war verloren. 

Sein katholischer Widersacher Castellio entging dem sicheren Foltertod nur durch die Gnade seines vorzeitigen Ablebens. Der Humanist Servetus, ein anderer Widersacher, kam nicht so gut davon: er wurde zum langsamen Feuertod auf eigens hierfür genässtem Holz verurteilt. Calvin hatte die Haft unter übelsten Bedingungen und die Folter selbst für kleinere, religiöse Vergehen mit eingeführt und er hat sie voll gestützt, auch wenn er persönlich nicht Hand angelegt haben soll.

Kann man Calvins Schreibtisch-Taten von seiner berühmten Religionslehre separieren, etwa indem man behauptet, Folter sei halt damals üblich gewesen? Kann man die Persönlichkeit eines solchen Mannes von seinem Werk also trennen. Ich denke, nein, man kann und darf es in diesem Fall nicht, sie bilden eine Einheit. 

Sonst müsste man heute auch Nero ehren, weil der ein großer Förderer von Wissenschaft und Kunst war! Nun ja, den Judenverachter R. Wagner ehren wir als Teil der großen deutschen Musikkultur – gerade im Wagner-Jahr, aber immerhin: die bremsenden Zwischentöne sind markanter und lauter geworden in letzter Keit. 

Schaut man sich die Prädestinationslehre Calvins an, so fällt ins Auge, dass sie dem gleichen zwanghaften Charakter Calvins (man lese S. Zweig) zu entspringen scheint wie sein rigoroser Pietismus mit Todesfolgen. Sie hat etwas fatal Absurdes, weil sie die weniger gut gestellten Menschen in unserer Welt, also die große Mehrheit, einem Automatismus der kruden Vorbestimmtheit ausliefert, aus dem es kein Entrinnen, keine Besserung der Lage, gibt. Wie uns die Geschichte lehrt, kommen solche Eiferer, wenn sie sich der Umsetzung ihrer monolithischen Idee einmal ganz und gar verschrieben haben, leider immer wieder zu ungehindert an die Macht. Sie setzen sich durch, weil sie den strikten Willen zur Macht und meist eine unbändige Energie dazu haben.

Wir sollten Calvin auch nach 450 bis 500 Jahren nicht ehren, sondern tendenziell ächten. Es gibt zu denken, dass auch im aufgeklärten Heidelberg diesem Mann mitunter blind gehuldigt wurde und wird. In Bezug auf den Heidelberger Katechismus bedeutet dies auch: genauer und kritischer hinsehen. 

Man gestatte mir eine abschließende Argumentationsschleife: Wenn Calvin so schlimm war, wie hier und z.B. auch vom großen Schriftsteller S. Zweig nach präzisen Recherchen dargestellt, dann entlastet dies in keiner Weise die Katholische Kirche von den Verbrechen der Inquisition. Das musste - auch - mal wieder gesagt sein!

Die Vorsitzenden Zollitsch und Schneider im Jubiläumsgedenken vereint? Nichts dagegen, das ist gut so, aber bitte etwas Mut zur Hinterfragung dessen, was gelegentlich allzu salbungsvoll gefeiert wird. Religiöse Aufklärung könnte man dies nennen!
 
Schauen wir doch zum Schluss einmal auf ein paar Fragen und Antworten aus dem Heidelberger Katechismus – eine kleine Auswahl aus 129:

„Frage 8: Sind wir aber dermaßen verderbt, daß wir ganz und gar untüchtig sind zu einigem Guten und geneigt zu allem Bösen?
Ja; es sei denn, dass wir durch den Geist Gottes wiedergeboren werden.

Frage 9: Tut denn Gott dem Menschen nicht unrecht, dass er in seinem Gesetz von ihm fordert, was er nicht tun kann?
Nein; denn Gott hat den Menschen also erschaffen, dass er es konnte tun; der Mensch aber hat sich und alle seine Nachkommen, aus Anstiftung des Teufels, durch mutwilligen Ungehorsam dieser Gaben beraubt.

Frage 10: Will Gott solchen Ungehorsam und Abfall ungestraft lassen hingehen?
Mitnichten; sondern er zürnet schrecklich, beides über angeborene und wirkliche Sünden, und will sie aus gerechtem Urteil zeitlich und ewig strafen, wie er gesprochen hat:
Verflucht sei jedermann, der nicht bleibet in alle dem, das geschrieben stehet in dem Buch des Gesetzes, dass er&#039;s tue.

Frage 11: Ist denn Gott nicht auch barmherzig?
Gott ist wohl barmherzig, er ist aber auch gerecht. Deshalb erfordert seine Gerechtigkeit, dass die Sünde, welche wider die allerhöchste Majestät Gottes begangen ist, auch mit der höchsten, das ist der ewigen Strafe an Leib und Seele gestraft werde.&quot;

Ich mag solche Sentenzen nicht!

Mit den besten Grüßen

Fritz Feder]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Gott sei Dank, Johannes Calvin wurde bei den schwungvollen Reden zur Jubiläumsfeier des Heidelberger Katechismus, wenn ich recht sehe, in personam nicht sonderlich in den Vordergrund gerückt. Dennoch schwingt seine Lehre im Katechismus der Reformierten natürlich voll mit: der Calvinismus. </p>
<p>Sind solcherart Person, eben Calvin, und sein Werk, der wenngleich im Katechismus exegetische Calvinismus, nun eigentlich trennbar? Kann man die Person vernachlässigen und allein dem geschriebenen Wort huldigen? Oder &#8211; schlimmer Gedanke &#8211; gar umgekehrt?</p>
<p>Es sei daran erinnert, dass nach allem, was wir wissen und was überliefert ist, dieser Genfer Reformator ein Besessener gewesen sein muss – oder modern ausgedrückt: ein religiöser Fundamentalist. Wer in seine  (Schreibtisch-)Hände geriet und nicht gehorchte oder widersprach, war verloren. </p>
<p>Sein katholischer Widersacher Castellio entging dem sicheren Foltertod nur durch die Gnade seines vorzeitigen Ablebens. Der Humanist Servetus, ein anderer Widersacher, kam nicht so gut davon: er wurde zum langsamen Feuertod auf eigens hierfür genässtem Holz verurteilt. Calvin hatte die Haft unter übelsten Bedingungen und die Folter selbst für kleinere, religiöse Vergehen mit eingeführt und er hat sie voll gestützt, auch wenn er persönlich nicht Hand angelegt haben soll.</p>
<p>Kann man Calvins Schreibtisch-Taten von seiner berühmten Religionslehre separieren, etwa indem man behauptet, Folter sei halt damals üblich gewesen? Kann man die Persönlichkeit eines solchen Mannes von seinem Werk also trennen. Ich denke, nein, man kann und darf es in diesem Fall nicht, sie bilden eine Einheit. </p>
<p>Sonst müsste man heute auch Nero ehren, weil der ein großer Förderer von Wissenschaft und Kunst war! Nun ja, den Judenverachter R. Wagner ehren wir als Teil der großen deutschen Musikkultur – gerade im Wagner-Jahr, aber immerhin: die bremsenden Zwischentöne sind markanter und lauter geworden in letzter Keit. </p>
<p>Schaut man sich die Prädestinationslehre Calvins an, so fällt ins Auge, dass sie dem gleichen zwanghaften Charakter Calvins (man lese S. Zweig) zu entspringen scheint wie sein rigoroser Pietismus mit Todesfolgen. Sie hat etwas fatal Absurdes, weil sie die weniger gut gestellten Menschen in unserer Welt, also die große Mehrheit, einem Automatismus der kruden Vorbestimmtheit ausliefert, aus dem es kein Entrinnen, keine Besserung der Lage, gibt. Wie uns die Geschichte lehrt, kommen solche Eiferer, wenn sie sich der Umsetzung ihrer monolithischen Idee einmal ganz und gar verschrieben haben, leider immer wieder zu ungehindert an die Macht. Sie setzen sich durch, weil sie den strikten Willen zur Macht und meist eine unbändige Energie dazu haben.</p>
<p>Wir sollten Calvin auch nach 450 bis 500 Jahren nicht ehren, sondern tendenziell ächten. Es gibt zu denken, dass auch im aufgeklärten Heidelberg diesem Mann mitunter blind gehuldigt wurde und wird. In Bezug auf den Heidelberger Katechismus bedeutet dies auch: genauer und kritischer hinsehen. </p>
<p>Man gestatte mir eine abschließende Argumentationsschleife: Wenn Calvin so schlimm war, wie hier und z.B. auch vom großen Schriftsteller S. Zweig nach präzisen Recherchen dargestellt, dann entlastet dies in keiner Weise die Katholische Kirche von den Verbrechen der Inquisition. Das musste &#8211; auch &#8211; mal wieder gesagt sein!</p>
<p>Die Vorsitzenden Zollitsch und Schneider im Jubiläumsgedenken vereint? Nichts dagegen, das ist gut so, aber bitte etwas Mut zur Hinterfragung dessen, was gelegentlich allzu salbungsvoll gefeiert wird. Religiöse Aufklärung könnte man dies nennen!</p>
<p>Schauen wir doch zum Schluss einmal auf ein paar Fragen und Antworten aus dem Heidelberger Katechismus – eine kleine Auswahl aus 129:</p>
<p>„Frage 8: Sind wir aber dermaßen verderbt, daß wir ganz und gar untüchtig sind zu einigem Guten und geneigt zu allem Bösen?<br />
Ja; es sei denn, dass wir durch den Geist Gottes wiedergeboren werden.</p>
<p>Frage 9: Tut denn Gott dem Menschen nicht unrecht, dass er in seinem Gesetz von ihm fordert, was er nicht tun kann?<br />
Nein; denn Gott hat den Menschen also erschaffen, dass er es konnte tun; der Mensch aber hat sich und alle seine Nachkommen, aus Anstiftung des Teufels, durch mutwilligen Ungehorsam dieser Gaben beraubt.</p>
<p>Frage 10: Will Gott solchen Ungehorsam und Abfall ungestraft lassen hingehen?<br />
Mitnichten; sondern er zürnet schrecklich, beides über angeborene und wirkliche Sünden, und will sie aus gerechtem Urteil zeitlich und ewig strafen, wie er gesprochen hat:<br />
Verflucht sei jedermann, der nicht bleibet in alle dem, das geschrieben stehet in dem Buch des Gesetzes, dass er&#8217;s tue.</p>
<p>Frage 11: Ist denn Gott nicht auch barmherzig?<br />
Gott ist wohl barmherzig, er ist aber auch gerecht. Deshalb erfordert seine Gerechtigkeit, dass die Sünde, welche wider die allerhöchste Majestät Gottes begangen ist, auch mit der höchsten, das ist der ewigen Strafe an Leib und Seele gestraft werde.&#8221;</p>
<p>Ich mag solche Sentenzen nicht!</p>
<p>Mit den besten Grüßen</p>
<p>Fritz Feder</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Diesen Termin geben wir gerne weiter: Festakt zu Ehren von Prof. Dr. Peter Anselm Riedl von JAMES A MARPLES</title>
		<link>http://rundschau-hd.de/2010/04/diesen-termin-geben-wir-gerne-weiter-festakt-zu-ehren-von-prof-dr-peter-anselm-riedl/comment-page-1/#comment-704</link>
		<dc:creator>JAMES A MARPLES</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 May 2013 04:05:39 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[My good wishes to Prof. Dr. Peter Anselm Riedl... from a fellow Riedl-descendant  --James A. Marples.
E-Mail: RoseHillKS@yahoo.com

****A grandson of Adolph H Riedl, Sr 1894-1975]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>My good wishes to Prof. Dr. Peter Anselm Riedl&#8230; from a fellow Riedl-descendant  &#8211;James A. Marples.<br />
E-Mail: <a href="mailto:RoseHillKS@yahoo.com">RoseHillKS@yahoo.com</a></p>
<p>****A grandson of Adolph H Riedl, Sr 1894-1975</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Wie war das nochmal gleich: Im Märzen der Bauer die Rösslein ein- oder die Sonne bestellt? von Fritz Feder</title>
		<link>http://rundschau-hd.de/2013/04/wie-war-das-nochmal-gleich-im-marzen-der-bauer-die-rosslein-ein-oder-die-sonne-bestellt/comment-page-1/#comment-665</link>
		<dc:creator>Fritz Feder</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Apr 2013 14:57:46 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Vorschlag: Das Lied von Rudi dem Carell anhören (Gott hab´ihn selig) und mitsingen: Wann wirds mal wieder richtig Sommer...ein Sommer wie er früher einmal war....Das verscheucht jeglichen düsteren &quot;Aprilblues&quot;.

Beste Grüße
Fritz Feder]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Vorschlag: Das Lied von Rudi dem Carell anhören (Gott hab´ihn selig) und mitsingen: Wann wirds mal wieder richtig Sommer&#8230;ein Sommer wie er früher einmal war&#8230;.Das verscheucht jeglichen düsteren &#8220;Aprilblues&#8221;.</p>
<p>Beste Grüße<br />
Fritz Feder</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Familie eine Erfindung der Empfindsamkeit &#8211; ist dies aufgeladene Modell das einzig praktikable ? von Franz Josef Neffe</title>
		<link>http://rundschau-hd.de/2007/03/familie-eine-erfindung-der-empfindsamkeit-ist-dies-aufgeladene-modell-das-einzig-praktikable/comment-page-1/#comment-662</link>
		<dc:creator>Franz Josef Neffe</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Apr 2013 11:39:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://rundschau-hd.de/archives/790/#comment-662</guid>
		<description><![CDATA[&quot;Als junger Assistenzarzt der Universitäts-Kinderklinik München hatte ich nach
dem Kriege in der Mütterberatung Thalkirchen in München ein Erlebnis, das
mein Leben und mein späteres Lebenswerk entscheidend geprägt hat:
Mir wurden Kleinkinder vorgestellt, die schon von der Physiognomie her auffielen.
Sie waren gemessen an ihrem Alter relativ groß, blond, blauäugig, so
daß sie auf den ersten Blick besonders gesund erschienen. Nach den klassischen
ärztlichen Kriterien war auch nichts Krankhaftes an ihnen zu entdecken.
Sie hatten kein Fieber, keinen Durchfall, kein Erbrechen, einen normalen Blutdruck,
ein normales Gewicht etc., und doch stellten sie sich als schwer abnormal
dar.
Im Alter von 2 1/2 Jahren sprachen sie kein Wort, sie hatten einen leeren Gesichtsausdruck,
sie hatten eine zurückgebliebene Motorik und vor allem war
ihr Kontaktverhalten gestört. Sie mieden jeden Blickkontakt, und das schwerwiegende
war ihre Angst. Sobald man sich ihnen näherte oder sie auf den Arm
nehmen wollte, schrien sie. Dies war wohl der Grund, warum sie nicht selbständig
essen konnten und auch unfähig waren, zu spielen.
Diese Kinder kamen aus der Aktion Lebensborn. Sie entstammten ausgesuchten
sozialen und gesundheitlichen Schichten. Sie waren ausersehen, später
einmal im Staate eine Führerrolle zu übernehmen. Elitefrauen und Elitemänner
mit Erbgesundheitszeugnissen bis in die dritte Generation - wovon wir uns
später in einer Dokumentationszentrale in Arolsen überzeugen konnten –
„schenkten“ dem Führer ein Kind. Dieses wurde dann frei von familiärer Bindung
in staatlich besonders geforderten Heimen in Gemeinschaftserziehung
aufgezogen mit dem Ziel, als Erwachsener seine gesamte Persönlichkeit ausschließlich
dem Staat zu widmen.
Der erschreckende Eindruck dieser Kinder machte mir klar, daß es jenseits der
klassischen Medizin gesundheitsfördernde und gesundheitsschädigende Einflüsse
gibt, die tief in die Persönlichkeit des Menschen eingreifen, wobei die
Massenpflege, insbesondere in der frühen Kindheit, offensichtlich einen extrem
negativen Einfluß hatte.
Diese Gesundheitsschäden waren mit den klassischen Methoden der Medizin
allerdings nicht meßbar. Deshalb mußten wir neben der Anatomie und Physiologie
die Ethologie in die Kinderheilkunde einführen. Durch Beobachten des
Verhaltens und Einflußnahme auf Verhaltensweisen ließen sich Funktionsbereiche
messen, die bis dahin nicht Gegenstand der Routinetätigkeit in der Kinderheilkunde
waren.
Mit Hilfe einer neuen Entwicklungsdiagnostik konnten wir dann feststellen,
daß jede Massenpflege - und sie beginnt bereits mit drei gleichaltrigen Säuglingen
oder Kleinkindern! - die Sozialentwicklung und daran gekoppelt die
Sprachentwicklung des Menschenkindes negativ beeinflußt. Ein völlig normales
Kind, das in einem Heim oder einer Tageskrippe aufwachst, hat im Alter
von 12 Monaten unter Umstanden in seiner Sprach- und Sozialentwicklung nur
Werte eines 4 Monate alten Kindes. ......&quot;

aus: Theodor Hellbriigge:&quot;Nur wer hilft, wird wirklich selbständig!&quot; in Franz Josef Neffe: &quot;Ein Ermutigungsbuch und seine Geschichte&quot;.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Als junger Assistenzarzt der Universitäts-Kinderklinik München hatte ich nach<br />
dem Kriege in der Mütterberatung Thalkirchen in München ein Erlebnis, das<br />
mein Leben und mein späteres Lebenswerk entscheidend geprägt hat:<br />
Mir wurden Kleinkinder vorgestellt, die schon von der Physiognomie her auffielen.<br />
Sie waren gemessen an ihrem Alter relativ groß, blond, blauäugig, so<br />
daß sie auf den ersten Blick besonders gesund erschienen. Nach den klassischen<br />
ärztlichen Kriterien war auch nichts Krankhaftes an ihnen zu entdecken.<br />
Sie hatten kein Fieber, keinen Durchfall, kein Erbrechen, einen normalen Blutdruck,<br />
ein normales Gewicht etc., und doch stellten sie sich als schwer abnormal<br />
dar.<br />
Im Alter von 2 1/2 Jahren sprachen sie kein Wort, sie hatten einen leeren Gesichtsausdruck,<br />
sie hatten eine zurückgebliebene Motorik und vor allem war<br />
ihr Kontaktverhalten gestört. Sie mieden jeden Blickkontakt, und das schwerwiegende<br />
war ihre Angst. Sobald man sich ihnen näherte oder sie auf den Arm<br />
nehmen wollte, schrien sie. Dies war wohl der Grund, warum sie nicht selbständig<br />
essen konnten und auch unfähig waren, zu spielen.<br />
Diese Kinder kamen aus der Aktion Lebensborn. Sie entstammten ausgesuchten<br />
sozialen und gesundheitlichen Schichten. Sie waren ausersehen, später<br />
einmal im Staate eine Führerrolle zu übernehmen. Elitefrauen und Elitemänner<br />
mit Erbgesundheitszeugnissen bis in die dritte Generation &#8211; wovon wir uns<br />
später in einer Dokumentationszentrale in Arolsen überzeugen konnten –<br />
„schenkten“ dem Führer ein Kind. Dieses wurde dann frei von familiärer Bindung<br />
in staatlich besonders geforderten Heimen in Gemeinschaftserziehung<br />
aufgezogen mit dem Ziel, als Erwachsener seine gesamte Persönlichkeit ausschließlich<br />
dem Staat zu widmen.<br />
Der erschreckende Eindruck dieser Kinder machte mir klar, daß es jenseits der<br />
klassischen Medizin gesundheitsfördernde und gesundheitsschädigende Einflüsse<br />
gibt, die tief in die Persönlichkeit des Menschen eingreifen, wobei die<br />
Massenpflege, insbesondere in der frühen Kindheit, offensichtlich einen extrem<br />
negativen Einfluß hatte.<br />
Diese Gesundheitsschäden waren mit den klassischen Methoden der Medizin<br />
allerdings nicht meßbar. Deshalb mußten wir neben der Anatomie und Physiologie<br />
die Ethologie in die Kinderheilkunde einführen. Durch Beobachten des<br />
Verhaltens und Einflußnahme auf Verhaltensweisen ließen sich Funktionsbereiche<br />
messen, die bis dahin nicht Gegenstand der Routinetätigkeit in der Kinderheilkunde<br />
waren.<br />
Mit Hilfe einer neuen Entwicklungsdiagnostik konnten wir dann feststellen,<br />
daß jede Massenpflege &#8211; und sie beginnt bereits mit drei gleichaltrigen Säuglingen<br />
oder Kleinkindern! &#8211; die Sozialentwicklung und daran gekoppelt die<br />
Sprachentwicklung des Menschenkindes negativ beeinflußt. Ein völlig normales<br />
Kind, das in einem Heim oder einer Tageskrippe aufwachst, hat im Alter<br />
von 12 Monaten unter Umstanden in seiner Sprach- und Sozialentwicklung nur<br />
Werte eines 4 Monate alten Kindes. &#8230;&#8230;&#8221;</p>
<p>aus: Theodor Hellbriigge:&#8221;Nur wer hilft, wird wirklich selbständig!&#8221; in Franz Josef Neffe: &#8220;Ein Ermutigungsbuch und seine Geschichte&#8221;.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Odyssee hat endlich ein Ende … von Fritz Feder</title>
		<link>http://rundschau-hd.de/2013/03/odyssee-hat-endlich-ein-ende/comment-page-1/#comment-664</link>
		<dc:creator>Fritz Feder</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Mar 2013 03:09:12 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Als jemand, der gerade dieser Tage bei schöner Sonne durch Miraflores, einen Stadtteil von Lima, spazieren konnte, im dortigen Park in einer abgesenkten Rotunde Peruaner und Peruanerinnen gemischten Alters, wenngleich überwiegend Ältere, bewegungsselig, anrührend, unkompliziert und völlig ohne zudringlichen Kommerz Salsa, Cumbias und Bachatas tanzen sah und sich dabei daran erinnerte, dass auch das im obigen Beitrag angesprochene Duo-Ensemble vor kurzer Zeit genau in diesem jenem Parke auch schon eine Art Performance hatte, wenn ich das recht sehe und wohl sehr erfolgreich dazu noch, freut es mich natürlich:

dass die Odyssee des Künstler-Paares Fauser-Gonzalez zu Ende zu sein scheint, wie der Beitrag oben es darstellt. Gut so!

Tanzen wir, tanzen wir unsere Lähmungen weg - ob choreografisch inszeniert oder einfach so. Auch und gerade in Heidelberg. Von Peru, von Lima kann (wieder) gelernt werden, ein Volk zweifellos im Aufbruch.

Herr OB Würzner, wir brauchen Tanzfläche, auch in der Altstadt, auch für die Älteren - ohne Kommerz, aber mit Herz. Wie wärs mit der &quot;Rotunde&quot; am Adenauerplatz - an echten Sommertagen?

Beste Grüße

Fritz Feder
z.Zt. Lima]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Als jemand, der gerade dieser Tage bei schöner Sonne durch Miraflores, einen Stadtteil von Lima, spazieren konnte, im dortigen Park in einer abgesenkten Rotunde Peruaner und Peruanerinnen gemischten Alters, wenngleich überwiegend Ältere, bewegungsselig, anrührend, unkompliziert und völlig ohne zudringlichen Kommerz Salsa, Cumbias und Bachatas tanzen sah und sich dabei daran erinnerte, dass auch das im obigen Beitrag angesprochene Duo-Ensemble vor kurzer Zeit genau in diesem jenem Parke auch schon eine Art Performance hatte, wenn ich das recht sehe und wohl sehr erfolgreich dazu noch, freut es mich natürlich:</p>
<p>dass die Odyssee des Künstler-Paares Fauser-Gonzalez zu Ende zu sein scheint, wie der Beitrag oben es darstellt. Gut so!</p>
<p>Tanzen wir, tanzen wir unsere Lähmungen weg &#8211; ob choreografisch inszeniert oder einfach so. Auch und gerade in Heidelberg. Von Peru, von Lima kann (wieder) gelernt werden, ein Volk zweifellos im Aufbruch.</p>
<p>Herr OB Würzner, wir brauchen Tanzfläche, auch in der Altstadt, auch für die Älteren &#8211; ohne Kommerz, aber mit Herz. Wie wärs mit der &#8220;Rotunde&#8221; am Adenauerplatz &#8211; an echten Sommertagen?</p>
<p>Beste Grüße</p>
<p>Fritz Feder<br />
z.Zt. Lima</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Generelle Tanzverbote sind Anachronismen – Das Feiertagsgesetz gehört reformiert! von Parteienübergreifend gegen das Feiertagsgesetz &#124; Nics Bloghaus</title>
		<link>http://rundschau-hd.de/2013/03/generelle-tanzverbote-sind-anachronismen-das-feiertagsgesetz-gehort-reformiert/comment-page-1/#comment-663</link>
		<dc:creator>Parteienübergreifend gegen das Feiertagsgesetz &#124; Nics Bloghaus</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Mar 2013 16:01:29 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://rundschau-hd.de/?p=8560#comment-663</guid>
		<description><![CDATA[[...] wei­te­ren Feiertagen teils unter­sagt bis erheb­lich ein­ge­schränkt” heißt es in einer Presseerklärung vom 27.03.2013. Die Unterzeichner wei­sen dar­auf hin, dass “Menschen aus unter­schied­li­chen Kulturen, [...] ]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] wei­te­ren Feiertagen teils unter­sagt bis erheb­lich ein­ge­schränkt” heißt es in einer Presseerklärung vom 27.03.2013. Die Unterzeichner wei­sen dar­auf hin, dass “Menschen aus unter­schied­li­chen Kulturen, [...] </p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu &quot;Die Belasteten. Euthanasie, eine Gesellschaftsgeschichte&quot; &#8211; nominiert für den Leipziger Buchpreis von Bettina Claude-Uljarevic</title>
		<link>http://rundschau-hd.de/2013/03/die-belasteten-euthanasie-eine-gesellschaftsgeschichte/comment-page-1/#comment-633</link>
		<dc:creator>Bettina Claude-Uljarevic</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Mar 2013 10:57:40 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://rundschau-hd.de/?p=8438#comment-633</guid>
		<description><![CDATA[Meine Großmutter Hermine Stogniew, geb. van Hasseln,geb am 26.07.1998 in Wiesbaden, ermordet (vergast) am 13.02.1941 in Hadamar.
Ja ich bin eine von den in direkter Linie Betroffenen. Sehr gerne würde ich Kontakt mit Herrn Aly aufnehmen.
Als kleines Mädchen bekam ich unterschiedlichste Informationen was mit meiner &quot;melancholischen Oma&quot; geschehen war.
Alles eher verwirrender Natur, anstatt Licht ins Dunkel zu tragen.
Meine Mutter hatte keine Mutter, ich hatte eine Mutter, die keine Mutter hatte...
Ich habe 2008 den Faden wieder aufgenommen und zu forschen, denn ihre Geschichte ließ mich nicht los
Bettina Claude-Uljarevic]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Meine Großmutter Hermine Stogniew, geb. van Hasseln,geb am 26.07.1998 in Wiesbaden, ermordet (vergast) am 13.02.1941 in Hadamar.<br />
Ja ich bin eine von den in direkter Linie Betroffenen. Sehr gerne würde ich Kontakt mit Herrn Aly aufnehmen.<br />
Als kleines Mädchen bekam ich unterschiedlichste Informationen was mit meiner &#8220;melancholischen Oma&#8221; geschehen war.<br />
Alles eher verwirrender Natur, anstatt Licht ins Dunkel zu tragen.<br />
Meine Mutter hatte keine Mutter, ich hatte eine Mutter, die keine Mutter hatte&#8230;<br />
Ich habe 2008 den Faden wieder aufgenommen und zu forschen, denn ihre Geschichte ließ mich nicht los<br />
Bettina Claude-Uljarevic</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Hört auf mit dem Krampf &#8211; &quot;/Innen&quot; ist sowohl Sprachverhunzung, als auch Papierschwerwendung und Sexismus pur von Fritz Feder</title>
		<link>http://rundschau-hd.de/2013/02/hort-auf-mit-dem-krampf-innen-ist-sowohl-sprachverhunzung-als-auch-papierschwerwendung-und-sexismus-pur/comment-page-1/#comment-630</link>
		<dc:creator>Fritz Feder</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Feb 2013 09:10:24 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://rundschau-hd.de/?p=8315#comment-630</guid>
		<description><![CDATA[Die - kritische - Reduzierung des linguistischen Problems auf die (vermeintlichen) Lösungskonzepte des Radikalfeminismus, wie oben im Beitrag geschehen, bringt uns, glaube ich, nicht weiter.  Es wird dabei übersehen, dass es ein legitimes Anliegen gibt, welches auch viele gemäßigte Frauen und andere Menschen vortragen, nämlich dass gewachsene Frauenrechte sich auch sprachlich spiegeln dürfen sollten.

Die Sentenz im Beitrag ganz oben: &quot;...keine gesellschaftliche Gleichstellung gebracht&quot;, schüttet das Kind mit dem Bade aus. Natürlich erzwingt Sprachkorrektheit allein keine gesellschaftliche Gleichstellung. Sondern diese wird politisch und wirtschaftlich erkämpft. Aber dann entsteht in der Folge quasi automatisch das durchaus legitime Bedürfnis, dies auch sprachlich ausgedrückt sehen zu wollen.

Der Teufel steckt dabei im Detail. Denn ohne dass man sich zu Ausdrücken wie &quot;jefraud&quot; oder &quot;Ohneglieder&quot; (für weibliche Mitglieder) versteigen muss, stellt sich vor allem bei Fachtexten sehr schnell ein Bild der Verhunzung ein. Texte, sowieso übervoll mit Internet-Wissen, werden noch unlesbarer …

Manche Frauen sagen uns Männern: wenn Ihr die Doppelschreibweise der Gender-Wörter ablehnt und die männliche Schreibweise beibehalten wollt, warum schreiben wir dann nicht einfach die weibliche Form allein? Diese Argumentation hat ihre Logik. Aber das wäre eine Umkehrung der sprachlichen Machtverhältnisse, von der radikale Feministinnen träumen. Ich nicht.

Wenn man bedenkt, dass Sprache - zumal Fachsprache - mit Macht und Einfluss zu tun hat, dann möchte ich eigentlich nicht in Texten verweiblicht werden. Aber es ist genau dann auch verstehbar, dass viele Frauen nicht (mehr) vermännlicht werden wollen. Womit wir bei der Entstehungsgeschichte von Sprache angelangt sind …

Es hilft uns alles nichts: Das Problem ist nicht wirklich gut lösbar - vorerst. An der Gender-Doppelformulierung führt auf Dauer kein Weg vorbei. In Fachtexten kann man sich damit behelfen, dass man eine fette Fußnote setzt, in der darauf hingweisen wird, dass man aus Gründen der Vereinfachung die männlich Form wählt. Wenn man ein Mann ist! Und eben auch umgekehrt: Man wählt die weibliche Form, wenn man eine Frau ist. Schwierig wird es aber dann, wenn geschlechtlich gemischte Teams Fachtexte verfassen, was ja immer häufiger passiert.

Also, das Problem ist vorerst nicht lösbar, aber zugleich lässt sich auch feststellen: Glücklich eine Gesellschaft, die solche Probleme hat. Glücklich eine Gesellschaft, die fast nur  noch bei der Banalität solcher Phänomene in Wallung gerät. Glücklich eine Gesellschaft zudem, die sich die Zeit nehmen kann, massenhaft twitternde Republik-Sepperln in die Sekundendebatte über Sexismus zu schicken.

Uns geht es sichtlich gut. Man vergleiche mit anderen Ländern unseres Globus. Die wirklich heftigen Fälle von Gewalt und Sprachgewalt gegen Frauen versinken im Orkus von Scheingefechten.

Und ich denke auch, im Falle der &quot;Stern&quot;-Reporterin geht weibliche Emanzipation nicht so wie verübt, sondern ganz anders (das sprachliche Element eingeschlossen):

Als Brüderle - &quot;sprachmächtig&quot; -  vom &quot;Dirndl füllen&quot; salbaderte, hätte eine ganz kurz und knappe Reaktion gereicht: &quot;Na, Schwesterle, mal wieder im Ton vergriffen.&quot; Und dann weg von der Hoteltheke …

Aber so war der Ablauf nicht und es ging ja auch gar nicht um Emanzipation, sondern um gendertaktische Larmoyanz - ein Jahr danach. Im Wahljahr. Es ging um eine geile &quot;Stern&quot;-Story, auf die wir jetzt hereingefallen sind!

Ach ja, da habe ich noch was in Erinnerung, das hier auch - irgendwie - dazu gehören könnte. Ordne es jede(R) in welche Rubrik auch immer ein:
“Sexismus”, mithin sexistische Bedrängnis, wohin gehst Du? Schwamm drüber, aber erinnern wir uns doch mal kurz aus jenem gegebenem Anlass:
Am 20. Oktober 2010 betrat die deutsche Bundeskanzlerin kurz nach Abpfiff des Spiels Deutschland-Türkei um 22.51 Uhr unangekündigt die Kabine der deutschen Elf. Dort waren die Spieler teilweise gerade beim Duschen, teilweise liefen sie schweißgebadet und teilweise mit nackten Oberkörpern herum, u.a. der peinlich berührte M. Özil, wie man erfuhr. Mit im Tross der Kanzlerin: der unselige Christian Wulff und seine 16-jährige Tochter. Aber keine Sorge: das „Mädchen Angela“ (H. Kohl) wollte damals ja nur Mutti spielen. Mutti der Nation! Wie auch immer - “DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger (65) fühlt sich überrumpelt durch den unangemeldeten Merkel-Besuch in der Kabine, dem „Allerheiligsten“ für jeden Fußballer und beschwerte sich heftig beim  draußen wartenden Innenminister Thomas de Maizière.” Zeitgeist-Theater!
 
Beste Grüße

Fritz Feder]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die &#8211; kritische &#8211; Reduzierung des linguistischen Problems auf die (vermeintlichen) Lösungskonzepte des Radikalfeminismus, wie oben im Beitrag geschehen, bringt uns, glaube ich, nicht weiter.  Es wird dabei übersehen, dass es ein legitimes Anliegen gibt, welches auch viele gemäßigte Frauen und andere Menschen vortragen, nämlich dass gewachsene Frauenrechte sich auch sprachlich spiegeln dürfen sollten.</p>
<p>Die Sentenz im Beitrag ganz oben: &#8220;&#8230;keine gesellschaftliche Gleichstellung gebracht&#8221;, schüttet das Kind mit dem Bade aus. Natürlich erzwingt Sprachkorrektheit allein keine gesellschaftliche Gleichstellung. Sondern diese wird politisch und wirtschaftlich erkämpft. Aber dann entsteht in der Folge quasi automatisch das durchaus legitime Bedürfnis, dies auch sprachlich ausgedrückt sehen zu wollen.</p>
<p>Der Teufel steckt dabei im Detail. Denn ohne dass man sich zu Ausdrücken wie &#8220;jefraud&#8221; oder &#8220;Ohneglieder&#8221; (für weibliche Mitglieder) versteigen muss, stellt sich vor allem bei Fachtexten sehr schnell ein Bild der Verhunzung ein. Texte, sowieso übervoll mit Internet-Wissen, werden noch unlesbarer …</p>
<p>Manche Frauen sagen uns Männern: wenn Ihr die Doppelschreibweise der Gender-Wörter ablehnt und die männliche Schreibweise beibehalten wollt, warum schreiben wir dann nicht einfach die weibliche Form allein? Diese Argumentation hat ihre Logik. Aber das wäre eine Umkehrung der sprachlichen Machtverhältnisse, von der radikale Feministinnen träumen. Ich nicht.</p>
<p>Wenn man bedenkt, dass Sprache &#8211; zumal Fachsprache &#8211; mit Macht und Einfluss zu tun hat, dann möchte ich eigentlich nicht in Texten verweiblicht werden. Aber es ist genau dann auch verstehbar, dass viele Frauen nicht (mehr) vermännlicht werden wollen. Womit wir bei der Entstehungsgeschichte von Sprache angelangt sind …</p>
<p>Es hilft uns alles nichts: Das Problem ist nicht wirklich gut lösbar &#8211; vorerst. An der Gender-Doppelformulierung führt auf Dauer kein Weg vorbei. In Fachtexten kann man sich damit behelfen, dass man eine fette Fußnote setzt, in der darauf hingweisen wird, dass man aus Gründen der Vereinfachung die männlich Form wählt. Wenn man ein Mann ist! Und eben auch umgekehrt: Man wählt die weibliche Form, wenn man eine Frau ist. Schwierig wird es aber dann, wenn geschlechtlich gemischte Teams Fachtexte verfassen, was ja immer häufiger passiert.</p>
<p>Also, das Problem ist vorerst nicht lösbar, aber zugleich lässt sich auch feststellen: Glücklich eine Gesellschaft, die solche Probleme hat. Glücklich eine Gesellschaft, die fast nur  noch bei der Banalität solcher Phänomene in Wallung gerät. Glücklich eine Gesellschaft zudem, die sich die Zeit nehmen kann, massenhaft twitternde Republik-Sepperln in die Sekundendebatte über Sexismus zu schicken.</p>
<p>Uns geht es sichtlich gut. Man vergleiche mit anderen Ländern unseres Globus. Die wirklich heftigen Fälle von Gewalt und Sprachgewalt gegen Frauen versinken im Orkus von Scheingefechten.</p>
<p>Und ich denke auch, im Falle der &#8220;Stern&#8221;-Reporterin geht weibliche Emanzipation nicht so wie verübt, sondern ganz anders (das sprachliche Element eingeschlossen):</p>
<p>Als Brüderle &#8211; &#8220;sprachmächtig&#8221; &#8211;  vom &#8220;Dirndl füllen&#8221; salbaderte, hätte eine ganz kurz und knappe Reaktion gereicht: &#8220;Na, Schwesterle, mal wieder im Ton vergriffen.&#8221; Und dann weg von der Hoteltheke …</p>
<p>Aber so war der Ablauf nicht und es ging ja auch gar nicht um Emanzipation, sondern um gendertaktische Larmoyanz &#8211; ein Jahr danach. Im Wahljahr. Es ging um eine geile &#8220;Stern&#8221;-Story, auf die wir jetzt hereingefallen sind!</p>
<p>Ach ja, da habe ich noch was in Erinnerung, das hier auch &#8211; irgendwie &#8211; dazu gehören könnte. Ordne es jede(R) in welche Rubrik auch immer ein:<br />
“Sexismus”, mithin sexistische Bedrängnis, wohin gehst Du? Schwamm drüber, aber erinnern wir uns doch mal kurz aus jenem gegebenem Anlass:<br />
Am 20. Oktober 2010 betrat die deutsche Bundeskanzlerin kurz nach Abpfiff des Spiels Deutschland-Türkei um 22.51 Uhr unangekündigt die Kabine der deutschen Elf. Dort waren die Spieler teilweise gerade beim Duschen, teilweise liefen sie schweißgebadet und teilweise mit nackten Oberkörpern herum, u.a. der peinlich berührte M. Özil, wie man erfuhr. Mit im Tross der Kanzlerin: der unselige Christian Wulff und seine 16-jährige Tochter. Aber keine Sorge: das „Mädchen Angela“ (H. Kohl) wollte damals ja nur Mutti spielen. Mutti der Nation! Wie auch immer &#8211; “DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger (65) fühlt sich überrumpelt durch den unangemeldeten Merkel-Besuch in der Kabine, dem „Allerheiligsten“ für jeden Fußballer und beschwerte sich heftig beim  draußen wartenden Innenminister Thomas de Maizière.” Zeitgeist-Theater!<br />
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Beste Grüße</p>
<p>Fritz Feder</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Was macht Peter Scholl-Latour bei Jürgen Elsässer? von Fritz Feder</title>
		<link>http://rundschau-hd.de/2012/10/was-macht-peter-scholl-latour-bei-jurgen-elsasser/comment-page-1/#comment-629</link>
		<dc:creator>Fritz Feder</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Jan 2013 21:22:23 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://rundschau-hd.de/?p=7936#comment-629</guid>
		<description><![CDATA[Hallo Herr Gegenbauer,

es ist sicher was dran an dem berühmten Satz von André Malraux (hier sinngemäß): Mit 25-35 radikal links, mit 40 liberal und ab 60 konservativ....So ist es ja häufig oder war es...früher....Wenngleich Ausnahmen ihren Reiz haben!

Auch wenn nicht alle so handeln und denken, scheint mir dies doch ein beobachtbarer Trend zu sein. Für die Zeit zumindest als Herr Scholl-Latour noch jünger war.

Leute im nunmehrigen Alter von Latour und somit auch er selbst kriegen von mir einen Altersbonus. Ich finde ihn immer noch erfrischend kritisch, auch wenn mancher Satz daneben gerät. Ich könnte viele Beispiele aufzählen...Und dass er diesen ominösen Preis angenommen hat (wenn´s denn so ist), na Gott Seppl, seis drum. Ist mir egal.

Der Mann ist kein Rechtsausleger, Punkt. Mosern wir besser an anderen Fronten!

Wie alt sind Sie?

Beste Grüße

Fritz Feder]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Herr Gegenbauer,</p>
<p>es ist sicher was dran an dem berühmten Satz von André Malraux (hier sinngemäß): Mit 25-35 radikal links, mit 40 liberal und ab 60 konservativ&#8230;.So ist es ja häufig oder war es&#8230;früher&#8230;.Wenngleich Ausnahmen ihren Reiz haben!</p>
<p>Auch wenn nicht alle so handeln und denken, scheint mir dies doch ein beobachtbarer Trend zu sein. Für die Zeit zumindest als Herr Scholl-Latour noch jünger war.</p>
<p>Leute im nunmehrigen Alter von Latour und somit auch er selbst kriegen von mir einen Altersbonus. Ich finde ihn immer noch erfrischend kritisch, auch wenn mancher Satz daneben gerät. Ich könnte viele Beispiele aufzählen&#8230;Und dass er diesen ominösen Preis angenommen hat (wenn´s denn so ist), na Gott Seppl, seis drum. Ist mir egal.</p>
<p>Der Mann ist kein Rechtsausleger, Punkt. Mosern wir besser an anderen Fronten!</p>
<p>Wie alt sind Sie?</p>
<p>Beste Grüße</p>
<p>Fritz Feder</p>
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